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Autor Thema: Meine Kühe in Sakon Nakhon  (Gelesen 97399 mal)

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Helli

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Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #90 am: 13. Mai 2017, 19:54:15 »

@Lung Tom,
das hängt damit zusammen, dass es im Isan meistens nicht genug Wasser hat für eine gute Reisernte. Dann wird eben das Reisfeld so um die 20 bis 30 cm ausgebaggert um einerseits an besseres Erdreich zu gelangen, und andererseits in der Annahme, dass dadurch in der Regenzeit das Wasser länger auf den Feldern steht, weil es in die tieferen Felder fliesst.

Ein Teufelskreis, denn der Nachbar wird im nächsten Jahr seine Felder auch ausbaggern in der gleichen Annahme.
Dabei wäre die Lösung eben verbessern der Böden und eine nachhaltigere Lösung bei der Bewässerung.
"Meine" Familie sind Großbauern (zusammen so um die 500 Rai) und ich selbst kann also nur aus meiner Position des Beobachters (und ab und zu des Helfers) berichten. Reis wird bei uns nur noch für den Eigenbedarf nass angebaut, alles andere ist Zuckerrohr. Ich habe in all den Jahren noch nicht gesehen, dass ein Reisfeld "tiefer gelegt" wurde. Liegt bei uns vielleicht am besseren (?) Boden. Ausgebaggert (und die Erde verkauft) wird allerdings hier auch, aber nur für Wasserreservoire (die sich in der Regenzeit füllen). Damit wird nach Bedarf das Reisfeld nass gehalten (Wasser drauf gepumpt). Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses Reisfeld einen genügenden Lehmanteil hat damit der Boden dicht genug ist, um das Wasser zu halten. Ein tiefergehender Pflug, würde das vielleicht verhindern oder die Verdichtung wieder aufbröseln.
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Ein Moselaner regt sich nicht über Dinge auf, die er nicht ändern kann.

Burianer

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #91 am: 13. Mai 2017, 19:58:25 »

Das ausbaggern von Reisfeldern  machen nur bekloppte Thais, die spaeter , wenn sie das Land verkaufen, es teuer wieder herstellen muessen, damit auf dem Acker  mal gebaut werden kann.
Hier kamen auch mal solche Trucks und Baggerfirmen an, ob sie denn nicht das Erdreich  ausbaggern koennten  {+  Fuer nen Appel  und nen EI  :]   denen hab ich kurz  --C den da gezeigt.

Nein, wir haben, als einer dieser Bekoppten ganz in unserer Naehe seine Reisfelder abtragen lies sofort zugelangt und zusaetzlich   250 Trucks bestellt  um  unser Land wieder aufzuruesten  ( fuer 250 Baht pro Ladung und Begradigung ) . Ganze 4 Rai  wieder in Ordnung  {* leider fehlt auf den restlich 10 Rai  hintern Haus noch immer  mehr als 2000 Truks Erde.  Pro Truck 400 bis 500 Baht ( teilweise noch mehr ) , das ist  bald nichtmehr bezahlbar, wenn man das Land nicht fuer horrende Preise verkaufen will.
Wurde leider vom Vorbesitzer unserer Landschaften wie ueblich , dummerweise auch abgetragen  {[ Thaidenke muss man verstehen.
Jetzt holt man das Land teuer wieder zurueck.
Naja, ist ja nur Thailand  :]   nicht Myland  :-)
Ist zwar OT, doch unseren Kuehen macht das Land auch Spass, die grasen gemuetlich und werfen jedes Jahr Kaelber ab.
Es lohnt sich  }}
« Letzte Änderung: 13. Mai 2017, 20:06:24 von Burianer »
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xsarre

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #92 am: 14. Mai 2017, 00:35:51 »

Die verkaufen ihre Erde nicht weil sie dumm sind, sondern weil die immer nach einer gewissen Zeit, klamm sind. Was ja auch ihrem intelligenten Geschäft s gebaren Rechnung trägt {* {* {*
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #93 am: 24. Mai 2017, 09:57:33 »

Ich wollte es einmal etwas ruhiger angehen und es gibt ja auch nicht täglich etwas berichtenswertes.

Heute nun war Muskeltraining angesagt. Der Miststock musste wieder einmal umgeschichtet werden. Eine ganze Stunde war nötig um das zu machen. Gewichtsverlust meinerseits etwa zwei Kilogramm  ;].

Im Moment regnet es praktisch jeden Tag, meistens nur kurz, ab und zu aber auch schon mal ein paar Stunden. So sind meine Regentanks immer gefüllt. Und die Bauern säen ihren Reis wie die Wilden, für meinen Geschmack noch etwas zu früh, aber was solls.

Die Kühe können noch oft auf die Weide, da wir noch nicht alle Felder gepflügt haben.Das ist alle Mal besser als den ganzen Tag in der Freilaufhalle. 

