Schweden setzt bekanntlich auf nur sehr wenige staatliche Beschränkungen, auf das eigene Hirn der eigenen Bevölkerung und auf eben diese Herden-Immunität.
Schweden verzeichnet die höchste Todesrate seit Jahrzehnten
Unumstritten war und ist die schwedische Vorgehensweise jedoch nicht. Nun dürften neue Zahlen der schwedischen Statistikbehörden den Kritikern des Sonderwegs Auftrieb geben. Demnach starben allein diesen April 10’458 Menschen in Schweden – mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte. Oder genauer: so viele wie seit Dezember 1993 nicht mehr.
Bis Dienstag verzeichnete Schweden gemäss der Johns-Hopkins-Universität fast 31’000 Infektionen und 3743 Corona-Tote. Damit beklagt das Land weit mehr Corona-Tote als andere skandinavische Länder, die strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt hatten.
So hatten die Schweden letzten Donnerstag 69 neue Covid-19-Tote und 673 Neuinfektionen gemeldet, während es bei den Dänen vier weitere Todesfälle und 46 bestätigte neue Fälle waren. Am Vortag, also am Mittwoch, 13. Mai, waren in Schweden gar 147 Tote hinzugekommen, in Dänemark waren es lediglich sechs.
https://www.20min.ch/story/schweden-verzeichnet-die-hoechste-todesrate-seit-jahrzehnten-651686442039
Egal, welchen Corona-Weg nun welches Land geht ... bei diesem ernsten Thema gibt es keinen "unumstrittenen" Weg.
Aus diesem tendenziösem Artikel:
Trotzdem hält das Land von Ministerpräsident Stefan Löfven und Staatsepidemiologe Anders Tegnell an seiner Strategie fest.
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Doch nun gab der 64-Jährige im schwedischen Fernsehen zu: «Das Virus ist viel unvorhersehbarer als erwartet.» Er bedaure vor allem, den Fokus auf die Altenpflege nicht früher gelegt zu haben.
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Etwa jeder zweite bisherige Covid-19-Tote im Land war ein Heimbewohner.
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Einige Zahlen zu Schweden:
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Quelle >>
https://countrymeters.info/de/Sweden <<
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2018 hatte Schweden eine Sterberate von 0,91%.
Quelle >>
https://wko.at/statistik/eu/europa-geburtenrate.pdf <<
Das bedeutet, dass in Schweden in der Jetztzeit durchschnittlich ca. 7.750 Menschen pro Monat sterben (ohne diesen Covid-19-Virus). Im April waren es 10.458. In diesem Jahr bis heute (21.05.2020) 37.126 Menschen.
Bisher sind in Schweden (seit dem 11.03.20) insgesamt 3.831 an und mit Covid-19 gestorben und es wird wohl noch einige Tausende Covid-19-Tote geben.
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Zu bedenken:
Bis Mitte April war das Virus, trotz Besuchsverboten, in einem Drittel der Altenheime in Stockholm aufgetreten, worauf ein sprunghafter Anstieg der Todesfälle zurückzuführen war.[26] Der schwedische Staatsepidemiologe Tegnell ging davon aus, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 „nicht aufzuhalten“ sei. Er vertrat auch die Überzeugung, dass die Kurve flach gehalten werden müsse, um Krankenhäuser nicht zu überlasten. Doch Tegnell hatte von Anfang an auch die sozialen Folgen im Blick: Die Einschränkungen sollten nicht zu streng sein, damit Menschen auch bereit sind, diese über Monate zu akzeptieren. Zudem hofft er darauf, dass auf diese Weise genug widerstandsfähige Menschen an Covid-19 erkranken, um eine Immunität gegen den Erreger zu entwickeln.[7]
Zu Ende April 2020 ging die Gesundheitsbehörde davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in der Region Stockholm bereits überschritten ist. Ein Viertel der Bevölkerung der Hauptstadtregion soll sich bis Anfang Mai mit dem Virus infiziert haben. Aufgrund der geringeren Restriktionen verbreitet sich das Virus in Schweden schneller als in Ländern mit einem Lockdown. Um das zu belegen, will Schweden nun auch Menschen ohne Symptome testen. In zwei Altenheimen der Hauptstadt wurden bereits sämtliche Bewohner getestet. Das Ergebnis: Von den 54 Personen, die keinerlei Symptome aufwiesen, waren 20 positiv. „Schweden könnte also tatsächlich auf einem guten Weg in Richtung Herdenimmunität sein.“
Quelle >>
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Schweden <<
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Zum Schluss noch einmal:
Egal, welchen Corona-Weg nun welches Land geht ... bei diesem ernsten Thema gibt es keinen "unumstrittenen" Weg.
1. Ist es besser, der gesamten Bevölkerung teils enorme, teils Existenz bedrohende Probleme aufzuhalsen (samt gigantischen neuen Staats-Schulden), etliche Grundrechte mit Füßen zu treten usw., um die aktuelle Covid-19-Sterberate möglichst gering zu halten?
Oder ist der schwedische Weg besser?
2. Ganz wesentlich:
Es stellt sich mir aber trotzdem die Frage, ob sich die Bilanz über einen längeren Zeitraum nicht ausgleicht - abgerechnet wird bekanntlich am Schluss,