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Autor Thema: Sanktionen gegen Russland  (Gelesen 220684 mal)

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asien-karl

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1245 am: 09. November 2016, 03:39:01 »

@asien-karl

Da kann ich dich weitgehend beruhigen.

Wo ich das gesehen habe habe ich direkt an deine beruhigenden Worte gedacht.  }{
https://www.welt.de/geschichte/article159338705/Die-USA-vermissen-17-Atombomben-Mindestens.html
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franzi

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1246 am: 09. November 2016, 05:59:17 »

Wenn das so ist, buche ich Deine „Quelle“ unter Lügenpresse und die genannten Zahlen als freie Erfindung.

In der Wissenschaft ist es üblich, beruft sich jemand auf Zahlen Dritter und kann deren Herkunft nicht nachweisen, gilt der als Betrüger und Scharlatan. So etwas erzieht zu großer Vorsicht im Umgang mit Sekundärquellen.

Ui, das hat (fast) gesessen.

Anderseits, das Wifo hat die Studie fuer die LENA angefertigt, an der auch der TA beteiligt ist. Solche Studien sind ja nicht ganz billig, gegen ein entsprechendes Salaer wird dir der TA aber sicherlich eine Kopie im PDF Format zur Verfuegung stellen.
Mit ein paar hundert Euro musste aber schon rechnen.

jock, der Bericht ist ja schon fast eineinhalb Jahre alt.

fr
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arthurschmidt2000

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1247 am: 09. November 2016, 07:43:02 »

@franzi,

Du bezichtigst viele Medien zu Recht mit einem, ich sage es mal vorsichtig, lockeren Umgang mit der Wahrheit und sprichst schon mal von Lügenpresse.

Ein beliebtes Mittel der Propagandaschlacht ist dabei, sich auf irgendwelche Gutachten zu berufen ohne entsprechende bibliographische Angaben zu machen. Das geht dann etwa so: Wissenschaftler des renommierten  Wirtschaftsforschungsinstitut xxx ermittelten in einer vor kurzem erschienen Untersuchung, die viel Aufsehen erregte … Der Leser ist dann erst einmal eingeschüchtert und man kann ihm alles Mögliche verkaufen, ohne dass er eine Möglichkeit hat, das Gesagte irgendwie zu prüfen.


jock, der Bericht ist ja schon fast eineinhalb Jahre alt.


Wenn Du schon weißt, wie alt der ist wirst Du auch bestimmt wissen wie das "aktuelle Gutachten des Österreichischen Instituts… " heißt. Warum so schweigsam?
 
Kurz, wer den lockeren Umgang mit der Wahrheit anprangert, muss sich an seinem eigenen Maßstab messen lassen. Ist doch eigentlich ganz einfach. Aber ich gebe zu, die sind nicht auf 440 Mrd. gekommen...

@Jock,

Der Haushalt eines Staates ist immer ausgeglichen. Das geht technisch nicht anders. Kein Staat der Welt kann in einem Jahr 100 Geld einnehmen und 200 Geld ausgeben. Spannend ist dabei lediglich, wie ausgeglichen wird. 


« Letzte Änderung: 09. November 2016, 08:31:02 von arthurschmidt2000 »
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franzi

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1248 am: 09. November 2016, 08:15:11 »

Du wirst wohl dem Tagesanzeiger nicht unterstellen, dass er die Studie des Wifos frei erfunden hat? Das Wifo stellt viele Infos nur gegen Bezahlung zur Verfuegung, eine in Auftrag gegebene Studie sowieso.
Ueberdies, sollten die Angaben genannter Zeitung nicht den Tatsachen entsprechen, was meinst du, wie das Wifo reagieren wuerde!?

Zitat
Der Haushalt eines Staates ist immer ausgeglichen. Das geht technisch nicht anders. Kein Staat der Welt kann in einem Jahr 100 Geld einnehmen und 200 Geld ausgeben. Spannend ist dabei lediglich, wie ausgeglichen wird.

Jaaa, aber bei den meisten durch Aufnahme von Schulden!
Ich habe jedenfalls verstanden, wie jock es meinte.

fr


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Gerdnagel

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1249 am: 09. November 2016, 08:23:36 »

Einige europaeischen Staaten  koennen das, mehr ausgeben als einnehmen.
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arthurschmidt2000

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1250 am: 09. November 2016, 08:35:19 »

Zitat
Du wirst wohl dem Tagesanzeiger nicht unterstellen

Welchem Tagesanzeiger?

