Das fordert die Linkenpolitikerin Dağdelen : »Bundesaußenminister Heiko Maas muss den bizarren Thai-König zur unerwünschten Person erklären, will er verhindern, dass dieser weiterhin seine Schreckensherrschaft von Deutschland ausübt, sei es nun als Privatmann oder Diplomat.«
Ziemlich übertrieben, diese Forderung und auch die Verwendung des Begriffes "Schreckensherrschaft". Wenn in Thailand eine Mehrheit das so empfinden würde, hätte sich das Volk trotz §112 und Hofberichterstattungs-TV schon erheblich wirkungsvoller dagegen gewehrt. Zur Zeit wird selbst von der Studentenbewegung kein Ende der angeblichen Schreckensherrschaft gefordert, sondern es geht bisher nur um Reformen. Es ist natürlich verständlich, dass sich oppositionelle Thais im Ausland Verbündete suchen. Mit der Linkenpolitikerin Dağdelen hat das ja schon mal funktioniert.
Deutschland wird aber trotzdem nicht so dumm sein, sich in die inner-thailändischen politischen Angelegenheiten einzumischen, indem speziell eine der dort agierenden politischen Gruppen unterstützt wird. Einen amtierenden Herrscher, der sich vorzugsweise in Deutschland aufhält und dort sein mitgebrachtes Geld ausgibt, ohne ausreichend überprüfbare und "gerichtsfeste" Begründung zur unerwünschten Person zu erklären, kann eigentlich auch nur von einer linken "Revoluzzerin" gefordert werden.
Wenn die Linkenpolitikerin Dağdelen außer ihren zur Unterstützung der thailändischen Protestierer in Deutschland erhobenen populistischen Forderungen auch tatsächlich nachprüfbares Beweismaterial zur Verfügung hätte, stünde doch der Erhebung einer Anklage beim Internationalen Gerichtshof in den Haag zwecks Verurteilung des angeblichen "Schreckensherrschers" und schnellstmöglicher Beendigung der "Schreckensherrschaft" überhaupt nichts im Wege.
Allerdings müsste sie dann damit rechnen, dass ihre Anklage von mehr als ausreichend vorhandenen, mit gelben Hemden ausgerüsteten Verteidigern des "Schreckensherrschers" als bösartiger Angriff einer extrem linken deutschen Politiker-"Schreckschraube" mit türkisch-kurdischem Migrationshintergrund vehement zurückgewiesen würde.
