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Autor Thema: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?  (Gelesen 20115 mal)

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tom_bkk

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #105 am: 23. November 2014, 02:31:39 »

Hier aus der Bangkok Post was sich so geaendert hat: http://www.bangkokpost.com/news/politics/444777/six-month-milestone-how-far-along-are-we-on-the-road-to-reform

Die Reform in seinem Lauf haelt weder Ochs noch Esel auf  ;]
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Helli

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #106 am: 23. November 2014, 11:30:29 »

Auch ich stelle beim jetzigen Winteraufenthalt dauernd fest, dass (zumindest im Isaan) die unbedeutenden Landstraßen in einem viel schlimmeren Zustand als üblich sind.
Die sind für mich nun absolut nicht unbedeutend. Ich muss nämlich da durch (besonders wenn die alternativen Feldwege nach Regen unpassierbar werden).
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Ein Moselaner regt sich nicht über Dinge auf, die er nicht ändern kann.

arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #107 am: 23. November 2014, 13:08:20 »

Ich gehe davon aus, dass sich der Zustand der Straßen weiter verschlechtern wird.

In den letzten Jahren wurden die Einkommen erheblich erhöht; das führt auch dazu, dass auch der Unterhalt von Straßen teurer wird. Ich vermute mal, man hat diesen Zusammenhang übersehen und die Mittel wohl nicht entsprechend aufgestockt.
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Patti1

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #108 am: 23. November 2014, 15:51:34 »

Nachdem ich jetzt nunmehr über Monate "das Treiben" des Generals P. interessiert verfolgt habe,
komme ich zu der Erkenntnis, das es "dümmer nicht geht".

Der heutge Artikel hier im TIP bestätigt meine Meinung (leider) sehr eindrucksvoll C--

Da wird der Mann von einem Journalisten gefragt, ob man ihn denn (noch) kritisieren dürfe....?
Eigentlich ja selbstverständlich, erst recht aus Sicht eines Journalisten..und was dieser
Trottel ? : " nein, und was für Fehler überhaupt ??? ;]

Für nur diese Antwort würde er in jeder halbwegs vorhandenen Demokratie seinen Stuhl räumen müssen.

Was ist das für ein Mensch, der sich für fehlerfrei hält ?
Er sei kein Diktator lehnt aber zu 100% die Demokratie ab, was bleibt dann bitte noch ?
Er kann sich also nur selbst für den König halten  :D

Die sonst so mutigen und jederzeit Gewaltbereiten Thais sind unfähig sich gegen einen solchen
Mann ernsthaft zur Wehr zu setzen.Auf der Straße hauen und stechen sie sich und andere ab, aber
wenn es um Freiheit und Demokratie geht, dann versagen sie auf der ganzen Linie.

Vielleicht sollte ein Thai erstmal in ein Geschichstbuch lesen, um festzustellen, daß es zahlreiche
Beispiele der jüngeren Vergangenheit gibt, wo das Volk es satt war sich einem diktatorischen
System zu unterwerfen.

Keine Neuwahlen, keine Demokratie, ja das sind ja super rosige Aussichten !

Das muß man sich mal vorstellten, was da so auf einem G 20 Gipfel alles anwesend ist,
von  Obama, über Putin zu Merkel und dann kommt der kleine Thai General dazu.... :D :D
ich lach mich schlapp ;D :D :D

oh du armes Thailand ;)

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Suksabai

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #109 am: 23. November 2014, 16:15:46 »

@Patti1
erstens:
Zitat
Vielleicht sollte ein Thai erstmal in ein Geschichstbuch lesen
wenn ein Thai Geschichte lernen möchte, hat er ein Problem. Es gibt nämlich fast ausschliesslich (zumindest zu Schulzwecken) nur "korrigierte" Bücher.

zweitens:
Zitat
Die sonst so mutigen und jederzeit Gewaltbereiten Thais sind unfähig sich gegen einen solchen Mann ernsthaft zur Wehr zu setzen.
Sie würden einen (Bürger) Krieg anfangen, den sie nie gewinnen können.

Eines haben sie in den letzten Jahrzehnten jedoch gelernt: Aussitzen ist die beste Option, viele Dinge erledigen sich von selbst.

lg
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joggi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #110 am: 23. November 2014, 16:28:48 »

Ja, aussitzen.

