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Autor Thema: Russland-Ukraine-Krieg  (Gelesen 659629 mal)

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tom_bkk

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6090 am: 18. Juni 2026, 21:44:23 »

@Bruno

Zitat
Du wiederholst dich   {:}
Bitte um eine kuratierte Liste mit dem konkreten Wortlaut  :D

Zitat
Da war ich halt schneller als du    C--

Du kein Problem, bei Argumentationsnotstand greifen Formalien und Beissreflexe halt schneller, ... also das mit dem Stöckchen funktioniert auch gut bei dir, ... bist ein Braver und danke fürs schnelle zurückbringen  :-*





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tom_bkk

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6091 am: 18. Juni 2026, 22:19:17 »

Ansonsten, Moskau am Tag 1576 der dreitägigen Spezialoperation :-)

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Bruno99

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6092 am: 18. Juni 2026, 22:23:17 »

... also das mit dem Stöckchen funktioniert auch gut bei dir, ... bist ein Braver und danke fürs schnelle zurückbringen  :-*

Ich goenne es dir von Herzen... scheint dich ja gluecklich zu machen    [-]
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Wer Politik und Moral auseinander halten will,
versteht von beidem nichts.
Jean-Jacques Rousseau

Suksabai

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6093 am: 19. Juni 2026, 09:46:32 »

@tom_bkk

was mir nicht in den Schädel will:
ich habe dich ja als intelligenten, vernünftigen Menschen kennengelernt.

Wie kannst du folgendes mit deiner Weltanschauung vereinbaren:
laufend Zwangsrekrutierungen in der Ukraine
ominöse Geldtransporte in Dollar und Euro und Gold, natürlich geheim
(womit bewiesen wurde, dass das ukrainische Volk absolut nix davon gehabt hätte)
Drohnenangriffe und Bombardierungen auf russische Schüler usw.
Wieso negierst du, dass Russland faktisch reinmanövriert wurde weit VOR 2022, wie man ja bereits aus amerikanischen
hochoffiziellen Stellen verlauten hört.
Es sollte auch zu dir durchgedrungen sein, dass der Maidan 2014 eine Veranstaltung des CIA war nach gängigem Muster.
Dass die Ukraine ein rechtsfreier Raum war und ist (wo der Westen schalten und walten konnte), sollte jetzt mit der
Aufdeckung unzähliger Gain of Function-Labore bewiesen sein.
Dass der CIA direkt an der russischen Grenze Stationen hat(te), sollte auch hinlänglich bekannt sein.

Wie stehst du dazu, dass ein ein Land wie Deutschland (+ wegen Erfolglosigkeit in die EU abgeschobene Urschel) mit einer
Fetzenarmee permanent wüste Kriegsdrohungen gegen das riesige Russland ausstösst (Kiesewetter & Co)
Nicht zu vergessen die höchste Aussenbeauftragte der EU aus einem MickyMausLand Kalas.
Dass es dich nicht juckt, dass sich Deutschland (neben anderen Fehlleistungen der Regierung) sog. "Sondervermögen" (hauptsächlich
für den Aufbau des Militärs und Sponsoring der Seleskij-Spiessgesellen)
erschaffen hat, hast du ja bereits ansatzweise geäussert. Mag dich ja nicht jucken, hast ziemlich sicher ein mehr als ausreichendes
Salär - aber dies betrifft Generationen von deutschen Steuerzahlern. Hätten unsere Eltern so gehandelt, täten wir blöd aus
der Wäsche schauen

Wie schon mehrmals erwähnt: mir tut jeder einzelne Ukrainer (das "gemeine" Volk) leid, in diesen Stellvertreterkrieg reingezwungen
worden zu sein, während die Politelite sich die Taschen vollstopft.

Bin schon sehr gespannt auf deine fundierten Antworten, bitte keinen Whataboutismus...

« Letzte Änderung: 19. Juni 2026, 09:54:42 von Suksabai »
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Ich kann, wenn ich will. Und wer will, dass ich muss, der kann mich mal !

alfiso

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6094 am: 19. Juni 2026, 10:19:38 »


@alfiso


Zitat
Süd-Europa soll nach Kanada "umziehen"?   Ich rede von Europa.

