Wohl dem, der glaubt seine 'Kohle' sei in einem EU-Land sicher ...
Gefährliche Gedankenspiele: Von der Leyen will private Bankguthaben staatlich lenken
Von Thomas Kolbe
Die EU steht am Rande einer Staatsschuldenkrise. Gleichzeitig lähmen Klimapolitik, Überregulierung und Staatswirtschaft die Ökonomie. Ursula von der Leyen bietet eine Lösung an: die Aktivierung der Bankguthaben der EU-Bürger per Staatsdekret.
https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2026/08/imago865083823.jpgWie halten wir es in Europa künftig mit dem Privateigentum? Eine hochkomplexe Debatte schließt sich an diese Frage an, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag auf ihre ganz eigene Weise interpretiert hat.
In einer Rede vor Unternehmern des französischen Arbeitgeberverbands Medef in Paris schwadronierte die ehemalige Verteidigungsministerin davon, Bankguthaben der EU-Bürger zu verwenden, um der notleidenden Eurozone, der Eurowirtschaft, auf die Beine zu helfen.Eine unmissverständliche Botschaft: Privateigentum als Schutzmauer des Bürgers vor einem übergriffigen Staat hat nach Ansicht der Chef-Eurokratin als Zivilisationsfaktor ausgedient. Zentralplanung, Fördermittelirrsinn – das ist Brüssel unter dem Brennglas.
Sicherlich: Angesichts turmhoher Staatsschulden, der Kapitalflucht vom alten Kontinent, in deren Sog Tausende von Patenten und Zehntausende gut ausgebildeter Fachkräfte mitgerissen werden, weckt das Vermögen der Bürger politische Begehrlichkeiten. Eine gnadenlose Enteignung oder die dekretierte Umsteuerung von Bargeld, wie es im besten Bürokraten-Deutsch heißt, soll die Probleme lösen, die Brüssel mit seiner sturen Klimapolitik, seiner Überregulierung und dem anhaltenden Irrsinns-Interventionismus selbst verursacht hat.
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