Sorry, ich habe geaendert nachdem Du geantwortet hast. Ich gebe zu, das ist nicht die feine Art aber manchmal bin ich nicht ganz so schnell. War aber keine Absicht sondern das Telefon zwischendurch. Deshalb meine Aenderung hier noch mal:



jock, der Bericht ist ja schon fast eineinhalb Jahre alt.


Wenn Du schon weißt, wie alt der ist wirst Du auch bestimmt wissen wie das "aktuelle Gutachten des Österreichischen Instituts… " heißt. Warum so schweigsam?

 


Zitat
Einige europaeischen Staaten  koennen das, mehr ausgeben als einnehmen.

Aber auch die legen einen ausgeglichenen Haushalt vor!
« Letzte Änderung: 09. November 2016, 09:09:48 von arthurschmidt2000 »
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franzi

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1251 am: 09. November 2016, 10:21:40 »

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arthurschmidt2000

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1252 am: 09. November 2016, 11:15:53 »

Zitat
Ueberdies, sollten die Angaben genannter Zeitung nicht den Tatsachen entsprechen, was meinst du, wie das Wifo reagieren wuerde!?

Ja, dort heisst es:

Ökonom Fritz verweist darauf, dass es unmöglich sei, die Wirkung der Sanktionen vom sinkenden Ölpreis, der Russland ebenfalls schadet, und vom Rubelverfall abzutrennen. «Wir betrachten die russischen Importe als Ganzes», sagt Fritz. «Dabei gehen wir fest davon aus, dass die Sanktionen einen erheblichen negativen Einfluss haben, wenn wir auch die Gegenreaktion Russlands berücksichtigen.»

Lt. Tagesanzeiger ist Herr Fritz einer der Autoren dieser Studie.


So wie der Server des Wifo wieder laueft mehr dazu.

Ich bin mir aber sicher, stellt Herr Putin seine subversiven und destabilisierenden Aktivitäten in der Ukraine nachhaltig ein, ist das Ende der  Sanktionen ganz nahe.

« Letzte Änderung: 09. November 2016, 11:26:16 von arthurschmidt2000 »
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Suksabai

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1253 am: 09. November 2016, 11:55:19 »

Ich bin mir aber sicher, stellt Herr Putin seine subversiven und destabilisierenden Aktivitäten in der Ukraine nachhaltig ein, ist das Ende der  Sanktionen ganz nahe.

 ???  ???  ???

lg
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arthurschmidt2000

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1254 am: 09. November 2016, 20:37:25 »

@franzi   

Nun laueft der Server wieder. Meinte Deine „Quelle“ vielleicht  ein Gutachten des Wifo vom Dezember 2014 mit dem Titel?:

Makroökonomische Effekte des Handelskonflikts: zwischen der EU und Russland

Die Einleitung (dort Inhalt genannt):

„Die in Folge der destabilisierenden Geschehnisse in der Ostukraine entstandene außenpoliti-
sche Auseinandersetzung zwischen Russland und der EU kann, gemessen an der Bedeutung
die Russland für die österreichische Exportwirtschaft einnimmt, mit spürbaren Auswirkungen für
den österreichischen Außenhandel und auch im Tourismus verbunden sein. Die vorliegende
Studie schätzt die möglichen wirtschaftlichen Effekte des Handelskonfliktes zwischen Russland
und der EU auf Österreich und die EU-Mitgliedstaaten ab.“

Lies es einfach mal, es scheint sich offensichtlich um das gleiche Gutachten zu handeln, von dem auch im Tagesanzeiger die Rede ist. Ein Autor dieser Studie wird auch dort genannt:

http://www.wifo.ac.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_dokument.jart?publikationsid=50950&mime_type=application/pdf

Ist eigentlich nicht schwer zu finden, nur da steht etwas ganz anderes drin als das was „Wirtschaftsnachrichten“ daraus machte. Ich verstehe deshalb schon, dass Du nicht glauben kontest, es handele sich nicht um dieses Gutachten und es müsse sich statt dessen um irgendeine kostenpflichtige Veröffentlichung handeln.

Deshalb alles prüfen und nichts glauben. Sagt Benno auch.

@suksabai

Zitat
Der Link (den ich hier nochmals reinstelle) …

Ja, Wirtschaftsnachrichten hat sogar einen Link auf ein aktuelles Gutachten des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung.
 
