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Autor Thema: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel  (Gelesen 27200 mal)

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Ferdinand

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #60 am: 19. April 2009, 23:58:10 »


@Sensor

Dieses Mal melde ich mich trotz des Schreibverbots das du gegen mich verhängt hast. ;)

Die taz, meine Lieblingszeitung.
Wir haben es hier doch wieder mit dem immer gleichen Reflex zu tun, wenn die Verantwortung nicht wie sonst üblich auf die böse Gesellschaft abgewälzt wird, dann eben, wie hier in diesem Artikel, auf die schicksalhafte Krankheit.
In beiden Fällen wird die Eigenverantwortung negiert.

Mit einer solchen Argumentation lässt sich jedes Fehlverhalten rechtfertigen.
Genau dieser Mangel an sozialen Normen fördert doch die Probleme erst mit denen wir es unter anderem beim Thema Sucht zu tun haben. Nur mit Verständnis und Nachsicht, ständig gegenüber allem und jedem, erzieht man keine stabilen Menschen. 
Der entscheidende Unterschied zwischen einer herkömmlichen, körperlichen Krankheit und einer Suchtkrankheit liegt doch darin dass es sich bei der Suchtkrankheit um eine Charakterschwäche handelt, egal ob diese Charakterschwäche erworben oder genetisch bedingt ist. 

Mit einer Sichtweise, wie im taz-Artikel beschrieben, wird das Fehlverhalten obendrein sogar noch entschuldigt, anstatt diejenigen zu bestärken die sich am Riemen reißen.
Bei den Süchtigen handelt es sich natürlich in gewisser Weise um Kranke, das kann aber nicht bedeuten dass die Gesellschaft das Fehlverhalten nicht ächten sollte.
Ein Krimineller, oder Pädophiler ist ja auch irgendwo krank und dennoch muss er die Verantwortung für sein Handeln tragen.
Ansonsten käme als nächstes vielleicht auch noch ein Zumwinkel mit der Entschuldigung daher, er würde an einer neurologischen Fehlfunktion leiden und wäre aufgrund dessen zur Steuerhinterziehung gezwungen, um aus einer als bedrückend empfundenen Realität zu entfliehen.

Gruß
Ferdinand


« Letzte Änderung: 20. April 2009, 00:15:41 von Ferdinand »
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drwkempf

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #61 am: 20. April 2009, 00:36:26 »

Lieber Ferdinand,
schön argumentiert. Nur ein kleiner Schönheitsfehler: Charakterschwäche ist definitionsgemäß nie angebohren, sondern wird immer -wodurch auch immer - erworben. Das hat man so fest definiert.
Für völlig richtig erachte ich allerdings, dass Krankheiten keinen Freibrief für Fehlverhalten sein können.
Sonst müssten wir tatsächlich Pädophile, Nekrophile, Kleptomanen und andere gestörte Persönlichkeiten ausschließlich bedauern - und das geht entschieden zuweit.
Dass Kranke mitunter wirklich nicht zu beneiden sind, bleibt davon unberührt. Aber das ist, wie gesagt, kein Persilschein!
Rein statistisch: Wo kämen wir hin, wenn jeder Zuckerkranke sich neben die Gesellschaft stellen wollte?
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Sensor

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #62 am: 20. April 2009, 00:38:44 »

@ Herrn Ferdinand Kubo

Jeder wusste, dass Sie meine Bitte missachten wuerden…

Und wieder nichts von Ihnen, das den Betroffenen helfen koennte.
Nur blindlings sinnloses Contra. Verstehen Sie nicht, dass das den Abhaengigen nur schadet ?
Und merken Sie nicht, dass Sie sich selbst widersprechen, mit Ihren vielen langen Abhandlungen ?

