Jock, das ist aber hier kein Wettkampf, welches Problem zu 5% mehr ins Gewicht fällt?

Was du aufgezählt hat, ist alles richtig, aber ändert nichts daran, dass "Sonnenanbeter"
und davon gibt es unter Touristen sehr viele, sich sehr wohl von einem fehlenden
"Strand-Service" abschrecken lassen. Und wenn ich sehe, wie oft ich aus DACH gefragt
werde, ob man es trotz Kriegsrecht "wagen" kann, hier Urlaub zu machen, spricht
das auch für sich. Und nicht jeder fragt uns, viele Menschen werden einfach handeln.
Mit Chinesen, Malayen, Japanern, Koreanern, Indern etc. habe ich freilich nicht
gesprochen und da bekomme ich auch eher selten fragende Mails.

Was die "Modeströmungen" angeht, bin ich inzwischen eher skeptisch. Wenn ich
Süd-Ost-Asien mag, weil es dort warm ist, wenn woanders kalt, weil mir die Kultur
gefällt, es dort (scheinbar) sicherer ist, das Essen schmeckt etc. werde ich mich in
dieser Region schwer tun, mich mit einem Modeland(?) wie Kambodscha, Myanmar,
Laos oder was auch immer, anzufreunden. Und die Infrastruktur Thailands ist diesen
Ländern (noch) so weit überlegen, dass ich diesen Gedanken für etwas abstrakt halte.
Jedenfalls, wenn wir von einem entscheidenden Faktor sprechen. Und wenn, es kommt
nicht von ungefähr - man weiss, dass Thailand sehr viele "Wiederholungstäter" begrüsst.
Sehr viele Urlauber kommen jedes Jahr nach Thailand, die gehen nicht leichten Herzens
mal eben woanders hin. Thailandurlauber sind eher treue Touristen.
Also, was das Land betrifft...

Was würde ich tun, sässe ich in DACH und ich bekäme beim Urlaubsland TH nun doch
Bauchschmerzen? Mich für ein Nachbarland entscheiden, mit teilweise grösseren Sorgen?
Und ob der typische Thailandurlauber sich nun ganz anders orientiert und sich jetzt etwa
für Mexiko entscheidet? Und wenn ja, wie viele denn wirklich?
Wie stochern ein bisschen im Nebel, das kann kaum anders sein. Richtig ist, dass auch
die Probleme der "Touristen-Herkunftsländer" eine Rolle spielen. Doch das kann kaum
ein Freibrief sein. Alle Probleme sind zu werten, die Urlauber abschrecken. Es ist mir zu
sehr Thaistyle zu sagen: "An uns kann es nicht liegen, alle anderen sind Schuld, oder
Buddha wollte es eben so..." Vielleicht war das neulich von einem User so gemeint, als
er von "Arroganz" schrieb. Ich möchte es eher Ignoranz nennen, das klingt etwas weniger
böse und trifft es vielleicht besser.
Wir leben hier, da sieht man Dinge meist objektiver, als wenn man von ausserhalb betrachtet
die Meldungen liest und hört, die nicht gerade einladend für den Jahresurlaub klingen.
Lange Rede, kurzer Sinn - es ist eine Mischung vieler Probleme, aber sehr viele sind
Made in Thailand. Aber, das sage ich auch deutlich - die meisten Probleme haben ihren
Ursprung schon weit vor der Zeit der jetzigen Militärregierung!
Aber muss man sie mit einem blinden Aktionismus verstärken Herr General?