Klimaaktivistinnen heizen der Politik einJeder Dritte unter 30 Jahren wählt derzeit die Grünen. Junge Politikerinnen in Berlin erzählen, was sie antreibt, worauf sie hoffen – und warum das Ende der Ära Merkel überfällig sei.
Die Klimakrise habe ihr so viel Angst eingejagt, dass sie als Schülerin einfach etwas habe tun müssen. «Demonstrieren und streiken war unser Ding», sagt Hannah Steffner. Heute genügt das der 18-Jährigen nicht mehr: «Eine Demo ist ja noch keine Handlung.» Wolle man handeln, führe an der Politik und den Parteien kein Weg vorbei. Nur dort könne man Einfluss auf Leute nehmen, die am Ende tatsächlich entscheiden.
Hannah Steffner, Annka Esser, 24, und Patrick Haermeyer, 29, sitzen im Berliner Regierungsviertel, in Sichtweite von Bundestag und Kanzleramt, an einem Tisch und erzählen von ihrem Engagement bei der Grünen Jugend, der Jugendorganisation der deutschen Grünen. Steffner beginnt gerade ihr Politikstudium, Esser hat Ethnologie studiert, Haermeyer Jura. Die beiden Älteren bewerben sich bei der bevorstehenden Wahl um ein Bundestagsmandat für die Grünen, Steffner gehört der Jugend erst seit zwei Monaten an.
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