Nehmen Sie doch bitte mal den Filter vor Ihren Augen weg. Und lesen Sie den langen Beitrag nochmals langsam und aufmerksam. Vielleicht verstehen Sie dessen Aussagen dann doch noch richtig. Ohne Ihre Vorurteile gegen die taz.
Der Artikel hat naemlich absolut nichts mit politischer Einstellung zu tun.
Der Beitrag ist von Therapeuten verfasst. Er zeigt Loesungsmoeglichkeiten auf, und darauf kommt es an !

Wer abhaengig ist braucht HILFE. Helfen Sie doch mit !
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drwkempf

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #63 am: 20. April 2009, 00:54:35 »

"Wer abhaengig ist braucht HILFE. Helfen Sie doch mit !"

Lieber Sensor,
ich vermisse einen wichtigen Zusatz: Abhängige müssen sich allerdings auch helfen lassen!
Daran, dass sie sich eben gar nicht wirklich helfen lassen,scheitert es doch gar nicht so selten.

Damit soll natürlich nicht ausgesagt werden, dass es ja nur eine Kleinigkeit sei, sich von Süchten zu verabschieden. Trotzdem bleibt es eine Tatsache, dass Süchtige üblicherweise nicht zu ihren Süchten gezwungen wurden, sonder doch freiwillig den Rattenfängern gefolgt sind. Warum das auf die Dauer die Allgemeinheit tragen soll, leuchtet mir nicht ein.
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Ferdinand

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #64 am: 20. April 2009, 01:02:25 »


@ Herrn Sensor

Zitat
@ Herrn Ferdinand Kubo

Wer bitte ist “Herrn Ferdinand Kubo” und was sind das für blaue Farbenspiele?   ;D

Zitat
Und wieder nichts von Ihnen, das den Betroffenen helfen koennte.

Aber doch, ich denke dass Konfrontation sehr hilfreich ist für die Süchtigen.

Zitat
Verstehen Sie nicht, dass das den Abhaengigen nur schadet ?

Ich weiß dass der Appell zur Eigenverantwortung nie schadet bei Süchtigen.

Zitat
Und merken Sie nicht, dass Sie sich selbst widersprechen, mit Ihren vielen langen Abhandlungen ?

Nein, das merke ich nicht, aber freundlicherweise könnten Sie mir ja Beispiele dafür nennen, in welchen Punkten ich mir widerspreche, Ihrer Meinung nach.

Zitat
Der Beitrag ist von Therapeuten verfasst.
Er zeigt Loesungsmoeglichkeiten auf, und darauf kommt es an !

Ich bin der Überzeugung dass ich teilweise bessere Lösungsvorschläge und Behandlungsmethoden in petto habe als so mancher Therapeut.

Zitat
Wer abhaengig ist braucht HILFE. Helfen Sie doch mit !

Ich bin hier doch schon voll damit beschäftigt Hilfe zu leisten.
Sie wissen ja nicht wie viel praktische Erfahrung ich im Umgang mit Süchtigen schon gesammelt habe.

Aber ich muss Ihnen gegenüber noch ein Kompliment aussprechen, einige Ihrer Beiträge gehören zum Amüsantesten das ich seit langem hier gelesen habe.  :D

Gruß
Ferdinand 


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Profuuu

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #65 am: 20. April 2009, 01:28:07 »

Zusammenfassung der Lösungswege in diesem Artikel.

Sich von seinen "Freunden" trennen...fällt ja selbst einem Nicht-Süchtigen schwer. Die Clique ist ja oft der letzte Halt überhaupt.

Den Arbeitsplatz wechseln....na Prost Mahlzeit. Ist ja so einfach in der heutigen Zeit.

Die Wohnung ummodeln....gefällt mir eigentlich, weil ich das selber manchmal tue und mich danach "neu" fühle. Nur, woher soll die Motivation bei nem Süchtigen kommen? Bei mir ist es einfach manchmal ein Bedürfnis und ich belohne mich damit selber.

Seinen alten Hobbies nachgehen...ob es die überhaupt jemals gegeben hat?

etc. etc.

Mit sonem Schmarrn möchte ich auch mal mein Geld verdienen.