Dann rede mal so (öffentlich) so, das man es auch
verstehen kann  :D ... bei Wasser, Wald und Land
 könnte ja Kanada kommen, die haben das auch
;)

Das "Brett" vor deiner Denke muss wohl sehr dick sein, dass du
nicht auf die "Idee" kommst, dass es, in Bezug aufs Klima/Wetter/Katastrophen
den Menschen in einigen US-Staaten gleich geht.


Die mega Waldbrande schon vergessen?
Die enormen Erdbeben-Risiko auch?

Wohin gehen die dann?   Eben.....Kanada liegt nahe.

 [-]

 
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alfiso

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6095 am: 19. Juni 2026, 10:24:39 »


@tom_bkk

was mir nicht in den Schädel will:
ich habe dich ja als intelligenten, vernünftigen Menschen kennengelernt.


Wie kannst du folgendes mit deiner Weltanschauung vereinbaren:
laufend Zwangsrekrutierungen in der Ukraine
ominöse Geldtransporte in Dollar und Euro und Gold, natürlich geheim
(womit bewiesen wurde, dass das ukrainische Volk absolut nix davon gehabt hätte)
Drohnenangriffe und Bombardierungen auf russische Schüler usw.
Wieso negierst du, dass Russland faktisch reinmanövriert wurde weit VOR 2022, wie man ja bereits aus amerikanischen
hochoffiziellen Stellen verlauten hört.
  {*

Es sollte auch zu dir durchgedrungen sein, dass der Maidan 2014 eine Veranstaltung des CIA war nach gängigem Muster.

Dass die Ukraine ein rechtsfreier Raum war und ist
(wo der
Westen schalten und walten konnte), sollte jetzt mit der
Aufdeckung unzähliger Gain of Function-Labore bewiesen sein.
Dass der CIA direkt an der russischen Grenze Stationen hat(te), sollte auch hinlänglich bekannt sein.

Wie stehst du dazu, dass ein ein Land wie Deutschland (+ wegen Erfolglosigkeit in die EU abgeschobene Urschel) mit einer
Fetzenarmee permanent wüste Kriegsdrohungen gegen das riesige Russland ausstösst (Kiesewetter & Co)
Nicht zu vergessen die höchste Aussenbeauftragte der EU aus einem MickyMausLand Kalas.
Dass es dich nicht juckt, dass sich Deutschland (neben anderen Fehlleistungen der Regierung) sog. "Sondervermögen" (hauptsächlich
für den Aufbau des Militärs und Sponsoring der Seleskij-Spiessgesellen)
erschaffen hat, hast du ja bereits ansatzweise geäussert. Mag dich ja nicht jucken, hast ziemlich sicher ein mehr als ausreichendes
Salär - aber dies betrifft Generationen von deutschen Steuerzahlern. Hätten unsere Eltern so gehandelt, täten wir blöd aus
der Wäsche schauen

Wie schon mehrmals erwähnt: mir tut jeder einzelne Ukrainer (das "gemeine" Volk) leid, in diesen Stellvertreterkrieg reingezwungen
worden zu sein, während die Politelite sich die Taschen vollstopft.

Bin schon sehr gespannt auf deine fundierten Antworten, bitte keinen Whataboutismus...


@Suksabai

 {*  ;}   [-]
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b.o.bachter

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6096 am: 19. Juni 2026, 10:59:56 »

Jeffrey Sachs: Deutschland führt Europa in den Dritten Weltkrieg

Zitate aus dem Video:

[..]

Deutschlands gebrochene Versprechen seit 1990

Und um den Kern des Briefes noch einmal zu unterstreichen: Ich möchte darin nicht nur darlegen, dass Diplomatie der richtige Weg ist, sondern auch, dass Deutschland eine besondere Verantwortung trägt. Und bevor man voreilige Schlüsse zieht: Ich spreche von der Verantwortung ab dem Jahr 1990. Um es klar zu sagen: Ich beziehe mich auf die konkreten Ereignisse, die sich derzeit in der Ukraine abspielen.

