Auf dem Schachbrett Russland-Ukraine-Griechenland - EU
ist eine interessante Konstellation entstanden.
Der griechische Ministerpraesident fliegt nach Moskau und hat
einige Verhandlungspunkte im Gepaeck.
Er moechte erreichen,dass Russland die Gaspreise senkt und dass
das Importverbot von Agrarprodukte aus Griechenland aufgehoben wird.
Russland wird sich wahrscheinlich bei den Gaspreisen nicht ruehren,aber
sich beim Importverbot gespraechsbereit zeigen.
Allerdings,obwohl der Vorteil eines Aufhebens beiden Laendern zugute kommt,
zu verlangen,dass Griechenland bei der naechsten anstehenden Verlaengerung
der Sanktionen nicht mehr mitstimmt.
Ausserdem wird man mit einen Kredit winken,der Ende des Jahres von der Ukraine
zurueckzuzahlen ist,worauf Russland besteht, und der eine Hoehe von 3 Mrd.
ausmacht,denn man an Griechenland weiterreichen koennte.
Geht Griechenland auf das Angebot ein,riskiert es den Bruch mit der EU und
rasselt in den Staatsbankrott.
Damit verlagern sich die Finanzprobleme in die Eurozone und allerlei Haftungen
werden schlagend.
Griechenland fuehrt die neue Drachme ein,wertet ab,ist fuer lange Zeit von Rueck-
zahlungen,so sie jemals erfolgen sollten befreit und die Wirtschaft gewinnt an
Konkurrenzfaehigkeit.
Der EU bleibt nur, fuer die Ukraine zahlen zu muessen und wird sich hinterher
womoeglich fragen,wozu das ganze Engagement gut war,wenn Herr Praesident
Poroschenko den Donbass an Russland abtritt.
Es gibt aber keine Gewaehr,dass dieses Angebot wirklich so gemeint war,wie
kommuniziert,andererseits sagt man,wo ein Rauch ist,ist auch ein Feuer.
Jock