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Autor Thema: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?  (Gelesen 18852 mal)

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Kern

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #135 am: 26. November 2014, 14:19:57 »

Hallo Arthur


Deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Und weltweit bedenken leider unzählige Politiker Budget- und andere Planungen nicht zu Ende und fabrizieren viel zu viel Schmarrn.

Allerdings ließ mir speziell dieser Artikel >>http://www.taeglicher-wahnsinn-thailand.de/2014/11/gestern-lohn-erhoht-heute-auf-der.html<< keine Ruhe.
In Thailand sind viele Zahlen- und sonstige Angaben (auch von offiziellen Seiten) mit viel Vorsicht zu genießen. Aber da unsereins seine Meinungen nicht nur auf Aberglaube und dergleichen aufbauen will  :-) , stützt man sich dann doch teilweise auf solche thailändischen Angaben. Das geht natürlich zuweilen ins Auge.

In obigem Artikel ist u.a. zu lesen ...
Zitat
Als Anfang 2012 der Mindestlohn auf täglich 300 Baht erhöht wurde, stieg sein Gehalt auf 9'000 Baht.

...

Der Präsident der Vereinigung der Verwaltungsbeamten von Thailand in Udon Thani erläutert, dass Entscheide über Gehaltserhöhungen von der Zentralverwaltung gemacht, die Budgets der lokalen Gemeinden aber nicht angepasst würden.

1. Der Mindestlohn wurde erst zum Januar 2013 auf 300 Baht erhöht.
2. Zur Budget-Anpassung betreff dieser gewaltigen Mindestlohn-Erhöhung erzählte mir heute ein Vetter meiner Frau ganz anderes.

Da muss ich aber nun etwas weiter ausholen.
Dieser Vetter war früher mal unser Bürgermeister und ist nun in unserem Thesaban (hier: Kreis-/Kommunal-Verwaltung für insgesamt 17 Dörfer mit zusammen ungefähr 15.000 Einwohnern) der Kämmerer (also quasi der "Finanzminister"  :-) auf Kommunal-Ebene).

Übrigens sind wir hier in der Provinz Nong Bua Lamphu, einer direkten Nachbar-Provinz von Udon Thani.
Und dieser intelligente Vetter, der auch öfters bei Treffen hochrangiger Politiker teilnimmt, sagte mir heute, dass unter der Yinglak-Regierung zum Januar 2013 die Budgets aller thailändischen Provinzen entsprechend erhöht worden seien.

Bezüglich anderer Provinzen könne er nichts zur korrekten Weiterleitung der Gelder, zur Zweckentfremdung oder zur Korruption sagen, aber in unserer Provinz wäre die Budget-Erhöhung ausreichend gewesen und die Verteilung auf die unteren Ebenen würde eh absolut korrekt verlaufen. (Bei dem Satz musste ich glücklicherweise nicht lachen.  ;D )

---

Anmerkung von mir:
Absolut korrekt läuft die Geldverteilung wohl nirgends in Thailand. Durch meine angeheiratete Verwandschaft weiss ich, dass auch manch "roter" Politiker (ausserhalb unserer Familie  {; ) zu erstaunlichen Reichtümern gelangte.
Sogar dieser Vetter ist zumindest etwas korrupt, was ich aus eigener Erfahrung weiss  {-- . Aber anscheinend nur sehr wenig korrupt, denn sonst wären sein Pickup und sein Haus prächtiger und er hätte mehr Grundbesitz.

---

Als ich nach dem vorherigen Mindestlohn, Stellenabbau, Kündigungen usw.  fragte, erzählte er folgendes:

In unserem Thesaban sei der Mindestlohn für einfache Kommunal-Angestellte 5.300 Baht gewesen. Die Budget-Erhöhung sei aber ausreichend, um seit Januar 2013 den Mindestlohn für Kommunal-Angestellte von monatlich 9.000 Baht zu zahlen, ohne dass die Mittel für andere Bereiche gekürzt werden müssten.

Der Personal-Stand sei zahlenmäßig noch der gleiche. Kündigungen gab es nur wegen Unfähigkeit, Korruption, Alkohol oder zu viel Freizeit während der Arbeitszeit. Aber diese Stellen seien schon mit neuen Leuten besetzt worden.

---

Ein Fazit

In Thailand ist folgende Problematik viel größer als in DACH:
Welcher Zeitung, welchem Artikel, welchen offiziellen Zahlen, welcher Regierungs-Verlautbarung usw. kann man wie viel glauben?  ???


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vicko

  • Gast
Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #136 am: 26. November 2014, 15:32:39 »

Gefühlt gibt es in Thailand seit Jahren eine recht kräftige Inflation, die inzwischen durch eine Stagflation abgelöst wurde. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Binnenkonjunktur und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Dann hätten wir noch die Deflation und als Krönung die Depression,
aber nur keine Bange  :D, es sind ja gelernte und selbsternannte verbeamtete Militärfachleute am Werk.  ;D
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arthurschmidt2000

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #137 am: 26. November 2014, 16:58:03 »

Der Kommentarbereich fuer diesen Artikel ist noch offen.
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Kern

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #138 am: 26. November 2014, 17:03:34 »

Es reicht, wenn ich mir hier die Finger wund schreibe.  :-)
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vicko

  • Gast
Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #139 am: 29. November 2014, 09:39:03 »

Gefunden im Netz:

If this is right then it turned out that everything during the pre coup turmoil was a terrible mistake:

Prem lost.
Suthep lost.
Yingluck lost.
Thaksin lost.
The red shirts lost.
The yellow shirts lost.
The other people lost.
The elite lost (unless they have ties with the military).

The only winner seems to be the Mafia represented by the military and ..... Do i get this right?

---

Änderung: Wegen LM den Bezug zu gewissen Leuten gestrichen.
« Letzte Änderung: 29. November 2014, 11:47:27 von Kern »
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Kern

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Re: Was hat sich nach sechs Monaten im Amt eigentlich wirklich geändert?
« Antwort #140 am: 29. November 2014, 11:51:35 »

Hallo vicko

 {+
Langsam solltest Du gelernt haben, dass man in diesem Forum gewisse Leute niemals öffentlich als "Mafia" bezeichnet.
Dabei ist egal, ob es sich "nur" um ein Zitat handelt oder nicht!


Gruß   Achim
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