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Autor Thema: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?  (Gelesen 20149 mal)

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Tommi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #120 am: 24. November 2014, 20:19:45 »

In Thailand werden Millionen von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland (insbesondere Kambodscha, Myanmar, Laos) beschäftigt, die von diesem Mindestlohn oft nur träumen können.

Weisst du woher? In Chumphon wirst du keine Firma finden, die den Burmesen etc. einen Baht weniger
bezahlt, als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Deine "Millionen" sind ein ziemlicher Unfug.
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dart

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #121 am: 24. November 2014, 20:26:08 »

Klasse Beitrag, Achim  [-]

Dazu...

2. In Thailand werden Millionen von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland (insbesondere Kambodscha, Myanmar, Laos) beschäftigt, die von diesem Mindestlohn oft nur träumen können.

...kann ich nur aus Chiang Mai anmerken, das sich auch unter den Burmesen etc. der Mindestlohn schon lange rumgesprochen hat. Da arbeitet niemand mehr unter 300,- Baht, und die Thais haben erkannt das sie die besseren Fachkräfte oft unter den Migranten finden, und zahlen den Lohn gern.

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Patti1

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #122 am: 24. November 2014, 20:40:33 »

@ Kern, schließe mich uneingeschränkt dem Kompliment von @ dart an,
 mal etwas aus dem wahren Leben, und nicht aus der Zeitung.. {*

 wenn du ihn beim nächsten Mal siehst , dann soll er mal  01719999999  wählen, das ist Marios Handynummer,
 garantiert bekommt er da mehr als 3 Mio...er darf sogar eigenmächtig Nullen dranhängen... :D C--
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namtok

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #123 am: 24. November 2014, 22:58:36 »


Z.B. würden die kleineren Unternehmer vom SME (diese Behörde oder Bank sagt mir nichts  ??? ) nur noch Kredite (auch kurzfristige!) von maximal 3 Millionen Baht bekommen.



 SME steht für Small and Medium Enterprises, also kleine und mittlere Firmen,  was auf Deutsch gängig als "Mittelstand" bezeichnet wird.

Die staatliche SME Bank ist also eine "Mittelstandsbank", welche diesen Unternehmen  finanziell "auf die Sprünge " helfen soll.
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arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #124 am: 24. November 2014, 23:19:10 »

Das sich die Erhöhung der Mindestlöhne nicht auf die Kostensituation der Unternehmen auswirkt, das kannst Du jemandem erzählen, der sich die Hose mit der Zange zumacht.

Aber es ist nicht die Erhöhung der Mindestlöhne allein, hatte vorher der Vorarbeiter 300 Baht und der Hilfsarbeiter 150 Baht, wird der Vorarbeiter nicht damit zufrieden sein, dass sein Hilfsarbeiter nun genau so viel verdient wie er. Insofern glaube ich eher, dass es eben nicht nur das untere Ende der Stange betroffen hat.

Das mit den billigen Arbeitskräften aus dem Ausland haben meine Vorredner erklärt.

Selbstverständlich gibt es neben den reinen Lohnkosten auch weitere Kostenarten. Aber deren reine es gibt Aufzählung ist eine Nebelkerze und sagt überhaupt nichts. Entscheidend ist der Anteil der Lohnkosten an den Gesamtkosten des Unternehmens.

Führe nun bitte nicht ins Feld, dass bei den Unternehmen auch die Preise seiner Lieferanten gestiegen sind. Auch die werden versuchen, ihre gesteigerten Lohnkosten in den Preisen weiterzugeben.

Ich gebe natürlich zu, kostenneutral geht es, wenn die Lohnerhöhung mit früheren Zulagen verrechnet wird. Aber dann hätte man ja auch darauf verzichten können.

Frag doch einfach mal einen Reisbauern, wie locker der die Erhöhung des Mindestlohns wegstecken kann.

Zur allgemeinen Info schlage ich mal ein ganz einfaches Gedankenexperiment vor. Was wird passieren, wenn Thailand morgen seine Löhne verdoppeln würde? Alle Leute haben dann doppelt so viel Geld in der Tasche. Aber werden mehr Güter oder Dienstleistungen produziert? Nein, also werden sich die Preise auch in ganz kurzer Zeit verdoppeln.