Ich weiß aus erster Hand und auf vielfältige Weise, dass Deutschland die deutsche Wiedervereinigung in grundlegender Weise hintergangen hat. Denn die Bedingungen der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990, die der Zustimmung der Sowjetunion und der anderen Besatzungsmächte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg bedurften, lauteten, dass Deutschland und der Westen im Allgemeinen die deutsche Wiedervereinigung nicht ausnutzen würden, indem sie ihre Streitkräfte nach Osten in Mittel- und Osteuropa verlegen, geschweige denn in die Ukraine und den Südkaukasus, nach Georgien – ein weiteres Ziel dieses absolut unverantwortlichen Bündnisses namens NATO – sie haben aber betrogen.

Und so trägt Deutschland eine Verantwortung, da feierliche Zusagen zu seinen Gunsten gemacht wurden. Im Februar 1990 wurden im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung – ob man es nun glauben mag oder nicht, denn nach 1945 gab es bis zum Zwei-plus-Vier-Abkommen von 1990 keinen Vertrag – Versprechen gegeben, dass Deutschland die Wiedervereinigung nicht dazu nutzen würde, sein Militär und das NATO-Bündnis nach Osten auszudehnen. Und Deutschland und die Vereinigten Staaten haben betrogen.

Und dies ist meiner Meinung nach der eigentliche Grund, warum die Spannungen über mehr als 30 Jahre hinweg zunahmen, wir haben miterlebt, wie sie entstanden, und wir beobachten wiederholte Doppelzüngigkeit. Ich habe in diesem Brief sechs Episoden erwähnt, in denen Deutschland in einem völlig erschütternden geopolitischen Kontext seine Verpflichtungen nicht ehrlich eingehalten hat.

Merz’ Verantwortung zum Handeln

Es geht also nicht nur um eine allgemeine historische Verantwortung. Es geht nicht nur darum, dass Deutschland ein großes und mächtiges Land ist, das größte und mächtigste in Europa. Es geht darum, dass Deutschland ab 1990 mit der Wiedervereinigung Vorteile gegenüber Russland erlangte, die auf der Neutralität der Länder im Osten und dem Verzicht auf eine NATO-Erweiterung beruhten. Und dann hat Deutschland immer wieder nicht nur dieses Versprechen gebrochen, sondern auch viele andere konkrete Verpflichtungen, die es eingegangen war.

Als Bundeskanzler hat Merz also die Verantwortung, dies zu wissen und entsprechend zu handeln, bevor Europa in einen weiteren Krieg verwickelt wird. Und all dieses Prahlen Europas darüber, wie heilig Europa ist und wie böse Russland ist, und diese einseitige Erzählung, die kein Ende nimmt – „wir sind rein, sie sind böse, alles, was sie tun, ist unprovoziert“ – genau das wird uns in eine vollständige und totale Katastrophe führen.

Und Europa sollte zunächst einmal damit beginnen, sich für den Angriff auf Starobilsk zu entschuldigen oder sein Beileid auszudrücken und zu versuchen, zu verstehen, was geschehen ist. Das ist der erste Schritt. Wenn man junge Mädchen tötet, sei es, dass die Vereinigten Staaten dies brutal tun, weil diese verrückte KI Ziele im Iran anvisiert hat, wodurch mehr als 160 Schülerinnen ums Leben kamen, oder sei es das, was Berichten zufolge in Lugansk in der Mädchenschule von Starobilsk geschehen ist – wir brauchen Anstand, Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Würde und Diskussion, aber nicht noch mehr Kriegstreiberei und Hassreden.

Die Rolle der NATO bei der Auslösung des Konflikts

GLENN DIESEN: Richtig, ich neige dazu, nicht nur der NATO die Schuld zu geben, sondern auch zu erkennen, dass sie eine Schlüsselrolle bei der Lösung dieses Konflikts spielt. Denn die Situation, in der wir uns derzeit befinden, ist folgende: Ich akzeptiere, dass Russland durch das Vordringen der NATO in die Ukraine einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt ist – zumindest sieht es das so. Aber man muss auch anerkennen, dass infolge der russischen Invasion auch die Ukrainer einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sind. Ich verstehe also die Motivation beider Seiten, bis zum, ich schätze, bitteren Ende zu kämpfen und bereit zu sein, solch schreckliche Kosten in Kauf zu nehmen.