Ich persönlich bin nicht gegen Hilfestellung für Süchtige. Kubo und Ferdinand sicher auch nicht. Aber mit Streicheleinheiten und viiiiel Verständnis kriegste die nicht auf die Reihe. Da hilft nur eiskalter Entzug. Ist auch meine Meinung und selbst gesehen in meinem Umfeld der wilden Jahre. Liebevolles Verständnis hat die Süchtigen vor lauter Gerührtheit gleich wieder zum nächsten Schuss getrieben. Einfach um die Gerührtheit noch schöner zu machen. >:

Die Frage ist doch: was tun nach dem kalten Entzug? Der erledigt ja nur den unmittelbaren zwanghaften Drang nach dem nächsten Trip. Hier fängt doch die Problembehandlung erst an. Und da kann man nur Wege aufzeigen. Der Rest ist Eigenverantwortung.

Wenn einer erst mal "runter" ist, den "urge" nicht mehr im Kopf hat und trotzdem bei nächster Gelegenheit einfach wieder seiner Sucht folgt, ist es alleine sein Bier. Der verspielt meiner Meinung nach die Zuwendung der Gesellschaft. 

 

   

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mfG
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Ferdinand

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #66 am: 20. April 2009, 01:43:14 »


Normalerweise liegen die Schwerpunkte in einer Drogen-, Alkoholtherapie doch meistens darin Verantwortung zu übernehmen, Disziplin zu lernen und Konfrontation zu üben.
Konfrontation mit sich selbst und im Aushalten von schwierigen Situationen, ohne vor dem Frust gleich in einfache Bedürfnisbefriedigung zu flüchten.
In einer Therapie wird ja auch immer mit Sanktionen gearbeitet, genauso wie mit Einschränkungen und mit Hierarchien.

Des Weiteren geht es darum sich über die eigene Psyche klar zu werden.
Wie fühle ich mich jetzt, warum fühle ich mich so, wie kann ich mit meinen Gefühlen konstruktiv umgehen.

Gruß
Ferdinand
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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #67 am: 20. April 2009, 02:13:21 »

so, oder so ähnlich.

Ich halte es für empfehlenswert, zwischen "vom Trip runterkommen" und den "Zustand danach halten" zu unterscheiden.

Bei ersterem nützen keine Streicheleinheiten. Bei letzterem lasse ich gerne mit mir reden, aber ohne Eigenverantwortung geht da gar nichts.   
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juerken

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #68 am: 20. April 2009, 07:18:54 »

@ Ferdinand - den Herrn aller Dinge

Faszination Rausch - Warum wir Alkohol so toll finden

Die Triebe lösen den Verstand ab
Nach ein paar Bierchen verändern sich Wahrnehmung und Empfinden. Man wird empfänglicher für äußere Reize: Der Verstand verliert an Einfluss, da die Moleküle des Alkohols die Nervenzellen lähmen und damit die Übermittlung von Informationen behindern. Dafür übernimmt das limbische System, verantwortlich für das Triebverhalten, die Kontrolle.
Weniger gehemmt und selbstbewusster
Die Aufnahme von größeren Mengen Alkohol intensiviert das Glücksgefühl. Die herabgesetzte Leistung des Verstandes, die Ausschüttung der Endorphine und die sexuelle Stimulation bewirken ein Leichtigkeitsempfinden, das die Hemmungen senkt. Die Denkprozesse sind nicht mehr so komplex und Ängste und Minderwertigkeitsgefühle nicht mehr so präsent. Der Betrunkene redet dadurch mehr und auch viel offener, außerdem fällt es ihm einfacher, auf andere Menschen zuzugehen.
Umschlag in Selbstüberschätzung
Die Enthemmung bewirkt aber auch, dass das anfänglich gesteigerte Selbstbewusstsein in Selbstüberschätzung umschlägt. Man fühlt sich unwiderstehlich – und merkt in seinem Rausch oft gar nicht mehr, wie man genervten Nicht-Betrunkenen auf die Pelle rückt…
Erektionsfähigkeit beeinträchtigt
Der eine verträgt mehr, der andere weniger. In der Regel sind jedoch ab 0,8 Promille folgende Auswirkungen durch die gestörte Hirnleistung zu beobachten: Durch den Alkohol erschlafft die Augenmuskulatur, wir sehen doppelt. Außerdem wird durch die verlangsamte Muskelbewegung das Blickfeld eingeschränkt und der so genannte Tunnelblick entsteht. Auch der Gleichgewichtssinn geht verloren, die Koordination der Bewegungsabläufe funktioniert nicht mehr, wir schwanken. Zudem wird das Sprachzentrum beeinträchtigt – mit der Folge, dass wir lallen. Auch die Erektionsfähigkeit ist beeinträchtigt. Denn der Alkohol stört die Nervenimpulse, die vom Gehirn zu den Schwellkörpern im Penis ausgesendet werden.