Wir kennen dieses Phänomen unter dem Namen Lohn/Preis Spirale oder Preis/Lohn Spirale. Ein realer Einkommenszuwachs ist in einer Volkswirtschaft nur dann möglich, wenn sie produktiver wird. Und das ist in Thailand, wo Handarbeit Trumpf ist, nicht ganz einfach. Liegen die nominalen Einkommenszuwächse über der Produktivitätssteigerung, sammelt die Inflation das in kurzer Zeit wieder ein.

Frankreich und Italien (scala mobile) kannten bei den Löhnen einen gesetzlichen Inflationsanspruch. Dies führte in beiden Ländern zu einer Erhöhung der Inflationsrate.   

Spannend wird es dann, wenn die Kostensteigerungen dazu führen, dass ein Land international nicht mehr wettbewerbsfähig wird. Als Beispiele aus Europa fallen mir da so ad hoc Länder wie Frankreich, Italien und Spanien ein.

Ich verstehe natürlich, dass Dein Bekannter sauer ist.

Aber, wenn der z.B. schöne Amulette, kleine Buddhas usw. herstellt und dessen Exportgeschäft zusammenbricht, fällt es mir schwer hier so direkt einen Zusammenhang mit der derzeitigen politischen Situation herzustellen.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich stimme jederzeit zu, dass die derzeitige Regierung Arroganz mit Unfähigkeit kombiniert. Aber ich finde, man macht es sich zu einfach, wenn man alles allein nur auf die Regierung schiebt. Es könnte ja immerhin sein, dass es auch noch andere gewichtige Ursachen gibt. 

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Kern

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #125 am: 25. November 2014, 07:34:57 »

In Thailand werden Millionen von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland (insbesondere Kambodscha, Myanmar, Laos) beschäftigt, die von diesem Mindestlohn oft nur träumen können.

Weisst du woher? In Chumphon wirst du keine Firma finden, die den Burmesen etc. einen Baht weniger
bezahlt, als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Deine "Millionen" sind ein ziemlicher Unfug.


Zu diesem "Unfug" einige Infos und Gedanken:
 Aus >>http://englishnews.thaipbs.or.th/two-million-foreign-workers-illegally-work-thailand<<
Zitat
The Department of Employment revealed Wednesday latest statistics pertaining to foreign workers currently employed in Thailand. It said two million foreign workers are working illegally in the country.

It said the number of foreign nationals legally employed in the country under the terms of the Department of Employment total 2,304,700 persons and of these, 1,736,740 is from Myanmar followed by Cambodian workers.

Wie viele Menschen aus Myanmar, Laos und Kambodscha nun wirklich (legal und illegal) in Thailand arbeiten, lässt sich wohl nicht genau sagen.
Aber das thäiländische Arbeitsministerium selber gibt über 2 Millionen legal beschäftigte und ausserdem 2 Millionen illegal beschäftigte Ausländer an.

Ferner:
Zur "Hüh und Hott" Politik dieser Regierung gehören auch deren (schnell wieder zurückgezogene/dementierte) Ankündigungen in den ersten Wochen nach dem Putsch, massiv gegen illegale ausländische Arbeiter vorzugehen (samt Haft-Androhungen).
Damals verliessen ca. 200.000 Kambodschaner das Land (teils fluchtartig). Legal Beschäftigte  ??? ...  :-)

Klarerweise gibt es in Thailand viele ausländische Arbeitskräfte, die einen ordentlichen Lohn erhalten. Aber glaubt den irgendjemand im Ernst (ausser vielleicht Tommi  :-) ), dass das auch für alle Ausländer in der Fischindustrie, im Baugewerbe usw. gilt?