Aber diejenigen, die das lösen können, sind die NATO-Staaten, denn wir sind diejenigen, die den Sicherheitswettbewerb ausgelöst haben. Wenn wir auf das Jahr 2014 zurückblicken, als wir die Regierung in der Ukraine gestürzt haben, wollte nur eine Minderheit der Ukrainer Teil der NATO sein. Und was noch wichtiger ist: Wir wussten, dass dies einen Krieg auslösen würde. Ich meine, das ist unter Europäern und unter Amerikanern gut dokumentiert, aber wir haben uns trotzdem dazu entschlossen. Das ist also meine Sorge, dass wir hier weiter vorpreschen.

Der Gipfel in Bukarest und das verhängnisvolle Versprechen der NATO

PROFESSOR JEFFREY SACHS: Wir wissen – und das ist so interessant und ironisch angesichts dessen, was die ehemalige Bundeskanzlerin Merkel in den letzten Tagen erneut gesagt hat –, wie viel wir über die Provokationen der NATO wissen. Denn das geht zurück auf das Jahr 2014, als die USA einem Putsch wirklich einen kräftigen Schub gaben, um die Ukraine von einem neutralen Land in ein sehr ausgeprägt pro-NATO-expansionistisches Land zu verwandeln. Das ist der erste Punkt. Wenn man junge Mädchen tötet, sei es, dass die Vereinigten Staaten dies brutal tun, weil diese verrückte KI Ziele im Iran anvisiert hat, wodurch mehr als 160 Schülerinnen ums Leben kamen, oder sei es das, was Berichten zufolge in Lugansk in der Mädchenschule von Starobilsk geschehen ist – wir brauchen Anstand, Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Würde und Diskussion, aber nicht noch mehr Kriegstreiberei und Hassreden.

Doch schon vor diesem Staatsstreich, sechs Jahre zuvor, ereignete sich das entscheidende Ereignis, das die Geschehnisse von 2014 überhaupt erst auslöste. Und das war die Zusage der NATO, sich auf die Ukraine und Georgien auszuweiten, die auf dem NATO-Gipfel in Bukarest im Jahr 2008 gemacht wurde. Und auf diesem Gipfel drängte George W. Bush Jr. – das lag vor allem an seiner neokonservativen Clique um ihn herum, angeführt von seinem Vizepräsidenten Cheney – darauf, dass die NATO erweitert werde.

Die Europäer wussten damals, wie gefährlich und leichtsinnig das war. Tatsächlich wurde mir heute von einem der europäischen Staats- und Regierungschefs gesagt – ich werde seinen Namen nicht nennen, um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen –, dass der europäischen Führung kurz vor dem Gipfel in Bukarest ausdrücklich versprochen worden war, die Vereinigten Staaten würden keinen solchen Schachzug versuchen, eine Erweiterung der NATO auf die Ukraine zu fordern. Doch als sie zum Gipfel in Bukarest kamen, traten die USA mit voller Kraft auf. George Bush sagte: „Wir werden uns dazu verpflichten.“

Und Bundeskanzlerin Merkel hat ausführlich darüber geschrieben. Sie sagt, sie habe gewusst, dass die Festlegung eines Zeitplans für die NATO-Erweiterung um die Ukraine gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung an Russland sei, dass die Russen dies so auffassen würden. Und sie wehrte sich am ersten Tag des Gipfels gegen diese Verpflichtung. Doch dann setzten sich die Amerikaner schließlich durch. Und am zweiten Tag verpflichtete sich der NATO-Gipfel zwar nicht zu einem konkreten Zeitplan, einer sogenannten Roadmap, die den Zeitplan genau festlegen würde, aber er verpflichtete sich unmissverständlich zur Erweiterung der NATO. Sie schrieb in ihren Memoiren, dass sie wusste, dass eine solche Verpflichtung leichtsinnig war.

Merkels Zehn-Jahres-Kriegshorizont

Ich bezeichne das als ironisch, weil sie erst vor wenigen Tagen gesagt hat, sie hoffe, dass der Krieg in der Ukraine irgendwann in den nächsten zehn Jahren endet. Was? Sind wir als Menschen schon so unfähig, dass wir einen Zeitrahmen von weiteren zehn Jahren Krieg akzeptieren? Warum nicht 10 Tage oder 10 Stunden, wenn man all die Fehler versteht, die gemacht wurden, und eine Formel findet, um das zu beenden?

