Mazedonien ist ein kleines Land.Mazedonien ist ein armes Land.
Das was dort mit den Fluechtlingen geschah,kann als Fanal fuer die weitere
Entwicklung in der Migrationsproblematik angesehen werden.
1.500 Fluechtlinge liessen sich nicht bei der Ueberquerung der Landesgrenze
aufhalten,trotz Polizeieinsatz und Stacheldrahtverhau.
Die Weiterreise der Fluechtlinge wird via Serbien und Ungarn nach Oesterreich
und Deutschland gehen.
Der Grenzzaun den Ungarn errichtet hat (und noch errichtet),ist 175 Km lang,aber
wird er halten ?
Ein 4 m hoher "Maschendrahtzaun" ist kein wirkliches Hinderniss,um einen An-
sturm von ein paar tausend Fluechtlinge aufzuhalten,will man nicht militaerische
Mittel einsetzen.
Aber es kommen ja nicht nur ein paar Tausend.Es kommen Millionen.
Die EU-Aussengrenze wirksam abzusichern ? Wie geht das ? Binnengrenzen wieder
einfuehren und jedes Land schuetzt sich selber ?
Alleine wenn Deutschland seine Landesgrenzen technisch und personell,wirksam ab-
sichert,kostet das ein Vermoegen und verschandelt die Landschaft.Man stelle sich vor,
dass quer ueber die Zugspitze eine Mauer verlaeuft oder entlang des Inns.
Entschliesst man sich trotzdem dafuer,Deutschland mit einer 5 m hohen Mauer zu um-
geben,bedeutet das Hochkonjuktur fuer die Baubranche ueber Jahre.
Zyniker werden jetzt einwerfen,um das viele Geld,das so ein Vorhaben kostet,kann man
ja gleich im weniger wirtschaftlich entwickelten Osten Deutschland eine Grossstadt von
500 000 Bewohner bauen.Und zwar jedes Jahr eine neue.
Es zeigt sich immer mehr,dass mit der bestehenden Praxis (verwaltungstechnischer und
legistischer Art),das Problem nicht in den Griff zu kriegen ist.
Massenabschiebungen scheitern an formalen und faktischen Hindernissen.Ein Bleiberecht
fuer jeden Daherkommenden,fuehrt zur Verslumung von Staedten und erhoeht die Krimi-
nalitaetsrate und steigert den Fremdenhass.Eine Politik des Apartheid trennt dann nicht
nur Rasse sondern auch Religion,wenn dieses Mittel zu Besaenftigung der einheimischen
Bewohner eingesetzt werden muss.
Mit markigen Ausspruechen und weinerlichen Elegien ist wenig zu erreichen.Da muss
schon anders herangegangen werden.
Nur wie ? Das ist die grosse Frage.
Jock