@Dissident Als Treppenwitz des Jahrhunderts könnte man bezeichnen, wenn du Gadhafi als Freund des Westens hinzustellen versuchst.
Als
Freund habe ich ihn nie bezeichnet, in solch naiven Kategorien denken vielleicht Verschwörungspfosten, ich nicht.
Fakt ist aber, dass der Konflikt bereits ausgebrochen war, als der Westen sich engagierte.
Sich engagierte im Versuch sich Einfluss zu sichern, was ja sinnvoll und logisch ist.
... lange strategisch geplant und jetzt angeheizt.
Ja, im strategischen Verständnis der Verschwörungspfosten. Wie sich klein Fritzchen eben die Weltpolitik vorstellt.
Unterschiedliche Volks- oder Religionsgruppen gegeneinander aufzuwiegeln ist ein relativ einfaches Fingerspiel für Geheimdienste. Das Land wird innenpolitisch destabilisiert und irgendwann greift der grosse Bruder dann ganz offiziell - hilfreich und ganz uneigennützig - ein, um "Ordnung zu schaffen". Dieses Spiel hat schon einen langen Bart und wurde auch in Lateinamerika immer wieder ausprobiert.
Ja, dann sollte der BRD vielleicht mal die Schweiz innenpolitisch destabilisieren und dort unterschiedliche Volks- und Religionsgruppen gegeneinander aufwiegeln. So könnte man doch das Steuerproblem ganz einfach lösen.
"Klein Fritzchens Vorstellung von der Weltpolitik" ist gar nicht so falsch, man muss sie nur mit gebührendem Abstand betrachten.
Und vor allem darf man keine Ahnung haben und sollte von schlichtem Gemüt sein, die besten Vorraussetzungen dafür ein Verschwörungspfosten zu werden.
Wie denn, was denn? Der Irak war doch ein voller Erfolg!
Der Irak- und der Afghanistankrieg schwächten die Position der USA erheblich. Allein schon dadurch, dass die Position des Iran erheblich gestärkt wurde.
Durch den Nebel einer USA/Israel-Psychose lässt sich das natürlich nicht erkennen.
Und fast überhaupt nicht im Blickfeld: grosse Teile der ältesten menschlichen Aufzeichnungen nebst anderen Kulturgegenständen aus Bagdads Nationalmuseum vernichtet bzw. verschwunden.
Und wer hat sie mitgenommen?
Das ist doch gequirlter Bull . GG, der gerade in einem Gedicht ein paar allseits bekannte Tatsachen erwähnt, wird durch ein Aufheulen gleichgeschalteter Medien in aufgesetzter israelfreundlicher Empöhrung geradezu zerfetzt.
Aber nur in der selektiven Wahrnehmung der Verschwörungspfosten. Denn egal welche Zeitung ich aufschlage oder in welche Talkshow ich reinzappe, lese und höre ich überall viel Zustimmung für Grass.
Wenn man natürlich nichts liest und sich mit nichts befasst, außer mit Verschwörungsstuss, dann bekommt man davon nichts mit.
Wenn er denn wirklich den US-Grössenwahn offengelegt hat, und das in - Zitat "allen Medien" breitgetreten HÄTTE, dann wäre ja nicht nur für die - von dir so liebevoll als "Verschwörungspfosten" bezeichneten - alles klar.
Also ich hab noch gar nie gelesen oder gehört, dass in irgendeinem Medium in der BRD bestritten worden wäre, dass die USA die Weltmacht anstreben bzw. innehaben oder innehatten.
"Eine Lüge ist schon dreimal um die Welt gelaufen, ehe sich die Wahrheit die Schuhe anzieht" (Mark Twain) d.h.: eine Lüge wird gebetmühlenartig wiederholt, bis sie allgemein als wahr angenommen wird.
Das sind die klassischen demagogischen Stilmittel einer Elite, die die Medien voll im Griff hat.
Und die Verschwörungspfosten schmoren so lange im eigenen Saft und versichern sich so lange gegenseitig ihre Cleverness, bis der letzte Rest Verstand, der vielleicht einmal vorhanden war, auch noch im Eimer ist. (Zitat Ferdinand)
Wenn ich Chef der Propaganda-Abteilung wäre,...
Angesichts dessen, was ich hier von Dir lese, gehe ich davon aus, dass Du niemals Chef werden wirst, keine Sorge.
Wenn ich aus dem herrschenden Finanzsystem meine Nutzen ziehen würde - möglich, dass ich es dann auch zu verteidigen suchte.
Angesichts dessen, was ich hier von Dir lese, gehe ich davon aus, dass Du niemals einen Nutzen aus dem herrschenden Finanzsystem ziehen wirst, keine Sorge.
Aber Anregungen zum Selberdenken, das schon - aber auch nur bei Leuten, die dazu bereit sind und sich nicht von vornherein dagegen verschliessen.
Ich muss gestehen, wenn mich ein Albaner auf der Straße zum Hütchenspiel einlädt oder mir ein Zeuge Jehova den Wachturm andrehen will, bin ich stets ein wenig voreingenommen.
Es geht eben nichts über gewachsene und gesunde Vorurteile.

Viele Grüße
Ferdinand