Und unser Thema >>Thailand bleibt eines der Hauptzentren des illegalen Menschenhandel<< mit aktuell 104 Beiträgen weist in die gleiche Richtung.
Aber wohl niemand wird ziemlich genau beziffern können, wie viele Ausländer mindestens 300 Baht pro Tag erhalten und wie viele nicht.
« Letzte Änderung: 25. November 2014, 09:42:45 von Kern »
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namtok

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #126 am: 25. November 2014, 07:47:06 »

Aber ich finde, man macht es sich zu einfach, wenn man alles allein nur auf die Regierung schiebt. Es könnte ja immerhin sein, dass es auch noch andere gewichtige Ursachen gibt. 

??? Wer daran "schuld" ist, dass  Thailand seit einem Jahr den Nachbarländern hinterherhinkt dürfte sich mittlerweise rumgesprochen haben.   ]-[

Kleiner Hinweis:  an der Vorgängerregierung liegt es nicht ...   C--
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Alex

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #127 am: 25. November 2014, 08:03:48 »

Die Frage nach dem Mindestlohn für Menschen die täglich ihre 8 h buckeln
stellt sich eigentlich gar nicht ::: für mich jedenfalls nicht !

Wenn Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können , weil
die Profitgier der Gesellschaft dies verhindert , ist das an Un-sozialität
kaum noch zu toppen .

Im reichen Deutschland arbeiten immer noch knapp 5 Millionen Menschen
für 5 € und weniger die Stunde .

Alles spätere Rentenaufstocker ::: die Politik maßt sich aus Wahl taktischen
Gründen an , jedes Problem auf nachfolgende Generationen zu übertragen .

Solange diesen Polithuren kein Feuer unterm Arsch brennt wird sich daran
auch nichts ändern .

Wie gesagt ::: ein Volk bekommt immer die Regierenden die es verdient !
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Wir sind nicht auf der Welt , um so zu sein, wie andere uns haben wollen !

arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #128 am: 25. November 2014, 09:20:18 »

Zitat
Kleiner Hinweis:  an der Vorgängerregierung liegt es nicht ...

Ich weiß schon, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Allerdings schon im Proseminar „wissenschaftliches Arbeiten“ lernt man, dass Korrelation keine Kausalität begründet.
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arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #129 am: 25. November 2014, 09:54:13 »

@Alex,

Zitat
Die Frage nach dem Mindestlohn für Menschen die täglich ihre 8 h buckeln stellt sich eigentlich gar nicht ::: für mich jedenfalls nicht !

Jedem, der Preise beim Einkauf vergleicht, stellt sich die! Jedem, der z.B. Reis exportieren will, stellt sich die! Denn die Einkommen der einen sind immer die Kosten der anderen.

Was da passiert kann man gut bei Karl Marx nachlesen. Aber der war weit davon entfernt, ein moralisches Urteil abzugeben, der wusste dass die „Ausbeuter“ gar nicht anders handeln konnten, als sie es taten.

Das Kernproblem damals in Europa wie heute in Thailand heute ist die zu geringe Arbeitsproduktivität.

Ich habe vor kurzem eine Baustelle gesehen, dort wurde der Beton in Eimerketten transportiert, der Bauherr wird den Arbeitern nur so viel bezahlen wollen, wie eine Betonpumpe kostet. Mindestlohn hin, Mindestlohn her. Ist Das Gewinnsucht?

Wie viel kann ein Reisbauer, der nur seine Hände und einen Büffel hat, produzieren? Kann der davon leben?

Da pulen welche Shrimps? Wie viel kannst Du denen bezahlen? Wird das Produkt zu teuer, kauft es keiner mehr. Ist das Gewinnsucht?
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Tommi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #130 am: 25. November 2014, 10:04:58 »

Ich glaube, Arthur liegt da zu 100% richtig. Thailand steuert schon lange auf die Sackgasse zu und es spielt
keine Rolle, wer gerade regiert oder nicht - sie können (konnten) es alle nicht! Wer die Schuld an den
wirtschaftlichen Problemen hat ist klar - ganz sicher auch die Vorgängerregierung!
Allerdings macht es ziemlich betroffen, wenn die Firmen in Chumphon lieber Burmesen einstellen, als Thais
und denen auch gern mehr als den Mindestlohn bezahlen. Jedefalls, wo richtig angepackt werden muss.

