25. Juli 2012 - 1 US-Dollar = 1,622 Deutsche Mark - Gold: 2.559,48 DM - Rohöl: 143,24 DM
1 Dollar 1913 = 76,33 heutige Dollar - 1 Goldmark 1913 = 15,08 Euro
Tja, es geht zu Ende. Das scheinbar so unerschütterliche AAA des Hauptzahlmeisters wird von der ersten großen Agentur angepickt. AAA- (Minus), also der negative Ausblick, den Moody's der merkeldeutschen Bonität verpaßt hat, drückt vor allem aus, daß man der Regierung zutraut, das Land noch weiter herabzuwirtschaften. Somit haben wir das amtlich, wofür die Dissidenten bislang ausgelacht worden sind: Merkeldeutschland ist nicht stark genug, um Großeuropa und die Gemeinschaftswährung zu finanzieren. Dann gehen zwar nicht die Lichter aus, aber Europa, so wie wir es kennen, wird es nicht mehr geben. Und das ist gut so!
Nur, leider, haben wir für diese neuen Zeiten noch das alte Personal an Bord. Der Euro war eine Idee Hitlers, die Genscher gedankenlos vertont hatte, worauf Mitterand beutestrahlend aufgejubelt hat, Deutschland in einem neuen Versailles auszubeuten. Die Herrschaften haben damals vor lauter Eurosymbolen in den Augen übersehen, daß Deutschland nicht mehr in den Grenzen von 1913 existiert und seit Jahrzehnten bereits von anderen Mächten ausgebeutet wird. Natürlich hat Genscher zudem nicht begriffen, daß die Hitlersche Planung vorsah, die Gemeinschaftswährung mit deutschen Regeln und deutschem Personal einzuführen. Er ist halt nicht mehr als ein Volldemokrat.
Die Preise sind wie vor 20 Jahren, erklären uns die Propagandamedien. Wobei die nicht in Mark und Euro rechnen, sondern in Arbeitszeit. Und damit wird daraus wieder ein Fall für die Statistik-Analyse. Die Preise und die Löhne seien um 45% gestiegen, besagt die Meldung, was rechnerisch sehr gut mit der offiziellen Inflationsrate von 2% übereinstimmt, denn eine Berechnung ergibt 48,6%. Was in dieser Statistik nicht enthalten ist: die sogenannten Führungskräfte werden heute deutlich besser bezahlt als früher, vom 20fachen des normalen Arbeiters zum 50fachen. Wenn nun die oberen 10% ihr Einkommen überdurchschnittlich gesteigert haben, müssen die übrigen 90% unterdurchschnittlich zugelegt haben. Schätzen wir großzügig ab, sind die ersten 10% aufgestiegen, die folgenden 15% haben ihre Kaufkraft erhalten und die verbleibenden 75% haben reale Einkommensverluste hinnehmen müssen. Und damit klingt diese tolle Meldung nicht mehr so gut. Ach so, ja - damals, im Wirtschaftswunder, bevor die Türken angefangen haben, unser Land aufzubauen, waren Reallohn-Zuwächse von 7% bis 10% pro Jahr üblich. Und bevor nach der Wiedervereinigung noch mehr Ausländer ins Land gelassen wurden, gab es immer noch Reallohn-Zuwächse. Erst seitdem das Land verkohlt, geschrödert und ausgemerkelt wurde, gehen die Einkommen der Mehrheit zurück. Statistik zu fälschen ist relativ leicht, doch dies so gekonnt zu tun, daß es nicht auf den ersten Blick auffällt, erfordert keine Systemhuren, sondern fähige Rechner.
Griechenland steht vor dem nächsten Schuldenschnitt? Na großartig, wer beim ersten Haircut noch nicht genügend rasiert wurde, verliert beim zweiten Anlauf noch mehr Geld. Mein Rating BH (Black Hole) für Griechenland ist nach wie vor richtig. Das Land ist ein Faß ohne Boden, und die Politiker haben nicht nur keine Ideen, sie sind obendrein unfähig, diese umzusetzen. Für alle, die jetzt noch mehr Geld verlieren: Wie einst schon Herr Rothschild sagte, ist Ihr Geld nicht weg, es gehört nur einem Anderen. Wobei, die Griechen haben sich angestrengt, sie haben trotz der Depression im Land ihren Staatshaushalt gekürzt. Allerdings, wer von Brüning lernt, bekommt anschließend einen Hitler - auch wenn der diesmal Tsipras heißen sollte. Mal sehen, ob diese Prognose ebenfalls eintrifft.
http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html