Der Herr Aussenminister Sebastian Kurz wird an
anderer Stelle bei einer anderen Baustelle ueber den
gruenen Klee gelobt.
Seine rednerische Eloquenz sollten andere Politiker eben-
falls haben,seine Klarheit,das Problem darzustellen wird
mancherorts gewuenscht.
Schon sieht man ihn als jungen Metternich,der die Geschicke
Europas bestimmt,bald wird man ihn auf den Schultern ins
Kanzleramt tragen,wie weiland Karl Schranz.
Durch die Schliessung der Balkanroute hat Oesterreich
den stillen Applaus einer Reihe von Staaten eingeheimst.
Der naechste Coup wird schwieriger,sollte Oesterreich die naechste
Verlaengerung der Sanktionen unterlaufen.
Dabei stehen die Sterne gut.
Frau Merkel ist angeschlagen,Herr Hollande koennte seine Schiffe
doch noch an Russland ausliefern,Herr Obama in seinen letzten
Monaten als Praesident,wird keine Pfloecke mehr einschlagen,Italien
wittert Morgenluft,um seine designten Konsumgueter den Oligarchen
anzudrehen und GB ringt um den Brexit.
Das koennte die Stunde des Herrn Kurz werden.
Nur wie man dann mit den stillen Claqueuren von Visegrad bis hinauf
zu den baltischen Staaten umgehen wird,die dann sofort zu erbitterten
Feinden der oesterreichischen Aussenpolitik werden,ist noch offen.
Jock