Dann musste ich noch einen Strommast neu setzen. Der war noch aus der Zeit bevor ich da ankam. Kleines Loch in die Erde und Holzpfosten rein, fertig. Ich habe das nun anders gemacht. Loch ausgehoben, einen 50 cm Betonring eingesetzt und dann den Strommast einbetoniert. Hält sicher bis ich nicht mehr da bin.

Dann war noch die 90 Tagetour fällig. Als solches keine Meldung wert, das läuft hier immer Problem- und Papierlos ab. Doch diesmal fiel mir ein "Farang" auf, der seine Extension machte. Angezogen wie der letzte Clochard, schmutziges Trägerleibchen, kurze Hosen, Latschen und sehr ungepflegtes Aussehen.

Da dachte ich mir, ist es zuviel verlangt, als Gast in diesem Land anständig angezogen zu einem Amt zu gehen? Wir würden doch auch die Nase rümpfen, wenn bei uns in Europa der Gast so auf ein Amt gehen würde. Ich sah nur die Blicke der Thais und musste sagen, das verstand ich.

         
          Der Strommast neu gesetzt.

         
          Stall ausgemistet.

         
          Miststock neu umgeschichtet. Die Verrottung geht zügig voran.

         

         
          Geniessen die Tage auf der Weide.

 
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #94 am: 25. Mai 2017, 17:08:42 »

Heute hat es so richtig geregnet was das Zeug hält.
Es begann um 06:00 Uhr und dann während drei Stunden hat es geschüttet wie aus Kübeln.

Danach waren alle Felder im Dorf mit Wasser überflutet. Ab Mittag wieder Sonne und das ergab dann schöne Bilder.

         
          Morgens um neun Uhr.

         
          Abends um 17:00 Uhr.

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dolaeh

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #95 am: 25. Mai 2017, 18:03:10 »

Bei uns hier auch aber so schoen wie bei dir sieht es hier nicht aus  :-\
Matsch auf den Strassen, Pfuetzen keine Reisfelder nur Manjokfelder.
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Wenn du dich gesund ernaehrst, ausreichend schlaefst, genug trinkst und Sport treibst, stirbst du trotzdem.

Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #96 am: 05. Juni 2017, 19:18:25 »


Im Moment ist es bei den Kühe ruhig. Nur Messi, die gedeckt wurde, hat nicht aufgenommen. Ich warte noch eine Phase ab und dann wird sie nochmals besamt.

Beim Stall ist nun die Regenrinne montiert. Ich muss nur noch die Wassertanks installieren und dann die Zuläufe machen. Und wenn die Tanks voll sind, muss das Regenwasser in den Weiher abgeleitet werden. Da ist noch etwas Arbeit, die auf mich wartet. Bilder folgen, wenn alles soweit montiert ist.

Nun macht mir mein Schlosser noch eine Boxe, in die wir die Kühe bringen können, wenn sie entweder besamt werden sollen oder sonst nahe an ihnen gearbeitet werden muss, was nicht alle ohne weiters machen lassen.

In der Zwischenzeit haben wir uns noch etwas zugelegt, dass es hier im Dorf noch nicht gab. Eine Sämaschine für Reis. Hier gibt es ja die verschiedensten Möglichkeiten, Reis auszusäen. Von Hand, mit an Traktoren gehängten Geräten, mit tragbaren, Motor betriebenen Geräten und eben dieses Modell, dass wir uns zugelegt haben.

Mit dem Traktor geht das zwar schnell und relativ genau, verdichtet jedoch die Erde. Von Hand und mit den tragbaren Geräten ist es abhängig vom Arbeiter, der es macht. Ich hab Felder gesehen, die waren sehr schön gleichmässig gesät und andere, da musste nachgesät werden. Nun sind wir gespannt, was die neue handbetriebene Maschine kann. Von der Idee her jedenfalls super, und im Trockenversuch sah das Saatbild gut aus und der Verbrauch an Saatgut ist wesentlich besser zu kalkulieren.

         
          Die tragbaren Geräte, wie man sie bei uns am meisten sieht.

         
          Die neue Maschine, einfach und doch effizient.

         
          In diese Kapseln wird das Saatgut gefüllt, und fällt dann beim ziehen aus den Löchern in regelmässigen Abständen.

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Burianer

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #97 am: 05. Juni 2017, 20:02:03 »

Na dann, viel Glueck beim Saeen.
Wir machen das per Hand, so wie ich es schon frueher bei meinem Opa gesehen habe, bevor es die Saemaschienen gab.
War letztes Jahr auch so und gute Ernte. Leider stimmt der Preis fuer Reis nichtmehr. Es lohnt sich nicht.
Das Ding sieht gut aus. Ob es in der Praxis taugt muss man in feststellen.
Wie bei allem, man muss Erfahrung sammeln und diese dann  verkaufen  }}
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #98 am: 14. Juni 2017, 18:36:45 »


Anfangs dieser Woche haben wir für unsere kleine Rinderfarm das Zertifikat der Genossenschaft bekommen.

