Lieber Bruno,
Ich weiss natürlich, was Du aussagen willst, es geht doch aber auch weniger drastisch oder - wenns denn schon sein soll - per pn.
Zum Thema Früherkennung:
Lieber Charly,
wenn man immer schon alles in Voraus wüsste, bräuchte man tatsächlig keine Früherkennung.
In der täglichen medizinischen Realität finden wir aber mittels der Früherkkennungs- oder Vorsorgeuntersuchungen immer wieder Erkrankungen, die sich rechtzeitig erkannt und behandelt heilen oder massgeblich lindern lassen.
Natürlich ist bei diesen Untersuchungen ( Gott sei Dank!) nicht jeder Schuss ein Treffer. Diese "trefferlosen" Untersuchungen - das Ergebnis wird merkwürdigerweise als "negativ" bezeichnet - waren natürlich nicht umsonst, aber eben auch nicht vergebens.
Natürlich kann man jede Untersuchung, die keinen pathologischen Befund erbringt, als schiere Geldmacherei oder Panikmache bezeichnen, zu einer derartigen Denkweise gehört aber dann schon ein höchstes Mass an ausgemachter Beschränktheit.
In meinem aktuellen Bekanntenkreis findet sich aktuell (noch) eine Frau Anfang vierzig mit Brustkrebs im Stadium 3b, die zuvor auch jede Vorsorgeuntersuchung als unnötige Geld acherei abgelehnt hatte. Sie wird höchstwahrscheinlich ihre Meinung in Kürze lange vor der Zeit mit ihrem Leben bezahlen. Mitbezahlen werden ihre Kinder, die ja eigentlich nichts für die merkwürdige Ansicht ihrer Mutter konnten.
In den Medien wird gern irgend etwas kritisiert, wenn der Tag nur lang genug ist.
Dabei habe ich häufig den Eindruck, dass die Autoren weit mehr Mut als Fachwissen haben, vieles wird wohl auch aus reiner Effekthascherei abgesondert. Um mögliche Folgen ihrer Vorgehensweise machen sich die Autoren dabei keine Gedanken, sie können ja am Ende auch nicht in persönliche Haftung genommen werden...
Zugegebenerweise hat die Hetze gegen die pösen und raffgierigen Ärzte in letzter Zeit abgenommen.
Ärzte sind mittlerweile vielerorts derartig rar geworden, dass ihr Wert wieder angestiegen ist. So könne sich die Zeiten ändern.
Wolfram