Spannendes Thema.
Das Geld soll nicht weniger werden, darf aber mehr werden,
Das wird schwierig. Meiner Meinung nach sollte der Fokus momentan eher darauf liegen, nicht allzu viel zu verlieren. Selbst die sicheren Häfen sind z. Zt. mit nicht unerheblichen Risiken verbunden. Aber ich unverbesserlicher Miesepeter lasse mich da gerne eines Besseren belehren.
Mal ganz grob meine Einschätzung nach Regionen:
EU:
Die Probleme sind bekannt. Die überfällige Zinserhöhung (wenn sie denn je kommt) wird der halben südlichen Peripherie (GR, IT, SP, PT) das Genick brechen. Die dortige Produktivität ist unterirdisch und statt der erhofften Reformen oder der früher beliebten Abwertung wird nur noch mehr Geld in den Süden gepumpt. Das werden wir früher oder später schmerzhaft spüren, denn kein Rettungsfonds der Welt kann z. B. IT sanieren und das einzige Land mit nennenswerter Industrie demontiert sich gerade selber. Das wird hässlich. Ich selbst würde viel oder alles Kapital aus der Eurozone abziehen, wenn der Wechselkurs günstig steht.
USATrumps Politik wird zwar kurzfristig zu Jobs führen, langfristig jedoch werden die Kurse fallen. Protektionismus führt zu Wohlstandsverlusten, jedenfalls nach herrschender Meinung.
Asien:
Generell bieten Schwellenländer durch die höheren Dynamiken viel mehr Chancen, auch wenn die Risiken etwas größer sind. Autokratische Systeme neigen jedoch dazu, schneller zu enteignen.
Thailändische Aktien sind für mich eine interessante Option, zumal, wenn man da lebt und kein Wechselkursrisiko will. Ich persönlich sehe Thailand eher auf einem guten Weg. Löhne niedrig, Wissen vorhanden (wenn es auch oft importiert wird), wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen verhältnismäßig stabil und noch viel Luft nach oben. Was gut gehen sollte, sind Rohstoffe bzw. Energie oder klassische produzierende Unternehmen, welche gut im Markt etabliert sind. Tourismus ist auch seit Jahren konstant hoch. Da könnte man sich auch mal nach Beteiligungen umschauen.
Gleiches, wenn auch etwas unterschiedlich ausgeprägt, sehe ich im Übrigen für Indonesien und Malaysia. Mit dem Rest von SEA habe ich mich zu wenig beschäftigt, um was dazu zu schreiben.
Immobilien in Thailand sind schon etwas spezieller. Nach dem, was ich so mitbekommen habe, scheint es
hier und da fast überall zu überhitzen. Dazu würde mich im Übrigen mal eure Meinung interessieren. Die Thais sind auch chronisch überschuldet, was die Gefahr für das Platzen einer eventuellen Immobilienblase stark vergrößert. Immobilien kämen für mich, wenn dann nur zum selber Wohnen infrage. Wenn Du ein Grundstück hast, auf dem noch Platz für ein paar Thaihäuser ist, fände ich das schon attraktiver. (So wie bei Schiene

)Die Investition ist überschaubar und man sieht, wo das liebe Geld steckt. Ob sich die Häuser in 5, 7 oder 10 Jahren amortisieren, ist da vielleicht nicht so wichtig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Aktien ja, aber nur klassisch. Keine Derivate, synthetische Fonds oder dergleichen. Zu undurchsichtig das ganze, zumindest für mich. Ich würde lokale Rohstoff- oder Energiebuden wählen. Meist sind das klassische Angebotsoligopole. Da rollt der Rubel relativ risikoarm und der lokale Energiehunger scheint aufgrund des Wachstums kontinuierlich zu steigen. Und ganz wichtig: Liegen lassen!
Das ist mal so ganz grob meine Meinung zu diesem Thema. Vielleicht noch als Tipp: Im www gibt es viele Börsenspiele. Dort kannst Du verschiedene Strategien ausprobieren, ohne echtes Geld zu verlieren. DEN heißen Tipp habe ich jedoch auch nicht
