Wettbewerb: Safari, IE8 und Firefox geknackt
Bereits am ersten Tag des Pwn2own-Wettbewerbs auf der Sicherheitskonferenz CanSec- West 2009
sind Sicherheitsexperten über bis dahin unbekannte Sicherheitslücken in Notebooks mit den Browsern
Safari, IE8 und Firefox eingebrochen.
Für jede Sicherheitslücke, die zu einem Einbruch führte, gab es als Preis 5000 US-Dollar.
Der jeweils erste Einbrecher durfte auch das Notebook mitnehmen, auf dem der Browser lief.
Die Mobil-Plattformen von iPhone, Blackberry & Co blieben trotz doppelt so hohem Preisgeld ungeknackt.
Googles Browser Chrome kam ebenfalls ungeschoren davon.
Charlie Miller brauchte nicht einmal zwei Minuten, um Safari auf einem voll gepatchten MacBook zu kapern.
Miller ist kein Unbekannter; der Sicherheitsexperte hatte bereits im vergangenen Jahr einen Preis davongetragen.
Der Oldenburger Student „Nils", der seinen Nachnamen bislang nicht öffentlich
nennen wollte, knackte als erster IE8 unter Vista sowie Firefox unter OS X.
Auch Safari wurde von Nils ein zweites Mal übernommen.
Dem Online-Magazin ZDNet sagte der Student, dass das Schreiben von Exploits für Vista
auf Grund von dessen Sicherheitsmechanismen Data Execution Prevention (DEP) und
Adress Space Layout Randomisation (ASLR) besonders schwierig sei.
Mac OS X Leopard anzugreifen sei hingegen besonders leicht gewesen, da dessen ASLR nicht ordentlich implementiert sei. (er)
CT Heft 08 /2009