Das Siegesdenkmal in Bangkok
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Das Denkmal wurde 1941 errichtet. Der Entwurf, der in der Hauptsache von dem Architekten M.L. Pum Malakul stammt, ist durchgehend in europäischem Stil gehalten und steht damit in deutlichem Kontrast mit dem nahe gelegenen Demokratiedenkmal, das auch einheimische Stilelemente zeigt. Dadurch, dass es inmitten eines großen Kreisverkehrs steht, in dem sich zwei Hauptverkehrsadern schneiden, sollen nach Vorstellung des damaligen Herrschers Bewohner und Besucher der Hauptstadt bewusst gezwungen sein, um das Denkmal herumzufahren – vergleichbar mit dem Triumphbogen auf dem Place de l’Etoile in Paris, dem Piccadilly Circus in London und der Siegessäule in Berlin. Wie erhofft wurde der Platz mit dem Siegesdenkmal tatsächlich ein wichtiger Knotenpunkt des städtischen Lebens von Bangkok.Der zentrale Obelisk – ein seit dem alten Ägypten häufig verwendetes Symbol – ist in der Form von fünf einander umschlingenden Bajonetten ausgeführt. Auf einem fünfeckigen Sockel stehen fünf Statuen, die die Teilstreitkräfte symbolisieren: ein Soldat des Heeres, ein Matrose, ein Flieger, ein Polizist und ein ziviler Freiwilliger. Sie tragen die heroischen Züge des zeitgenössischen faschistischen und kommunistischen Kunstverständnisses und wurden vom italienischen Bildhauer Corrado Feroci (unter dem thailändischen Namen Silpa Birasi) entworfen. Der Künstler war allerdings mit der Anordnung seiner Statuen vor dem Obelisken nicht einverstanden und nannte die Anlage später „victory of embarrassment“ (Sieg der Peinlichkeit).
Das Denkmal wurde 1945 in einem eher politischen Sinn zur Peinlichkeit, als der Sieg der Alliierten über Japan Thailand dazu zwang, die „eroberten“ Gebiete wieder an Frankreich herauszugeben. Viele Thai betrachten das Monument als ungeeignetes Symbol des Militarismus und als ein Relikt aus der Zeit eines heute diskreditierten Regimes.