Das muss übrigens auf dem basieren, was das Kernproblem dieses Krieges war, ist und bleibt, nämlich die Neutralität der Ukraine. Der Westen sollte das verstehen. Das muss er unbedingt, sonst wird es Krieg geben, wenn er das nicht versteht. Ich meine, wir werden einen Krieg in Europa haben.

Der Sicherheitsvorschlag vom Dezember 2021 und Jake Sullivan

Übrigens, ich glaube, wir haben schon darüber gesprochen, aber ich möchte es in diesem Zusammenhang noch einmal ansprechen, denn die Kriegstreiberei, die Irrationalität, die Gefahr, die Rücksichtslosigkeit, die Oberflächlichkeit und die Unreife der Menschen, die uns führen, sind schon bemerkenswert.

Im Dezember 2021, als Präsident Putin in einem letzten Versuch, die neue Biden-Regierung dazu zu drängen, die 30 Jahre zuvor gemachte Zusage einer Nicht-Erweiterung der NATO anzuerkennen und diesen Krieg zu beenden, der in der Ukraine bereits seit 7 Jahren andauerte, und die Vereinigten Staaten dazu zu drängen, zu erklären, dass die NATO nicht erweitert wird – legte Präsident Putin Mitte Dezember einen Entwurf für ein Sicherheitsabkommen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten auf den Tisch. Ich glaube, es war der 17. Dezember 2021, wenn ich mich recht erinnere.

Nun ja, es gab Dinge, von denen ich glaube, dass die NATO oder die USA sie niemals akzeptiert hätten, nämlich den Rückzug einiger bestehender Stationierungen. Was mir absolut richtig erschien, war, dass die Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt hätten sagen sollen: „Ja, wisst ihr, die NATO wird nicht weiter in die Ukraine hinein expandieren, geschweige denn in die Region des Südkaukasus“ – was übrigens von der CIA und den Vereinigten Staaten jetzt immer noch betrieben wird, während wir hier sprechen. Sie treiben ihre Spielchen in Armenien. Sie treiben ihre Spielchen im Südkaukasus. Aber ich will nicht abschweifen.

Ich rief im Weißen Haus an und sprach mit dem Nationalen Sicherheitsberater, Jake Sullivan, und ich hatte das surrealistischste Gespräch, das man sich vorstellen kann. Ich glaube, wir haben vielleicht schon darüber gesprochen, aber wir unterhielten uns eine Stunde lang. Wir sprachen ausführlich, und ich sagte: „Jake, nimm das Angebot an. Sag, die NATO wird nicht erweitert. Das ist eine schreckliche Idee. Es liegt nicht im Interesse Amerikas. Es liegt nicht im Interesse der Ukraine. Nimm das Angebot an.“

Und er sagte zu mir: „Jeff, die NATO wird nicht auf die Ukraine ausgeweitet.“

Ich sagte: „Jake, was? Die NATO wird nicht ausgeweitet? Also gut, sag es.“

„Nein, nein, das können wir nicht sagen. Das ist unsere Politik der offenen Tür.“

Ich sagte: „Jake, ihr werdet einen Krieg wegen etwas führen, das gar nicht passieren soll.“

Er sagte: „Jeff, Jeff, es wird keinen Krieg geben. Wir werden das diplomatisch regeln. Keine Sorge, es wird keinen Krieg geben.“

Was kann man fast fünf Jahre später daraus schließen? Erstens ist die Inkompetenz schockierend. Die Dreistigkeit ist schockierend. Die Naivität ist schockierend. Es ist so bedrückend, solche Gespräche zu führen. Kein einziges Wort davon ergab Sinn. Und doch glaube ich, dass das tatsächlich die amerikanische Politik war. Die NATO wird nicht erweitert. Aber wir werden es nicht sagen, und wir werden keinen Krieg führen. Jede Prämisse davon ergab keinen Sinn und wurde schnell widerlegt.