Gruß Jürgen

http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=16087418&imageindex=2
 
 
 
« Letzte Änderung: 20. April 2009, 07:50:51 von juerken »
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juerken

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #69 am: 20. April 2009, 07:39:13 »

@ Ferdinand

Von Tollkirsche bis Crystal - Eine kleine Geschichte der Drogen

Ob Tollkirsche oder Stechapfel im Mittelalter, LSD oder Heroin im 20. Jahrhundert: Von jeher haben sich Menschen berauschender Substanzen bedient. Viele wurden süchtig und gingen daran zugrunde.
 
 Marihuana gilt als die Einstiegsdroge schlechthin.
Drogen sind so alt wie die Menschheit selbst. In vielen Kulturen wurden Drogen bei religiösen und gesellschaftlichen Ritualen eingesetzt, um das seelische und körperliche Befinden zu beeinflussen. Auch in der Heilkunde spielten sie häufig eine Rolle. Bereits in seiner "Odyssee" beschreibt Homer die beruhigende Wirkung von Opium. Auch die psychogene Wirkung des indischen Hanf ist seit mehr als 2.000 Jahren bekannt und wurde speziell im religiösen Bereich genutzt.
Nachtschattengewächse für magische Rituale
Im Mittelalter wurden in Europa vorwiegend heimische Nachtschattengewächse wie Tollkirsche und Stechapfel bei magischen Ritualen verwendet. Während im 17. und 18. Jahrhundert Regierungen in Europa und Nordamerika den Hanfanbau förderten und den Konsum von Cannabis tolerierten, entwickelte sich das Rauchen von Opium besonders in Ostasien allmählich zum gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Problem.
Die USA kämpften als erste gegen Drogen
Soziale Regeln bestimmen in fast jedem Kulturkreis, was akzeptiert wird und was nicht. So dulden wir beispielsweise den Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein, verteufeln aber gleichzeitig Heroin, Kokain und Cannabis. In den USA galten Rauschgifte bereits sehr früh als illegal. Schon im 19. Jahrhundert wurden die Opiumhöhlen chinesischer Einwanderer geschlossen und dadurch der stetig wachsende Handel mit dieser Droge eingedämmt. Das Verbot von Rauschmitteln erreichte seinen Höhepunkt Anfang des 20. Jahrhunderts, zur Zeit der amerikanischen Prohibition, als selbst Alkohol verboten war.
Das Suchtproblem nimmt zu
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Drogen wie Absinth, Alkohol und Morphium allmählich zum ernsthaften Problem. Die Konsumenten hatten mit der Zeit ihre Sucht nicht mehr unter Kontrolle. Sie wurden aggressiv und verloren ihren Status als anerkannte Mitglieder der Gesellschaft. In Deutschland nahmen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs viele ranghöhere Nazis regelmäßig Morphium, während der Alkoholismus innerhalb der Mittelschicht und Unterschicht der
Bevölkerung zunehmend anstieg


http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=11589468


Selbstverständlich wusstest du das alles hast es nur verschämt verschwiegen

Ich wußte es nicht aber ich bin froh es nun zu wissen.

