Ich habe die letzten Jahre immer fleißig Meilen bei Emirates gesammelt. Nicht, weil ich darauf aus war, und nur deshalb mit dieser Fluggesellschaft flog. Aber Emirates bietet für mich die beste Verbindung von Hamburg nach Bangkok, und da nehme ich die Meilen immer gerne mit.
Nach drei Jahre verfallen diese Meilen, wenn man sich nicht für eine wie auch immer geartete Einlösung entscheidet. Für diese Einlösung hat man dann nochmal bis zum Ende des Kalenderjahres Zeit. Was sollte ich also mit meinen Meilen machen? Vor Jahren bekam ich mal einen Flug nach Bangkok und zurück hin. Dieses Mal reichte es dafür nicht. Damals hatte ich einen Thailandtörn mehr auf dem Konto, zudem kosteten die Flüge weniger Meilen!
Es reichte nur für einen Flug nach Dubai. Warum nicht mal ein paar Tage Dubai? Ich wollte mir schon immer mal ein arabisches Land ansehen. Wenn auch Dubai wahrscheinlich kein wirklich typisch arabisches Land ist. Aber gut etwas zu entdecken wird es dort sicher geben! Ich buchte einen Flug nach Dubai, Kosten gut 50 Euro Steuern.
Samstag, der 18. Oktober 2013. Um 12:00 Uhr schultere ich meinen recht leichten großen Rucksack. Eine knappe Woche unterwegs oder vier Wochen auf Tour, das ist schon ein Unterschied! Ich habe leichte Bedenken, ob all mein Gut heile am Zielort ankommen wird. Ich habe gar nicht genug Klamotten eingepackt, um alles fest und somit sicher zu verstauen.
Mit S- und U-Bahn fahre ich nach Fuhlsbüttel Nord, dann geht es auf die Brücke über den Flughafenzubringer. Wie immer lege ich hier eine kurze Rast ein, und gönne mir ein Döschen Bier.

In mir kommen Zweifel auf! Was mache ich hier? Flug nach Dubai, was für eine Schnapsidee! Wenn ich fliege, dann will ich nach Bangkok. In Dubai kann man umsteigen, aber doch nicht aussteigen!!! Echte Vorfreude sieht anders aus.

Weiter geht es zum Flughafen. Ich checke ein, rauche noch 2-3 Zigaretten in der Raucherkabine im Transitbereich, und dann geht es in den Flieger.

Mit 40 Minuten Verspätung, um 16:05 Uhr, hebt mein Flieger ab. Echt toll, war der Abflug hier jemals pünktlich? Bei einem Flug nach Bangkok ist das egal. Eine Verspätung verkürzt nur die Umsteigezeit in Dubai. Aber dieses Mal verspäten die 40 Minuten meine Ankunftszeit, und die ist spät genug!


Das Essen wird serviert. Normal nur eine schöne Ablenkung. Heute kann man es aber ganz gut essen. Aber zwo Bockwürste wären mir trotzdem lieber! Und der Anblick ist wie immer mehr als gewöhnungsbedürftig.

Nach Sonnenuntergang beobachte ich wieder die Lichter der Städte und Dörfer im Irak. Dieses Mal ist sogar Bagdad dabei. Ich muss an die gebeutelten Menschen dort denken...


Nach nur 5 1/2 Stunden Flugzeit setzt mein Flieger zum Landeanflug an.


Die Formalitäten sind recht schnell erledigt, und ich kann meinen Rucksack am Gepäckband abholen. Anschließend geht es weiter zum Duty Free. Dubai ist einer der wenigen Flughäfen, die solch ein Teil auch an der Gepäckaufnahme haben. Es ist erlaubt, maximal 48 kleine Döschen Bier mit in das Land einzuführen. In der Stadt selbst kann man keine erwerben. Dort haben nur einige Lokale oder Clubs eine entsprechende Ausschanklizenz.

Der Duty Free ist mit Alkoholika gut bestückt. Ich besorge mir 3 große Pakete a 12 Döschen, zudem eine Stange Kippen. Da ich gut Luft in meinen Rucksäcken habe, kann ich 2 Pakete gut verstauen. Das andere Paket verbleibt in der Tüte, ich wickele eine Jacke drum herum. Offen mit Bierchen rumlaufen ist streng verboten im Lande!
Ein Taxi bringt mich in 30 Minuten zu meiner Unterkunft, dem Rush Inn Hotel. Es gehört mit seinen 50 Euro die Nacht zu den absoluten Budget-Unterkünften von Dubai. Im Internet habe ich zum Teil vernichtende Kritiken über das Haus gelesen. Mir ist das egal. Hauptsache sauber, ich will dort nur schlafen. Und das Hotel entspricht auch meinen Erwartungen und Vorstellungen. Nur dass es im Rotlichtviertel liegen soll, wo zig Mädels am Straßenrand auf Kundschaft warten, wie jemand geschrieben hat, kann ich nicht bestätigen. Alles sauber!
Unter den leise zu hörenden Bässen des Africa-Clubs des Hauses richte ich mich in meinem Zimmer ein. Auch das oft ein Kritikpunkt: Drei Nachtclubs, die Krach machen bis 03:00 Uhr morgens. Aber hier im 5. Stock ist alles im grünen Bereich.



- Fortsetzung folgt -