Ein Kontinent, normalisiert mit Krieg

Und nun stehen wir hier vor einem andauernden Krieg, der – das sei klargestellt – bereits seit 2014 andauert, wobei diese Eskalation erst seit Februar 2022 zu verzeichnen ist, also seit mehr als vier Jahren. Und nun haben wir hier Bundeskanzlerin Merkel, die ich, das muss ich sagen, immer gemocht habe. Sie sagt, nun ja, sie hoffe, dass es nicht noch weitere zehn Jahre dauern werde. Was ist das? Ist etwas in der europäischen Mentalität schon so falsch, dass Krieg etwas normales ist?

Man kann es kaum glauben. Europa befindet sich im Grunde genommen seit etwa 300 n. Chr. im Krieg, seit die germanischen Stämme in das Römische Reich einfielen, und seit 476, als Westeuropa mit dem Ende des Römischen Reiches zerfiel, hat es nie wirklich den Frieden gekannt, den es eigentlich haben sollte. Es gab Phasen, die viel besser waren. Aber was für eine Mentalität ist das, die, anstatt zu sagen: „Oh mein Gott, das könnte noch weitere 10 Wochen so weitergehen, das ist schrecklich, wir müssen etwas tun“, sagt: „Ich hoffe, dass es nicht noch weitere 10 Jahre so weitergeht.“

Vielleicht habe ich das Zitat auch falsch verstanden. Ich habe versucht, die genaue Bedeutung herauszufinden, aber was auch immer es ist, es war eine eher klagende, selbstgefällige – nein, nicht selbstgefällige, sondern klagende – Sichtweise, dass wir einfach von diesen oppositionellen Kräften festgehalten werden und es einfach ein langer, harter Kampf ist. Nun, versuchen Sie doch mal, sich diplomatisch an den Verhandlungstisch zu setzen. Verstehen Sie all die Lügen, die erzählt werden.

[..]

Nun, Deutschland hat es ausgehandelt. Deutschland trat im sogenannten Normandie-Prozess gemeinsam mit Frankreich als Garant auf. Aber Deutschland hat seine Rolle als Garant nicht eingehalten. Ich weiß zufällig, dass das den Vereinigten Staaten nicht gefallen hat. „Die Ukraine sollte ein Einheitsstaat sein. Wir wollen diese Autonomie nicht. Schwächt die Ukraine nicht.“ Mit anderen Worten: Setzt nicht genau das um, was ihr gerade unterzeichnet habt und was gerade einstimmig vom UN-Sicherheitsrat ratifiziert wurde. Denn das Minsk-II-Abkommen ist nicht nur ein Abkommen innerhalb der Ukraine, sondern es war ein Abkommen, das vom UN-Sicherheitsrat gebilligt und dann ignoriert wurde.

Jahre später sagte Bundeskanzlerin Merkel: „Nun ja, wir haben eigentlich nicht damit gerechnet, dass es funktionieren würde. Es sollte der Ukraine Zeit verschaffen, ihre Kräfte zu sammeln.“ Ich glaube allerdings nicht, dass dies im Februar 2015 ihre Motivation war. Ich halte das für eine seltsame Art der nachträglichen Rationalisierung der Ereignisse. Aber, wie dem auch sei, letztendlich war es ein doppeltes Spiel.

Zitatende

Der Brief von Prof. Jeffrey Sachs

Link: https://www.berliner-zeitung.de/article/jeffrey-sachs-an-bundeskanzler-merz-verhindern-sie-offenen-krieg-mit-russland-10038620

.

Ein Artikel dazu:

Europa zieht in den Krieg
Der Verstand der Menschen ist verschlossen, jegliche Vernunft wurde aufgegeben, ihre Herzen sind voller Hass – so sind sie nun ihrem Schicksal ausgeliefert.


Zitat:
"Europa ist mittlerweile felsenfest entschlossen, gegen Russland in den Krieg zu ziehen; wie aus den jüngsten Äußerungen von Jeffrey Sachs hervorgeht, sie haben bereits jegliche Vernunft aufgegeben. Es handelt sich nicht mehr nur um „Russophobie“ – sie „fürchten“ Russland nicht (könnten dies aber wohl bald erfahren) –, sie HASSEN Russland und wünschen sich dessen Untergang. Daher sind Sicherheitsbedenken einer Nation, die es nicht geben sollte, bedeutungslos. Aber hier ist die Wahrheit: Es gibt KEINEN Weg zwischen Hass und Frieden, überhaupt keinen. Europa ist so sehr von seinem Hass eingenommen, dass seine Gedanken verschlossen sind; von daher kann es keinen Dialog mehr geben."

