@alfiso
Dein Problem ist
nicht die Vorgeschichte. Dein Problem ist die
selektive Vorgeschichte.... siehe Eishockey Beispiel.
Wenn man deiner Logik folgt, dann könnte man praktisch jeden Krieg der Welt rechtfertigen. Irgendwo findet sich immer eine Kränkung, eine Provokation, eine historische Grenzverschiebung oder eine gefühlte Benachteiligung.Die Frage ist aber nicht, ob es Vorgeschichten gab. Die Frage ist, ob daraus das Recht entsteht, einen souveränen Nachbarstaat zu überfallen.
Russland behauptet seit Jahren, die NATO sei die Bedrohung. Gleichzeitig sind es aber russische Truppen, die in die Ukraine einmarschiert sind. Nicht umgekehrt.
Russland behauptet, die Ukraine gehöre eigentlich zu seiner Einflusssphäre. Das ist exakt die Denkweise des 19. Jahrhunderts: Große Staaten bestimmen über kleine Staaten. Das nennt man nicht Sicherheitspolitik, sondern Imperialismus.Deine Darstellung lautet sinngemäß:
"Der Westen hat die Ukraine auf seine Seite gezogen."
Interessant. Du sprichst also der Ukraine das Recht ab, selbst zu entscheiden, wohin sie politisch und wirtschaftlich gehören möchte.
Warum darf Polen selbst entscheiden?
Warum dürfen die baltischen Staaten selbst entscheiden?
Warum darf Finnland selbst entscheiden?
Warum darf die Ukraine das nicht?
Genau hier beginnt die russische Propaganda.
Die Ukraine wird nicht als eigenständige Nation betrachtet, sondern als Objekt, über das andere bestimmen dürfen.Und noch etwas:
Immer wenn Russland irgendwo militärisch eingreift, wird eine neue Vorgeschichte präsentiert

Georgien?
Vorgeschichte.
Krim?
Vorgeschichte.
Donbass?
Vorgeschichte.
Ukraine?
Vorgeschichte.
xyz?
Wieder Vorgeschichte.
Irgendwann muss man erkennen, dass die "Vorgeschichte" lediglich das Transportmittel für die nächste Expansion ist

Besonders interessant finde ich, dass man ständig von Milliardenkosten des Westens sprichst, aber die Kosten Russlands komplett ausblendet?
Hunderttausende Tote.
Millionen Auswanderer.
Wirtschaftliche Isolation.
Massive Abhängigkeit von China.
Verlust von Vertrauen in ganz Europa.
Wer hat Russland denn dazu gezwungen? War es die NATO, die nach Moskau marschiert ist?
Oder war es Russland, das im Februar 2022 beschlossen hat, mit Panzern die Grenzen eines Nachbarstaates zu überschreiten?
Das ist der Punkt, an dem die gesamte "Aber die Vorgeschichte!"-Argumentation zusammenbricht.
Schon seit den traumatisierten Facharbeitern mit Madenbart und dem was sie hier in DE anstellen reicht es mir von diesen Alibi der "Vorgeschichten" ganz gewaltig

als Rechtfertigung für Untaten

Denn selbst wenn man jede einzelne Kritik am Westen akzeptiert, bleibt am Ende eine einfache Tatsache:
Niemand hat Russland gezwungen, diesen Krieg zu beginnen.Und genau deshalb trägt Russland die Verantwortung für diesen Krieg.Alles andere ist nichts weiter als der Versuch, den Täter zum Opfer umzudeuten.
Das ist seit Jahren eines der erfolgreichsten Narrative von dort und auch im persönlichen Dialog mit Russen – aber dadurch wird es nicht richtiger.
PS: Du schreibst sehr viel und sagst aber wenig

, das ist sehr zeitaufwändig zur bearbeiten

hab mir die KI zur Hilfe genommen, bei den Russen-Nachrichten ist das ja auch legitim. Sollten die Antworten nochmal so quantitativ aber doch "inhaltslos" ausfallen, dann kriegst du von mir welche die 5x so lang sind so wie diese
![Megagrin ;]](https://forum.thailandtip.info/Smileys/t3net/icon_megagrin.gif)
- in der Kürze liegt die Würze