Bisher war :  "Nach dem PUTSCH ist vor dem PUTSCH."  ;D

PUTSCH - Wahlen - Regierung - andere Regierung - PUTSCH - Wahlen - Regierung - andere Regierung - PUTSCH   {+

Dies hier ist aber eine "neue" Situation".   PUTSCH - PUTSCH-Regierung - (PUTSCH ?)  }} {+ {*
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udo50

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #111 am: 23. November 2014, 17:38:49 »

Ich möchte ganz kurz meine Meinung zu der Problematik einstellen.   Es wird mit Sicherheit von Seiten der Bevölkerung einen Aufstand geben um diesen Gott ähnlichen " General"
aus dem Amt zu jagen. Aber Normalo Somchai benötigt ein Wenig mehr Zeit um den Durchblick zu haben. Die Über Somchais ziehen die Strippen schon im Hintergrund.

   Aber alles wird erst geschehen nach der Verabschiedung von IHM.
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Gruß Udo

Patti1

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #112 am: 23. November 2014, 18:06:11 »

@ Udo:

Was für eine Verbschiedung ???
wann - wie - wo ??

Der Mann sprüht nur so voller Tatendrang  C--,das passt ganz und
gar nicht zur "Verbschiedung".....manche Menschen sehen sich
(zunächst) "nur " als Regulator,Moderator  wie er sich selbst nennt, gar Schiedsrichter,
nicht selten gefällt solchen Menschen auf einmal diese Rolle, und zwar so sehr,
daß sie diese gedenken auf alle Zeiten auszufüllen, einmal Geschmack gefunden,
schmeckt es sich doch ganz gut, was würde dieser Mann ohne seine wöchentliche
Ansprache machen??, ihm würde etwas ganz entscheidendes fehlen.....

Machtmenschen wie der General brauchen die öffentliche Bühne, sehr wahrscheinlich
hat er in den letzten Jahren seinem vermeintlichem Vorbild Putin das ein oder andere
abgeguckt.Wenn dem so ist ?...dann "Gute Nacht Freunde ( Thais)"

Da der General selbst Neuwahlen ausgeschlossen hat, wer soll es denn sonst "richten",
außer er selbst ?....und wenn es einen wie auch immer gearteten Nachfolger aus den
eigenen Reihen geben wird?, dann wird der garantiert stromlinienförmig auserkoren
und bestimmt, und es wird sich nichts ändern....

Ein Volk was über Jahrzehnte seinem König treu ergeben ist/war, egal was er für welche
Entscheidungen traf, von diesem Volk sollte man kein Umdenken erwarten-...
" die sind dann einfach so "...Hauptsache Leitfigur, egal wie korrupt, dumm oder anmaßend C--
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udo50

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #113 am: 23. November 2014, 19:00:44 »

Hallo Patti1
Mit Ihm meine ich ja,was darf man noch schreiben aha, soll auf gar keinen Fall abwertent sein "Deen im Rollstuuuuhl"
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Gruß Udo

Tommi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #114 am: 23. November 2014, 19:14:48 »

Es wird mit Sicherheit von Seiten der Bevölkerung einen Aufstand geben um diesen Gott ähnlichen " General" aus dem Amt zu jagen. Aber Normalo Somchai benötigt ein Wenig mehr Zeit um den Durchblick zu haben. Die Über Somchais ziehen die Strippen schon im Hintergrund. Aber alles wird erst geschehen nach der Verabschiedung von IHM.

Sehe ich auch so!   ;}
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Suksabai

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #115 am: 23. November 2014, 19:15:23 »

@udo50

so schätze ich die Lage auch ein, das wirkliche Gewitter geht dann einher mit einem "Geschwisterkrieg", da es ja bekanntlich zwei potentielle Nachfolger gibt.

Hoffentlich HALBWEGS friedlich ???

lg
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dart

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #116 am: 23. November 2014, 19:30:00 »

Ich teile auch zum großen Teil die Einschätzung von @Patti1, auch wenn ich nicht soweit gehe den Generallissimo als Dummkopf zu sehen.
Der Kommißkopp hat halt einen anderen Background "Ich befehle und Alle haben zu folgen, auch wenn es dumme Anordnungen sind, der Rest wird später diskutiert"

p.s. Die heutige Verhaftung der hochrangigen Polizisten wegen Majestätsbeleidigung soll angeblich (laut Twittermeldungen) auch eine gewisse Brisanz bzgl. der mgl. Thronfolger haben. :-X
« Letzte Änderung: 23. November 2014, 20:25:42 von dart »
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Daeng