Link: https://kathleenmccroskey.substack.com/p/europe-is-going-to-war
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tom_bkk

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6097 am: 19. Juni 2026, 21:20:36 »

@Suksabai

Einige deiner Punkte sehe ich deutlich anders, und genau dort liegt wahrscheinlich unser grundlegender Dissens.

Für mich ist es wichtig, zwischen gesicherten Fakten, plausiblen Vermutungen und politischen Narrativen zu unterscheiden. Viele der von dir genannten Punkte – etwa ein vom CIA organisierter Maidan, geheime Geldtransporte, Gain-of-Function-Labore in der Ukraine oder die "Behauptung", Russland sei zum Krieg gezwungen worden – werden zwar häufig diskutiert, sind aber in dieser Eindeutigkeit aus meiner Sicht eben nicht belegt...

Natürlich gab es vor 2022 Spannungen, geopolitische Interessen, Fehler des Westens, NATO-Erweiterungen und Entwicklungen, die Russland als Bedrohung wahrgenommen hat. Das kann (und sollte man analysieren). Daraus folgt für mich aber nicht automatisch, dass der russische Angriffskrieg unvermeidbar oder gerechtfertigt war und hier stecken auch andere Motive dahinter!

Auch die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine kritisiere ich. Sie sind aber eine Folge eines Krieges, der in seiner aktuellen Eskalation bzw. in dieser Stufe seit 2022 von Russland ausgeht ...

Was Korruption betrifft: Wurde die in etwa in der Ukraine erfunden?

Deshalb komme ich zu einem anderen Schluss als du oder die meisten hier: Man kann Fehler, Doppelmoral und geopolitische Interessen des Westens kritisieren und gleichzeitig den russischen Angriff auf die Ukraine für falsch halten. Diese Positionen schließen sich eben nicht gegenseitig aus.

Zitat
Wie schon mehrmals erwähnt: mir tut jeder einzelne Ukrainer (das "gemeine" Volk) leid, in diesen Stellvertreterkrieg reingezwungen
worden zu sein, während die Politelite sich die Taschen vollstopft.

Nachdem du nur die Ukrainer erwähnst, die dir leid tun: Die Soldaten Putins (und deren betroffene Familienangehörigen) die jeden Tag auf dem Schlachtfeld ihr Leben lassen, am Tag 1597 der dreitätigen Spezialoperation und nach deiner Meinung unabdingbaren und unvermeidbaren Eskalation seitens Putin, an der sowieso ja nur der Westen schuld ist - tun dir nicht leid? Verwundert mich ein wenig ...
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Suksabai

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6098 am: Gestern um 11:45:26 »


@tom_bkk
dass die USA (CIA) nix mit dem Maidan zu tun hatten, glaubst du wirklich?
Sorry, dann hast du die Äusserungen von u.a. Victoria NULAND ignoriert...

Ein Geldtransport wurde noch von der Regierung Orban in Ungarn aufgedeckt und gestoppt. Ursprung war übrigens Raiffeisen Österreich..

Gain-of-Function-Labore in (nicht nur) der Ukraine hat aktuell und dezidiert Tulsi Gabbard öffentlich gemacht

Wenn du diese eineutigen Fakten ignorierst, dann kommen wir deinem Weltbild schon näher...

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tom_bkk

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6099 am: Gestern um 15:57:19 »

@Suksabai

Die verwechselst "belastbare Indizien und dokumentierte Aktivitäten" mit vollendeten und öffentlich verfügbaren Beweisen und die gibt es eben nicht.

Zitat
Wenn du diese eineutigen Fakten ignorierst, dann kommen wir deinem Weltbild schon näher...

Niemand ignoriert ... siehe Kommentar vorher.

Zitat
Natürlich gab es vor 2022 Spannungen, geopolitische Interessen, Fehler des Westens, NATO-Erweiterungen und Entwicklungen, die Russland als Bedrohung wahrgenommen hat. Das kann (und sollte man analysieren). Daraus folgt für mich aber nicht automatisch, dass der russische Angriffskrieg unvermeidbar oder gerechtfertigt war und hier stecken auch andere Motive dahinter!
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alfiso

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6100 am: Gestern um 16:33:27 »


@Suksabai


Was Korruption betrifft: Wurde die in etwa in der Ukraine erfunden?