         

Und immer wieder einmal rufen die Leute von der BAAC an und fragen, ob sie mit ein paar interessierten Leuten vorbeikommen
dürfen um den Stall anzusehen. Dann kommt jeweils ein Kleinbus mit Gästen, die unseren Stall und die dazugehörenden Einrichtungen
wie den Heustadel, die Kompostieranlage, die Häckselanlage und die Grasflächen anschauen und fotografieren.

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Lung Tom

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #99 am: 14. Juni 2017, 18:41:38 »

Hallo @Pinkas,

na dann weißt Du hoffentlich, welche Lottonummer Du spielen solltest !!

Hast ja noch heute und morgen Zeit.....

Klappt bestimmt, ich drück die Daumen,

beste Grüße
Lung Tom

PS: Muß man drei Mal hinternander versuchen, wenns nicht auf Anhieb klappt  ;)
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #100 am: 20. Juni 2017, 18:42:57 »


Heute hatten wir wieder Besuch von der BAAC (Bank für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Genossenschaften) mit Vertretern aus Bangkok.
Die Filiale Sakon Nakhon ist richtig begeistert von unserer kleinen Farm und hat die Leute von der Zentrale eingeladen. Man möchte in Zukunft öfters Führungen machen, um andere Bauern zum überzeugen, dass man Rinder auch etwas anders halten kann.

Mir soll es recht sein, es wäre doch schön, wenn sich der eine oder andere Bauer bei der Viehhaltung etwas anders orientieren würde.

         

         

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Burianer

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #101 am: 20. Juni 2017, 18:47:13 »

 }}  Das sieht sehr ordentlich aus.  Landwirtschaft , hast Du das gelernt  oder erst hier damit angefangen ?
Meinen Respekt  hast Du schon mal.
Bin ja auch als kleiner Junge auf dem Landhof meines Opas aufgewachsen.
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #102 am: 21. Juni 2017, 10:17:19 »

@burianer

nein, Landwirtschaft habe ich nicht gelernt. Von Beruf bin ich Gärtner und Tierpfleger. Ich habe aber als Kind sehr gerne auf einem Bauernhof in der Nähe unseres Elternhauses ausgeholfen. Deshalb die Liebe zu Kühen. Den Umgang mit Tieren habe ich dann später in einem Zoo richtig erlernt und zwar von den kleinsten bis zu den grössten Tieren, den Elefanten, und zwar sowohl indische als auch afrikanische Elefanten.

Gruss Pinkas
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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #103 am: 21. Juni 2017, 10:27:22 »

Neben Kühen beschäftige ich mich gerne mit Bananen. Wir pflanzen sehr viele Bananenstauden auf unseren Grundstücken.

         
          Eine unserer unzähligen Bananenstauden

Ich werde in der nächsten Zeit einige Banane vorstellen, die man nicht überall antreffen kann. Mehr darüber demnächst.

Und diese Früchte konnten wir dieses Jahr sehr viele ernten. Ich kenne den Namen jedoch nicht. Man schält sie und legt sie dann ein in Zuckerwasser, schmecken toll.

         

         
         geschält und eingelegt.

Und natürlich wird auf den Feldern unserer Grundstücke Reis gepflanzt was das Zeug hält. Säen ist im Moment nicht möglich, da die Felder unter Wasser stehen. Unsere gesäten Felder mussten immer wieder abgepumpt werden, damit der Reis keimen konnte und nicht ersäuft.

         


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Lung Tom

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #104 am: 21. Juni 2017, 18:35:50 »

Hallo @Pinkas,

auf Deine Bananen-"Reportage" freue ich mich schon. Vielleicht entdecke ich meine Sorte wieder. Hatte mir vor etwa fünf Jahren mal auf einem Pflanzenmarkt eine schöne Sorte rausgesucht, die war nicht nur süss, sondern hatte einen sauren Beigeschmack, dadurch irgendwie erfrischend.
An dem Stand hatten die damals über fünfzig Sorten zur Auswahl, mit Bildern und Früchten, die konnte man also erst mal probieren und sich eine gute Sorte raussuchen.
Die Banane hat sich auch sehr wohlgefühlt, und auch schöne Früchte geliefert. Irgendwann hatten wir dann mal Bauarbeiter auf dem Grundstück, die nach getaner Arbeit ihre Beton/Zementabfälle an der Pflanze entsorgt haben  {[, danach wars mit Bananen erledigt   :'(

Beste Grüße
Lung Tom
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