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #117 am: 24. November 2014, 03:03:37 »

Ich denke, dass es sich nichts zum possitiven veraendert hat.
Wie Thailand vor 15 Jahren war, brauchen sie 30 Jahre um wieder dort hinzukommen.
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red scorpion

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #118 am: 24. November 2014, 03:41:01 »

Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst (Voltaire).
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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #119 am: 24. November 2014, 20:06:09 »

Hallo Arthur


Wegen der Steigerung der Nominalloehne reicht es voellig aus, die Mittel nicht zu erhoehen. Mit dem gleichen Geld kann dann einfach weniger gemacht werden.

Zwar schaffen die unter der Yinglak-Regierung seit Januar 2013 auf 300 Baht gestiegenen Mindestlöhne für manche Unternehmer schon zusätzliche Probleme, aber nach meiner Meinung überschätzt Du (zumindest für Thailand) die negativen Auswirkungen dieses einen Kostenfaktors.

1. Viele gute (und auch langjährige) Arbeiter/Angestellte bekommen eh schon lange mehr als 300 Baht (= ca. 7 € 50) pro Tag. Ferner haben viele Unternehmer einfach freiwillige Zusatzleistungen gestrichen (bzw. kostenpflichtig gemacht), um die Erhöhung des Mindestlohnes auszugleichen. Hier geht es (nebenbei gesagt) nicht um eine Nominallohn-Erhöhung für alle, sondern nur um eine Mindestlohn-Erhöhung für die Thais am Ende der Stange.

Zur weiteren allgemeinen Info (nicht für Dich Arthur  :-) . Denn Du weißt um solche Dinge.):
Nominallohn-Erhöhung (brutto) = Erhöhung ohne Berücksichtigung der allgemeinen Preissteigerungen/Inflation
Reallohn-Erhöhung (netto) = Erhöhung mit Berechnung der Realitäten/der tatsächlichen Kaufkraft (= manchmal gut; manchmal reicht sie nicht, um allgemeine Preissteigerungen aufzufangen)

2. In Thailand werden Millionen von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland (insbesondere Kambodscha, Myanmar, Laos) beschäftigt, die von diesem Mindestlohn oft nur träumen können.

3. Der Kostenfaktor Arbeit ist nur ein Faktor. Zusätzlich gibt es:

Lohnnebenkosten
Zahlungen an Lieferanten für Material
Zahlungen für Betriebsstoffe und Energie
Honorare für Dienstleistungen (Steuerberater etc.)
Steuern und Abgaben
Versicherungen
Mieten/Immobilienkosten
Investitionen
Instandhaltungskosten
Fuhrpark
Buchhaltung
usw.

---

Nun zum eigentlichen Thema "Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?"

Gestern sprachen wir in geselliger Runde länger mit einem cleveren, bescheiden auftretenden Thai-Chinesen (mit ausgewogenen politischen Meinungen; anscheinend halb gelb, halb rot  ??? ), der durch eine sehr hübsche Nichte nun schon über 3 Jahre zur Familie gehört.
Der betreibt in Bangkok mehrere kleine Firmen, ist anscheinend insgesamt zu 70% vom Export abhängig und gab bis zu diesem Sommer über 300 Thailändern Lohn und Brot.

Seine (hier interessanten) Sätze gebe ich nun in Kurzform weiter. (Wobei er als verschwiegener Mensch von den richtig interessanten Dingen leider so gut [wie eigentlich immer] nichts erzählte :( .)
Der Mindestlohn sei für ihn noch nie ein Problem gewesen, weil er nur gute Leute gebrauchen kann, die bei ihm sowieso mehr verdienen.
(U.a. stellt er schöne Amulette, kleine Buddhas usw her. Vieles davon wirkt antik  {-- .)

Dann brachte er selber die Rede auf Prayut und redete sich schnell in Rage. (Der ist als mittelständischer Unternehmer richtig, richtig sauer auf Prayuths Regierung und besonders auf Prayuth selber.)
Die folgende, unvollständige Aufzählung ist von mir. Denn er brachte ständig Querverweise, sprang zwischen den Themen, redete kaum englisch und teilweise im Ärger sehr schnell thailändisch, und ich verstand (trotz der kräftigen Hilfe meiner Frau) leider bei weitem nicht alles.
(Da hätte ich gerne den Kollegen namtok dabei gehabt.)