Seltsame "Logik/Denke"!

Ich erschieße einen Menschen, stehe vor dem Richter und frage:
"Bin ich denn der Erste, der das macht?" :D

Hast du noch "Ahnung" was unten und was oben ist?

Wohl "Sternzeichen" Spirale oder so !?


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alfiso

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6101 am: Gestern um 16:45:29 »


@Suksabai


Zitat
Natürlich gab es vor 2022 Spannungen, geopolitische Interessen, Fehler des Westens, NATO-Erweiterungen und Entwicklungen, die Russland als Bedrohung wahrgenommen hat.

Daraus folgt für mich aber nicht automatisch, dass der russische Angriffskrieg unvermeidbar oder gerechtfertigt war und hier stecken auch andere Motive dahinter![/b]

Wobei wir wieder bei (deinen) doppelten Standards sind.

Was Putin/Russland nicht "darf", macht Israel im Iran, Libanon,
Syrien, Westbank und Gaza. 

Und die USA mit Grönland, Cuba,
Panama, Venezuela und Co., wären auch noch zu erwähnen.
Dazu die "Vergangenheit", vor und nach Vietnam.

Die "Spirale lebt"! Die EU und die "Globalisierung".......ist am Arsch.
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Rangwahn

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6102 am: Gestern um 17:51:46 »

Die "Spirale lebt"! Die EU und die "Globalisierung".......ist am Arsch.

Nicht nur "am"sondern schon im ...
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Wenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte - Weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.

Scaramanga

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6103 am: Gestern um 17:52:11 »

„Russland ist nicht größer als Belgien und die Niederlande zusammen“, — NATO-Generalsekretär Rutte.  --C --C --C

Zitat
„Und sie wissen, dass wir als NATO stark sind, und sie wissen, dass sie uns nicht besiegen können. Deshalb werden wir alles tun, damit sie verstehen: Wenn sie es versuchen, wird das ihr größter Fehler sein.“

👉 Welt im Blick.

Video: https://t.me/weltimblickDE/13477
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Gesunder Menschenverstand ist wie ein Deodorant:
Wer es am meisten braucht, nutzt es nicht.

alfiso

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Re: Russland-Ukraine-Krieg
« Antwort #6104 am: Gestern um 18:33:43 »


„Russland ist nicht größer als Belgien und die Niederlande zusammen“, — NATO-Generalsekretär Rutte.  --C --C --C

Zitat
„Und sie wissen, dass wir als NATO stark sind, und sie wissen, dass sie uns nicht besiegen können. Deshalb werden wir alles tun, damit sie verstehen: Wenn sie es versuchen, wird das ihr größter Fehler sein.“


Wenn man bedenkt, wer an der EU-Spitze am "Steuer-Knüppel" sitzt, wer in
Deutschland, auch in der Schweiz und anderen Ländern, dann passt dieser
"NATO-Rutte" perfekt dazu.....alle ohne "Lebens-, Geschichts- und Polit-Erfahrung",
weltfremd, abgehoben und naiv dazu.

Wer kommt da nach?   Es könnte noch schlimmer kommen!


Wer immer noch denkt, man könne Russland "besiegen",
der sollte nach dem USA-Debakel mit dem unterschätzen Iran....nun
ganz ruhig sein und rechtsumkehrt machen.

Es sind bald 5 Jahre und Putin/Russland ist oben auf. Gleich wie der Iran.
In der Ukraine geht es nicht (nur) um den "Frontverlauf/Eroberung",
Putin hat der Welt gezeigt......wie nackt die NATO, die Bundeswehr und
Co., da steht.

Er hat ausgelöst, dass bei uns die Preise hoch gingen. Sanktionen
gegen Russland eigene Firmen in die Pleite treiben.

Dass statt im Inland zu investieren, in D die Schulen, Straßen, Renten und weiteres
auf Vordermann zu bringen.....werden Aber-Milliarden Euro in die Ukraine, 
in Aufrüstung......in Krieg investiert.

Ein Riesen-Grab wird ausgehoben.   Gute Nacht Europa!
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