
Liedtext[Bearbeiten]
Wiedergegeben wird die Fassung aus dem „schmalen, aber prächtigen Band“[1] Die Wacht am Rhein, das deutsche Volks- und Soldatenlied des Jahres 1870.[2] Sie weicht von den Autografen des Textdichters in mehreren Punkten ab, teilweise als Ergebnis von Texteingriffen der Komponisten. In der Erstveröffentlichung der Komposition von Carl Wilhelm 1854 finden sich mehrere Texteingriffe durch den Redakteur Wilhelm Greef, so strich er die Strophe 4 ganz und änderte einige Formulierungen. Die Greef’sche Fassung war ebenfalls weit verbreitet, sie war unter anderem Vorlage für den Text auf dem Niederwalddenkmal.
1.
Es braust ein Ruf wie Donnerhall,Wie Schwertgeklirr und Wogenprall:Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!Wer will des Stromes Hüter sein?
Refrain
Lieb’ Vaterland, magst ruhig sein,Fest steht und treu die Wacht am Rhein!
2.
Durch Hunderttausend zuckt es schnell,Und Aller Augen blitzen hell,Der deutsche Jüngling, fromm und stark, (Greef: Der Deutsche, bieder, fromm und stark,)Beschirmt die heil’ge Landesmark.Refrain
3.
Er blickt hinauf in Himmelsau’n,Wo Heldengeister niederschau’n, (Greef: Wo Heldenväter niederschau’n)Und schwört mit stolzer Kampfeslust:„Du Rhein bleibst deutsch[3] wie meine Brust.“Refrain
4. (fehlt bei Greef)
„Und ob mein Herz im Tode bricht,Wirst du doch drum ein Welscher nicht;Reich wie an Wasser deine FlutIst Deutschland ja an Heldenblut.“Refrain
5.
„Solang ein Tropfen Blut noch glüht,Noch eine Faust den Degen zieht,Und noch ein Arm die Büchse spannt,Betritt kein Feind hier deinen Strand.“Refrain
6.
Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,Die Fahnen flattern hoch im Wind:Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!Wir Alle wollen Hüter sein!Refrain
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wacht_am_Rhein