Nur, ruf den doch mal bitte auf…


« Letzte Änderung: 09. November 2016, 21:11:46 von arthurschmidt2000 »
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franzi

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1255 am: 11. November 2016, 03:43:20 »

Das ist nicht die selbe Studie. Diese wurde vom Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Auftrag gegeben, die "andere"  für die Leading European Newspaper Alliance (Lena), offensichtich einige Zeit spaeter.
Aehnlichkeiten sind vorhanden, bei der von dir verlinkten fehlt aber eine Prognose fuer die Schweiz.

fr

NS-Ich hasse das Lesen von 35 Seiten trockenem Stoff  {[
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jock

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1256 am: 18. November 2016, 22:44:15 »

Ich halte es fuer eine Unart,Herrn Kern nicht zu fragen !

Da sitzen sie also zusammen,Frau Merkel,Herr Obama,Herr Hollande,
Herr Renzi,Herr Rajoy und Frau May und beschliessen,die Sanktionen
gegen Russland zu verlaengern.

Wenn sie es so wollen,dann sollen sie es auch tun,aber bitte ohne
die anderen Staaten in Geiselhaft zu nehmen.

Und wenn sie wollen,dass Oesterreich mitmacht,dann kann man zu-
mindest eine hoefliche Anfrage,verbunden mit der Bitte,sich die Sache
zu ueberlegen,erwarten.

Es ist eigentlich ein Hohn,dass Persoenlichkeiten,die bei Gott nicht fest
im Sattel sitzen oder gerade beim Absteigen sind,Entscheidungen treffen,
die sie vielleicht nicht mehr mittragen werden.

Herr Obama tritt ab,die Wiederwahl von Herrn Hollande ist mehr als
fraglich,Herr Renzi ist vielleicht zu Weihnachten nicht mehr Premier,Herr
Rajoy steht einer Regierung vor,die jederzeit zum Ruecktritt reif ist und
Frau May repraesentiert ein Land,das den Austritt aus der EU zum Ziel
hat.

Frau Merkel steht eine Wahl bevor,wo sie nicht unbedingt als Siegerin
hervorgehen muss.

Sollte Herr Trump befinden,dass Herr Putin eigentlich ein netter Kumpel
ist,mit dem man gut Zusammenarbeiten kann,stehen die Europaeer mit
heruntergelassener Hose da und beweinen die mittlerweile versiegten
(Wirtschafts)Quellen,die nicht mehr,wie gewohnt, sprudeln werden.

Alleine der russische Agrarsektor hat vom Jaenner bis September 2016
um 3 % zugelegt und wird nach Aufhebung der Sanktionen beim Export
nach Russland nicht mehr aufzuholen sein.

Jock




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Suksabai

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1257 am: 18. November 2016, 23:08:35 »


@jock

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1258 am: 18. November 2016, 23:23:07 »

Ich halte es fuer eine Unart,Herrn Kern nicht zu fragen !

Mich würde interessieren ob Herr Kern auch empört ist.


Daniel
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arthurschmidt2000

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Re: Sanktionen gegen Russland
« Antwort #1259 am: 19. November 2016, 08:11:53 »

Zitat
Alleine der russische Agrarsektor hat vom Jaenner bis September 2016 um 3 % zugelegt und wird nach Aufhebung der Sanktionen beim Export nach Russland nicht mehr aufzuholen sein.

Für mich ist es erst einmal erfreulich, dass die russische Landwirtschaft so zugelegt hat.

Russland und die Ukraine zusammen sind inzwischen der Welt größte Weizenexporteur. Etwas, wovon die Sowjetunion nicht einmal zu träumen wagte. Aber auch, ohne dieses Getreide wäre der Hunger in der Welt grösser und die Versorgung der Welt unsicherer.

Ich lasse mal offen, ob diese Exporte die Entwicklung der Landwirtschaft in Afrika verhindern. Etwas, das hier für viele bei Exporten aus dem Westen gesicherte Erkenntnis ist.

Es geht also. Wenn mir nun jemand erklärt, warum das z.B. im Niger alles so schwierig ist, dem will ich wohl glauben, erinnere mich aber doch dabei an die plausiblen Erklärungen des Politbüros, warum das mit der Ernte leider mal wieder nicht geklappt hat. 

Kurz, wie man ein Land industrialisieren kann hat China vorgemacht. Wie man ein Land zu einem Lebensmittelexporteur machen kann, Russland. Also nicht jammern und darauf hoffen dass es Manna regnet, nachmachen!

Aber vielleicht ist es ja alles noch viel einfacher. Wegen der Abwertung des Rubels (und der damit einhergehenden Reallohnsenkung) lohnte sich auf einmal Landwirtschaft in Russland.
« Letzte Änderung: 19. November 2016, 08:44:02 von arthurschmidt2000 »
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