@AS2000 zu #444
also mit Verlaub gesagt: dein ganzer Post ist pauschalisierender xxxxxxxxxx.
"... Banken verleihen Geld und wollen das nebst den dafür vereinbarten Zinsen wiederhaben."
Niemand wird dem widersprechen! Jeder, der etwas verleiht, möchte es mit vorab vereinbarter Vergütung zurück - ganz selbstverständlich.
Der Ausgangspunkt war/ist lediglich, daß ein Staat das Zahlungsmittel, das in seinem Land in Umlauf ist, auch selbst herausgeben und verwalten sollte. Nur so ist der Staat unabhängig handlungsfähig. Eigentlich ist auch das das Natürlichste von der Welt.
In der heutigen Praxis ist dies jedoch nicht so, denn die Zahlungsmittel werden von einem PRIVATEN BANKENKONSORTIUM an den Staat gegen Zinsen VERLIEHEN. Das ist und bleibt ein Unding!
Die Scheinbehauptung der Finanzmafia, daß der Staat nicht fachgerecht und verantwortungsvoll mit solch Geldmittel umgehen könne, ist blanker Unsinn. Dies "Argument" wird aber tatsächlich geäußert. Eigentlich nur lachhaft.
Zitat: "Wirtschaftskunde in der DDR war da subtiler. Banken und Kapitalisten nehmen den Menschen das sauer verdiente Geld weg. ..."
Also, du magst Experte in Kapitalistischer BWL sein, Experte in DDR-Wirtschaftskunde bist du höchstens durch angelesene Medienpropaganda, wie deine Äußerung beweist.
Niemand würde je solch Blödsinn behaupten, daß Banken und Kapitalisten den Menschen das sauer verdiente Geld wegnehmen.
Der Kapitalist zahlt dem Arbeitnehmer lediglich nicht genug für seine adäquate Arbeitsleistung - darin besteht die Ausbeutung. Gerade in heutiger Zeit ist das wieder extrem aktuell.
Nach den fetten Jahren des "Wirtschaftswunders" sind wir heute wieder bei den Zeiten des Steinzeitkapitalismus angekommen, wo ein normaler Arbeiter von seinem Lohn keine Familie mehr ernähren kann.
Die seligen Zeiten, wo von einem Durchschnittslohn nicht mehr als 40% für Miete draufgehen sollten, davon spricht heute auch niemand mehr.
Da bin ich schon beim nächsten Zitat: "Wer eine sozialistisch organisierte Wirtschaft will muss halt auch in Kauf nehmen dass viele Wohnungen nur bei Regen fließendes Wasser haben."
Das muß er keinesfalls in Kauf nehmen! Für einen Menschen im hoch entwickelten 20. - jetzt sogar 21. Jahrhundert sollte es ein menschliches Grundrecht sein, ein zeitgemäßes, ordentliches Dach über dem Kopf zu haben.
Das war der Gedanke hinter der Deckelung der Mieten in der jungen DDR 1949. Damit sollte der heute übliche Mietwucher und Spekulation mit Wohnraum ausgebremst werden.
Unstrittiger Fehler war, daß die Deckelung nicht zeitgemäß angepasst wurde. Deshalb war es später unmöglich, von den Mieteinnahmen Werterhaltung zu betreiben. Das war einer der Fehler, den die starrköpfigen Stalinisten an der DDR-Spitze begangen haben.
Der Grundgedanke war jedenfalls richtig !!!
Nachtrag: wenn ich das Wort "Mangelwirtschaft" höre, schwillt mir jedesmal der Kamm.
In dem Wort sulen sich die Medien ja förmlich, da in der früheren DDR ja tatsächlich Mangel an vielem herrschte.
Das ist aber nicht in erster Linie auf vermeindliche Mißwirtschaft zurück zuführen - vielmehr auf die Embargopolitik des kapitalistischen Westens, die einer friedlichen Koexistenz Hohn spricht.
Und noch eins: daß die biedere, über jeden moralischen Zweifel erhabene Finanzmafia in der Lage ist, Währungskurse zu manipulieren, das ist kein Geheimnis. Und genau das wurde seit 1949 konsequent mit sämtlichen Ostwährungen gemacht. Die wurden von vorn herein unterbewertet.
So war der Osten mit seiner fast völligen Rohstoffarmut gezwungen, die im Tausch von Eigenerzeugnissen zu absoluten Dumpingpreisen einzukaufen. Auf Dauer tödlich für jede Wirtschaft.
Das sind Argumente, die den heutigen Demagogen natürlich nicht ins Konzept passen, und deshalb eifrig unter den Teppich gekehrt werden.
Unterm Strich wird aber deutlich, das am Ende die Banken die Fäden in der Hand halten. Und in Amerika ist das nunmal die PRIVATE FED !!! - egal, welcher Religion diese feinen Herren nun frönen

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