1. Diese Regierung mische sich nicht nur in große, sondern auch in kleinere und kleinste wirtschaftliche Belange ein. Und das in bestimmender, arroganter und unwissender Weise.
(Mehrmals zeigte er seinen Ärger über Prayuths dämliche Direktive/drängenden Vorschlag, wegen des jetzt niedrigen Rohkautschuk-Preises alle Kautschuk-Bäume bis zum Alter von 3 Jahren umzuhauen. Wer gelernt hat, ein bisschen längerfristig zu denken [und nicht nur bis zur Nasenspitze!] wird den Schwachsinn dieser Weisung verstehen.)

2. Um eventuelle Korruption aufzuspüren (mein Gedanke dazu: und das in Asien  {+ ) würde sich die Prayuth-Regierung nicht nur in innerthailändische Geschäfte einmischen, sondern auch in alle möglichen Export-Geschäfte und -Vertriebswege.
Durch ihr bestimmendes Auftreten (Soldaten-Ton), ihre Arroganz, gepaart mit ihrer Unwissenheit zu wirtschaftlichen Belangen, würden sie ausländische Politiker und wichtige ausländische Unternehmer reihenweise ständig vor den Kopf stossen und viele Geschäfte mit Thai-Unternehmern zum Erliegen bringen.
(Auch dabei gilt: die ausländische Konkurrenz schläft nicht!)
Prayuth selber sei durch seine Art diesbezüglich absolut die Nummer 1.
Offizielle Verlautbarungen zur thailändischen Wirtschaft seien geschönt.
(Meine Zwischenfrage, ob man eigene Umsatz-Verluste mit Schmiergeldern an die betreffenden regierenden Soldaten etwas auffangen könne, wurde erst nur mit einem unklaren Grunzen beantwortet.)
Aber dann kam folgendes:

3. Da die Umsätze dermaßen eingebrochen seien, hätten in Bangkok (usw.) viele Unternehmer die Tore ihrer Unternehmen vorerst ganz geschlossen und noch viel mehr Unternehmen hätten ihre Produktion gedrosselt.
Er selber habe mittlerweile ungefähr die Hälfte seiner Leute entlassen und werde wohl bald noch mehr entlassen, denn seine Lager würden überquellen.
(Zwar betonte er dann die soziale Seite, aber ich glaubte ihm mehr seinen geäusserten Schmerz/Ärger darüber, dass er dadurch sicher viele gute und gut angelernte Arbeiter/Angestellte auf Dauer verliert.)

4. Wieder sehr ärgerlich wurde er bei diesem Punkt:
Diese Prayuth-Regierung würde nur die "Ganz Großen", die Amart unterstützen, aber die "Kleinen" (dabei mein Gedanke  :o ; immerhin hatte er bis vor kurzem noch 300 Angestellte; wo ordnet der denn mich ein?  :-) ) würden massiv behindert.
Z.B. würden die kleineren Unternehmer vom SME (diese Behörde oder Bank sagt mir nichts  ??? ) nur noch Kredite (auch kurzfristige!) von maximal 3 Millionen Baht bekommen.
(Für Notzeiten in Unternehmen mit Hunderten Arbeitern/Angestellten, für größere Geschäfte und für deren kurzfristige Zwischenfinanzierung ist das wirklich ein lächerlicher Betrag.)

Natürlich könne er woanders auch Kredite bekommen. Aber die seien teurer und für neue Geschäftsfelder schwerer zu kriegen.
Und für seine gewohnten Geschäft bräuchte er mangels Umsatz nun gar keine kurzfristigen Kedite mehr.

---

Diesen Gewinnertyp, diesen fähigen, gewieften Thai-Chinesen habe ich noch nie so ärgerlich gesehen.
Leider sehe ich ihn durch sein Wirken in Bangkok nur 2x bis 3x im Jahr.
Aber ich habe schon lange gelernt, ihn (neben seinem Hirn auch für seine effektiven Einsätze für seine in vielen Beziehungen schwachbrüstige Isan-Verwandschaft) ernst zu nehmen.
Zwar kann ich viele seiner Sätze - besonders wegen des völlig ungenügenden, thailändischen Umgangs mit ernsthaften Informationen - kaum nachprüfen, aber ich glaube ihm trotzdem (eingedenk seiner Gefühlswallungen) mindestens 80%.

« Letzte Änderung: 25. November 2014, 05:44:14 von Kern »
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