Ich lasse mich gern darauf ein, dass diese Putsch-Regierung völlig hilflos ist, die Probleme nicht beheben wird.
Aber Thailand wurde mehr und mehr zum wirtschaftlichen Problemfall, vor und ganz ohne diesen Putsch.
Vielleicht ist/wird es unter den Grünröcken schlimmer, aber das ist nicht der Ursprung der Probleme.

@Kern, lass gut sein, auch "Internet-Papier" ist geduldig. Die Zahl der Lohnempfänger, die unter dem
Mindestlohn verdienen, kannst du als völlig unbedeutend betrachten. Ich kenne auch überall in TH
Menschen und jeder(!) sagt heute, diese Zeiten sind absolut vorbei. Da müssen wir nicht "rumlinken".
Und was willst du überhaupt in Sachen Mindestlohn beweisen, mit einem Link, in dem nicht ein
einziges Mal von Löhnen oder Mindestlöhnen gesprochen wird? Du vermutest doch damit nur...
« Letzte Änderung: 25. November 2014, 10:43:28 von Tommi »
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joggi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #131 am: 25. November 2014, 10:21:01 »

Ich glaube, Arthur liegt da zu 100% richtig. Thailand steuert schon lange auf die Sackgasse zu und es spielt
keine Rolle, wer gerade regiert oder nicht - sie können (konnten) es alle nicht!

 {* }} {* }}


Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?

Eine neue Art von CHAOS ist entstanden :

Angeordnet durch ARMEE-Tages-BEFEHL    {+




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Tommi

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #132 am: 25. November 2014, 10:25:13 »

Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?

Eine neue Art von CHAOS ist entstanden :

Angeordnet durch ARMEE-Tages-BEFEHL    {+

Das passt natürlich auch wunderbar!  ;}
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Kern

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #133 am: 25. November 2014, 11:24:13 »

Hallo Arthur

Das sich die Erhöhung der Mindestlöhne nicht auf die Kostensituation der Unternehmen auswirkt, das kannst Du jemandem erzählen, der sich die Hose mit der Zange zumacht.

 :D   :]  Das scheint ein Missverständnis zu sein. Ferner schrieb ich:
Zwar schaffen die unter der Yinglak-Regierung seit Januar 2013 auf 300 Baht gestiegenen Mindestlöhne für manche Unternehmer schon zusätzliche Probleme, aber nach meiner Meinung überschätzt Du (zumindest für Thailand) die negativen Auswirkungen dieses einen Kostenfaktors.

Ich möchte auch gar nicht auf der Bedeutung einzelner Kostenfaktoren rumreiten, denn Thailand hat viel größere Probleme als den Mindestlohn.
Dieser Mindestlohn verschärft die bestehenden und die wachsenden Probleme nur etwas.
Diesbezüglich haben wir doch eh ähnliche Gedanken.

1. In Thailand schafft man es in vielen Bereichen nicht, Effektivität, Quantität und/oder Qualität angemessen zu erhöhen.
Das gilt nicht nicht nur für landwirtschaftliche Produkte, sondern auch für industrielle Produkte, auch für den Tourismus-Sektor usw.
Im internationalen Wettbewerb nehmen einige Nachbarländer (und dabei besonders die Volksrepublik China) in diversen Bereichen Thailand zunehmend die Butter vom Brot.

2. Die schulische Ausbildung und die Berufsausbildung sind in Thailand größtenteils miserabel. Und wirkliche Besserung ist kaum in Sicht.

3. Politische Unruhen sind für den Tourismus und für die Wirtschaft pures Gift. In Thailand wird immerhin diesbezüglich Beachtliches geleistet, aber die Auswirkungen sind alles andere als positiv.
Nicht vergessen sollte man die monatelangen Aktionen von Suthep und Konsorten. Aktionen, die massiv von der arroganten Amart, von den "Demokraten", von parteiischer Justiz geschützt und gestützt wurden.
Diese anmaßenden, geschützten Aktionen richteten sich auch gegen ausländische Vertretungen, gegen ausländische Reiskäufer und gegen Unternehmen mit ausländischen Beteiligungen/Leitungen (z.B. gegen AIS).
Auch das waren tolle Signale ans Ausland!  {:}

4. Und nun befindet sich Thailand im Würgegriff einer ziemlich inkompetenten ("Hüh und Hott" Politik usw.), überheblichen, kurzsichtig handelnden Militärjunta, die den Karren noch tiefer in den Dreck fährt.
Gutes Investitionsklima (besonders für ausländisches Kapital) schaut anders aus.

