Zum jetzigen König, seine Majestät Maha Vajiralongkorn möchte ich einige Anmerkungen und Anregungen zum Nachdenken geben.
Ich stimme dem Bericht und seinen Bemerkungen unseres Moderators Kern vom 15 April zu 100 % zu.
Vorweg, ich bin kein Anhänger od. Verfechter vom jetzigen König, seinen Handlungen und Aktionen die ja in letzter Zeit, gerade auch von ausländischen Presseagenturen etc. ihm vorgeworfen werden, vielleicht zu recht sogar, aus unserer westlichen, anderen Sichtungsweise.
Aber ich lebe in seinem Land, und muß die Traditionen, die Mentalität und Verhaltensweisen respektieren, ob mir das nun gefällt oder nicht.
Sein Vater, seine Majestät König Bumiphol, war für sein Land eine außergewöhnliche, es wurde ja schon mal in diesem Thread erwähnt, fast gottgleiche Person für sein Land.
Ich finde zurecht, denn er hat sich für sein Land extrem eingesetzt, vieles erneuert, Projekte aufgebaut und immer ruhig und besonnen den Anschein gewahrt, im Rahmen seiner Möglichkeiten, hinsichtlich den Traditionen, der Religion und seines Amtes betrachtet.
Er war bei den üblichen anstehenden traditionellen Feierlichkeiten meist zugegen und suchte auch den Dialog sehr oft mit den einfachen Menschen dieses Landes.
Sein Sohn, seine jetzige Majestät König Maha Vajiralongkorn, hat es dagegen natürlich extrem schwer, sich mit seinem Vater messen zu lassen.
Gerade die letzten 20 bis 30 Jahre hat sich durch die Globalisierung weltweit viel getan.
Für den jetzigen König ist es natürlich eine zwiespältige Situation.
Auf der einen Seite die Traditionen seines Landes zu huldigen, aufrecht zu erhalten und weiter führen, wie es sein geschätzter Vater jahrzehntelang ihm vorgelebt hat.
Auf der anderen Seite, hat er durch Schulen in Europa, ( Schweiz, Deutschland ) und seine Zeit und Ausbildung als Kampfpilot in Amerika, ein kpl. ganz anderes Weltbild erhalten. als das, das er als Kind zu Hause in seinem Land des Lächelns kannte, und das ihm ja täglich vorgelebt wurde von seinem Vater.
Wer möchte nicht auf das " andere süße, schöne, freies Leben, ein ganz anders Leben " ungezwungenes, mit anderen Werten, Weltanschauungen, Freiheiten der Presse, Meinungsäußerungen, so frage ich, verzichten.
Hier stellte er bestimmt auch fest, daß die Kritik und Verulkung von Präsidenten, Königen und Regenten anderer Lander, etwas ganz alltägliches ist, und nicht unter Strafe gestellt wird wie daheim.
Kein gezwungenes Vorhandensein bei den fast wöchentlichen Zeremonien, ( die bestimmt auch ihn genervt haben dürften ), er als ganz einfacher normaler Mensch, sein Leben führen darf, wie es jeder eigentlich gerne möchte.
Sich ständig mit seinem Vater vergleichen zu müssen, keine Sekunde seines Auftretens, wo auch immer, er alleine ist, kritisch beäugt zu werden, von seinen eigenen Thais, wie auch von der weltweiten Presse, die doch nur auf einen " Ausrutscher " von ihm warten.
Ich glaube, daß er sich seine Gedanken auch darüber gemacht hat.
Fazit.
Er hat es sicherlich nicht leicht, in die gleichen Fußstapfen seines Vaters zu treten, mit dem Wissen, das er sich in seinen Auslandsaufenthalten angeeignet und erlebt hat.
Vielleicht sollte man ihm zu Gute halten, ....auch er ist nur ein Mensch ....., der er vielleicht gerne sein möchte.
Kritisieren und mögliches Fehlverhalten sieht vielleicht der Ein od. Andere jetzt etwas von einer anderen Seite, und wie heißt es so schön, " wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen ".
es grüßt Euch ...... Sumi