Hier mal ein ausgesprochener Befürworter der Sanktionen.
Aber mit einer ganz eigenen Erklärung.
Mein Zustimmungswert liegt höchstens bei 70%.
Zu 100% unterschreibe ich allerdings den letzten Satz.
Niedergang Russlands ist nur eine Frage der Zeit
http://www.huffingtonpost.de/joachim-zweynert-/neoliberalismus-putin-russland_b_12731872.html?utm_hp_ref=germanyZitate:
In der Phase des russischen Wirtschaftswachstums von 2000 bis 2007 gründete Vladimir Putin seine
Herrschaft auf eine Art Singapur-Modell: Die Bevölkerung verzichtete
auf politische Mitsprache und ließ sich dafür durch politische Stabilität und steigenden Wohlstand
entschädigen. Vor diesem Hintergrund hat Putin seit dem Ende des
Wachstumszyklus ein gewaltiges Problem.
Verschärft wird es dadurch, dass sich nun auch die strukturellen Auswirkungen einer Wirtschaftspolitik
zeigen, die auf die Rückkehr eines hochgradig korrupten Staates auf
die wirtschaftlichen Kommandohöhen hinausläuft.
Der neuerliche Niedergang Russlands ist in voller Fahrt und der Zusammenbruch der Wirtschaft
lediglich eine Frage der Zeit. Vor diesem Hintergrund lautet die schlichte Erklärung für
Russlands außenpolitische Aggression, dass die russische Regierung versucht, ausbleibendes
Wirtschaftswachstum durch außenpolitische Erfolge zu kompensieren.
Diese Strategie ist innenpolitisch wenig nachhaltig, weil die Welle des Patriotismus den
wirtschaftlichen Niedergang nur temporär zu verschleiern vermag und weil die Militärausgaben den
wirtschaftlichen Niedergang beschleunigen werden. In der kürzeren bis mittleren Frist
ist jedoch mit einer noch zunehmend aggressiven russischen Politik zu rechnen.
Die westliche Staatengemeinschaft sollte darauf konsequent mit neuen Sanktionen
reagieren. Das Gegenargument, Sanktionen würden „nichts bringen" ist wenig überzeugend.
Denn ihr Ziel ist es nicht, die russische Regierung zum Einlenken zu bewegen (darauf würde man in der
Tat wohl vergeblich hoffen), sondern ein Signal der Geschlossenheit
und der politischen Stärke auszusenden.
Und gerade in Deutschland scheint weitere Aufklärung darüber Not zu tun, dass es wahrlich keine
gute Idee ist, das eigene Unbehagen am Westen dadurch zum Ausdruck
zu bringen, dass man dem russischen Präsidenten eine Carte blanche ausstellt.
Daniel