---

Interessant zu diesem Thema ist der folgende Beitrag von joggi:
Im Gegensatzt zu "BIG - C", das ein Thaiunternehmen ist, mit Franchising aus den USA, so wie
auch 7-Eleven, ist TESCO eine "Gemischte Firma", Thai / Englisch.

Seit Jahren wird von Thai-Seite der TESCO immer wieder "Steine in den Weg" gelegt.

Diverse konstruierte Klagen laufen gegen TESCO, um diese zu behindern.

Anfang 2011 hatte der CEO von TESCO (Englaender), ein ernstes Meeting mit dem damaligen
Demokraten PM, mit ABHISITH.

Der Brite erklaerte dem Thai (Abhisith), wieviele Arbeitsplaetzae sie in Thailand geschaffen haben
und wieviele Tonnen Lebensmittel und andere Artikel, TESCO GB in Thailand "einkauft" und in
ihre vielen Laeden in diversen Laendern exportiert.

Ich glaube in Erinnerung zu haben, dass der CEO dem ABI sagte : "Wenn ihr nicht aufhoert uns zu behindern,
gehen wir raus aus Thailand !"

Behinderungen gab es auch, als TESCO die(kleinen)  TESCO-Extra starten wollten....

Und heute, da gibt es "kleine" BIG C", TOP's   .

Zu denken gibt ja auch,

CARREFOUR by by

MAKRO by by


vorher, in den letzten Jahren, wurden die FARANG Manager in diversen Thai/FARANG Firmen verabschiedet :

ZUERICH - Thai  (fuehrende Motorfahrzeug-Versicherung in Thailand), heisst heute ThaiSri

ROVER Thailand  (Automobile)

usw.

Aktuell will ja der GENERAL den 51%/49% = Thai/Farang Firmen ans Leder.

Das offizielle JAPAN hat schon mal "reklamiert", 55% von 5'000 JAPAN-Firmen in Thailand
seien von dieser Aktionbetroffen.  {+

Man sieht, da werden nicht nur "Liegestuehle" weggeraeumt.

« Letzte Änderung: 25. November 2014, 11:31:14 von Kern »
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arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #134 am: 25. November 2014, 15:53:17 »

Das Statistikbuero Thailands meint, dass es im Lande so rd. 38 Mio. Beschäftigte gibt. Da brauchen wir uns hier eigentlich nicht darüber den Kopf darüber zu zerbrechen, ob  2 Mio. Illegale nun den Mindestlohn erhalten oder nicht.

Mir ging es nicht um die Mindestlohnerhöhung. Die ist Schnee von gestern. Mir ging es eigentlich eher um Effekte, wie sie hier beschrieben sind:

 http://www.taeglicher-wahnsinn-thailand.de/2014/11/gestern-lohn-erhoht-heute-auf-der.html


Dies Beispiel macht deutlich, erhöht man die Löhne im Lande und weist z.B. einer Gemeinde (, die hier im Lande auch als Arbeitsplatzbeschaffer dienen) nicht mehr Mittel zu, geht das zu Lasten anderer Aufgaben. Das meinte ich mit der wohlmöglich nicht ganz zu Ende gedachten Budgetplanung. Ich halte es nach wie vor für gut möglich, das ein vergleichbarer Effekt auch bei den Mitteln für Straßenbau eingetreten sein kann.

Deinen Punkten 1 – 4 stimme ich zu.

Aus meiner Sicht fehlt noch ein wichtiger Punkt. Gefühlt gibt es in Thailand seit Jahren eine recht kräftige Inflation, die inzwischen durch eine Stagflation abgelöst wurde. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Binnenkonjunktur und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Wie geht man damit um? Ganz gleich, was man tut, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker...
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