@Alois01
Ohne tiefer in die Materie einzudringen ein paar Bemerkungen
dazu.
Das EU- Parlament kann alleine gar nichts beschliessen.Es braucht
dazu eine Gesetzesvorlage durch die Kommission oder einen Ent-
schiessungsantrag der Staats-und Regierungschefs.
Davon,dass eine Wirtschaftssanktion gegen Thailand geplant waere,war nichts
zu lesen.
Die Exporte Thailands in die EU machen gerade einmal 11 % des gesamten
Aussenhandels von Thailand aus,was wiederum rund 25-30 Mrd. $ entspricht.
Ich glaube daher,dass eine Sanktion ein zu kurzer Hebel waere,um die Junta zu
einem raschen Umdenken Richtung Demokratisierung zu bewegen.
Auf der politischen Ebene sehe ich noch weniger Ansatzpunkte.
Man darf ja nicht vergessen,dass Sanktionen Auswirkungen auf das sankt-
ionierte Land haben.Du selber sprichst von Millionen Arbeitslose.
So viele werden es zwar nicht werden,aber getroffen werden in erster Linie die
Gastarbeiter die ihre Jobs verlieren wuerden.
Diese wiederum sind keine politische Kategorie,sodass Revolten aus diesem Grund
gegen die Junta ausbleiben werden.
Sollte sich das thailaendische Volk gegen die Junta erheben wollen,so ist nicht zu
uebersehen,dass sie damit gegen eine sehr gut geruestete Armee anrennt und meiner
Meinung nach,diese Probe verlieren wuerde.
Die Folge eines solchen missglueckten Aufstandes,waere aehnlich den Zustaenden
der letzten 50 Jahre wie in Burma gesehen.
Verfestigung der Machthaber,Verarmung des Volkes,Niedergang bei der Aufrecht-
erhaltung der Infrastruktur und muehsamer Neustart bei Aenderung der Verhaeltnisse.
Das wird auch die EU nicht wollen und sich eher auf Nadelstiche,wie bei der derzeitigen
Forderung nach Aenderung bei den Meeresfruechteproduktion begnuegen.
Jock