Die neuen Sanktionen sind so gut wie wirkungslos,aber geeignet
eine Loesung der Probleme zu erschweren.
Wirkungslos deswegen,weil z.B. die russischen Banken in Wien von der
Sanktion,Refinanzierungen zu erschweren,davon ausgenommen sind.
Wenn sich die Schweiz diesen Sanktionen nicht anschliesst,ist der Zugang
zu europaeischen Kapital offen.
Zudem stehen derzeit keine wesentliche Rueckzahlungen fuer russische
Anleihen an.
Sanktionen treffen natuerlich auch die russische Wirtschaft und Bevoelkerung.
Demnach rechnen Analysten damit,dass wenn die Sanktionen heute aufgehoben
werden,es bis 2017 andauern wird,bis der Automobilabsatz europaeischer Konzerne
wieder das Niveau von 2013 erreicht. Bleiben die Sanktionen laenger,wird erst 2020
wieder der gewohnte Absatz erreicht sein.
Da kommt der bekannte kaufmaennische Grundsatz zum tragen,dass Geschaefte,die man
heute nicht macht,verloren sind.Verbunden damit,dass ein verlorener Markt,nur schwer
wieder zurueckerobert werden kann und Zeit braucht.
Es stellt sich schon die Frage,warum man zu einem unguenstigen Zeitpunkt Sanktionen
einfuehrt.
Selbst die NATO berichtet davon,dass sich russische Truppen zurueckziehen,die Waffen-
ruhe mehr oder weniger eingehalten wird.
Das waren doch die Bedingungen,die Sanktionen aufzuheben ?
Ist der Westen jetzt wortbruechig geworden ? Was will eigentlich der Westen genau ?
Eine Mauer,von Frau Merkel befuerwortet ? Vielleicht noch von HochTief erbaut,mit West-
geld finanziert unter Verwendung thailaendischer Ziegel ?
Eine Ukraine,die abgekoppelt von der russischen Wirtschaft zu einem grossen Loch wird,
wo wir unser ganzes Geld hineinwerfen.Ist es denn nicht genug,dass der Westen schon
jetzt die Gaslieferung bezahlt und auf den Rechnungen sitzenbleiben wird ?
Es ist nur zu hoffen,dass die Gegensanktionen von Russland moderat ausfallen werden,denn
den totalen Wirtschaftskrieg wird der Westen nicht gewinnen,ohne jahrelang an den Wunden
zu lecken.
Jock