Die Heilung einer Sucht liegt immer in der Hand des Betroffenen und der Hilfe dann von außen.
Viele Aussagen können helfen aber der Erfolg ist gering.
Die Belehrungen aus der Sicht einzelner Personen dienen hauptsächlich zur Befriedigung des eigenen Egos
sind aber völlig wertlos da er kaum weiß was im Kopf und im Körper eines Süchtigen vorgeht

Wie kann er da Ratschläge geben welche an der Realität vorbei gehn - er ist ja kein Betroffener - was weiß er denn?

Gruß Jürgen

« Letzte Änderung: 20. April 2009, 08:19:39 von juerken »
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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #70 am: 20. April 2009, 14:36:54 »


@juerken

Zitat
Selbstverständlich wusstest du das alles hast es nur verschämt verschwiegen.

Ja, zumindest im Groben ist mir das alles schon bekannt gewesen.
Ich würde mich an dieser Diskussion nicht beteiligen, wenn ich nicht ein wenig Ahnung davon hätte.

Zitat
Die Belehrungen aus der Sicht einzelner Personen dienen hauptsächlich zur Befriedigung des eigenen Egos

Hier wurde extra ein Thread aufgezogen um nach Lösungen des Alkoholproblems zu suchen. Mehrfach wurde ich vom Thread-Initiator dazu aufgerufen mich daran zu beteiligen.
Wie ich bereits sagte, ich glaube ich habe genügend praktische Erfahrung im Umgang mit Süchtigen um mir eine Meinung bilden zu können.

Davon abgesehen, es ist hochgradig unsachlich und albern, Diskussionen zu eröffnen und den Diskussionspartner herauszufordern um sich dann, wenn einem die Argumente ausgehen, als unterdrücktes Opfer zu präsentieren.

Gruß
Ferdinand


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juerken

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #71 am: 20. April 2009, 15:23:25 »

@ Ferdinand

OK wollen wir es dabei belassen denn mit diesem Post kann ich umgehen.

Gruß Jürgen
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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #72 am: 20. April 2009, 21:06:03 »

@ Juerken

DAS sind aussagekraeftige Beitraege ! Solche Sachen koennen auch Suechtige zum Denken anregen, sofern sie noch dazu faehig sind. Ansonsten brauchen sie Hilfe von AUSSEN. Und da sind wir alle gefragt, denn Alkoholismus ist so verbreitet und so offensichtlich.


@ Ferdinand Kubo

Ferdinand behauptet von sich:

"Sie wissen ja nicht wie viel praktische Erfahrung ich im Umgang mit Süchtigen schon gesammelt habe" und
"...ich glaube ich habe genügend praktische Erfahrung im Umgang mit Süchtigen..."

Genau deswegen hatte ich auch Sie gerufen, damit Sie sinnvolle und praktikable Hilfsmassnahmen fuer Alkoholabhaengige anbieten koennen.

Ferdinand weiter: "Ich bin der Überzeugung dass ich teilweise bessere Lösungsvorschläge und Behandlungsmethoden in petto habe als so mancher Therapeut."

Na dann her damit ! Genau DAS wollen wir hier lesen !

Andernfalls ist es fuer einen Farang ja doch keine Schande, mal zuzugeben, dass er was nicht weiss, oder... ?


@ andere

WIR koennen selbstverstaendlich KEINE Therapien durchfuehren. Dazu haben wir keine Ausbildung und keine Befugnis. Und da wird schon viel zu weit gedacht.

Darum geht es in diesem Thread auch gar nicht, um es nochmals deutlich zu sagen.
Sondern es geht darum, die einfachsten Moeglichkeiten zu finden, im taeglichen Leben dem einen oder anderen Alkoholmissbraeuchler in unserer Umgebung zu helfen, sich selbst erst mal realistisch und ehrlich wahrzunehmen.
Denn das ist der erste Schritt, eine Chance auf die Losloesung vom Suchtmittel Alkohol zu erkennen.
Wenn ein Abhaengiger dann, wenn notwendig, erst mal moeglicherweise in eine Therapie einwilligt, besteht eine reelle Chance fuer ihn. Aber das gilt nur fuer die 'fortgeschrittenen' Alkoholiker.

Viel groesser sind die Chancen, einen 'nur' gefaehrdeten Suechtler rechtzeitig, also wenn er noch 'lichte Momente' hat, vor dem Abrutschen in die 'Einbahnstrasse' zu bewahren.

Ich bitte nochmals alle, ihre Ideen dazu mitzuteilen, im Sinne von HILFE zur SELBSTHILFE.
Vielleicht koennen wir ja doch dem einen oder anderen unserer betroffenen Freunde aus dem Schlamassel helfen, aus dem er alleine nicht herauszukommen scheint.

Also, bitte einmal nicht 'forentypisch' denken, sondern neutral mit dem gesunden Menschenverstand.

Gruss Sensor
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Ferdinand

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #73 am: 20. April 2009, 21:48:46 »


@Sensor

Zitat
Ich bitte nochmals alle, ihre Ideen dazu mitzuteilen, im Sinne von HILFE zur SELBSTHILFE.
Vielleicht koennen wir ja doch dem einen oder anderen unserer betroffenen Freunde aus dem Schlamassel helfen, aus dem er alleine nicht herauszukommen scheint.

Also meiner Meinung ist das beste Mittel gegen Alkoholismus immer noch -> keinen Alkohol saufen.
Man kann auch nicht jedem helfen, entweder jemand lernt dazu oder er verreckt eben.

Manche Konsumenten werden ja regelrecht wütend, wenn es ihnen nicht gelingt einen Nichtkonsumenten auf ihre Stufe herunterzuziehen und ebenfalls zum Konsum zu bringen. Das hab ich schon mehrmals erlebt.
Heutzutage kennt ja fast jedermann Konsumenten der verschiedensten Rauschmittel.
Ich meide aber, wann immer möglich, den Kontakt zu Süchtigen.
Weil sie unnötige Problemverursacher darstellen und eben oft psychisch instabil sind, so dass sie oft sehr nerven.
Außerdem finde ich mit den meisten Süchtigen keine gemeinsamen Interessen bzw. keine Kommunikationsbasis.

Ein früherer guter Kumpel von mir ist auch ein recht schwerer Säufer.
Er ist auch sehr anfällig für Rauschgift, doch aus geographischen Gründen hat er momentan nur Zugriff auf Alkohol.
Bei unserem letzten Kontakt hatte ich die Hoffnung mein Vorbild könnte evtl. positiv auf ihn wirken. Doch das war nicht der Fall.

Das Problem ist ja auch peinlich.
Was soll ich machen, außer ab und zu eine Bemerkung fallen zu lassen?
Er ist ein erwachsener Mann und darüber hinaus auch noch leicht kränkbar.
Wenn ich ihm in meinen eigenen Worten sagen würde was ich denke:
„Schau dich doch mal an du versoffenes Schwein, du bist erbärmlich, reiß dich endlich zusammen du Penner, dein Zustand ist ekelerregend...“.
Dann wäre er wohl beleidigt mit mir.
Wenn er nicht selbst auf den Trichter kommt wird er wohl den vorgezeichneten Weg aller Alkis gehen.

Gruß
Ferdinand 


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hmh.

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Re: ALKOHOL – gemeines Rauschmittel
« Antwort #74 am: 20. April 2009, 23:45:53 »

Manche Konsumenten werden ja regelrecht wütend, wenn es ihnen nicht gelingt einen Nichtkonsumenten auf ihre Stufe herunterzuziehen und ebenfalls zum Konsum zu bringen. Das hab ich schon mehrmals erlebt.

Das erlebt man in meiner Branche jeden Tag. Geschätzte 50 % der Kollegen säuft mehr als ihnen guttut. Manche schaffen es sogar, sich von Termin zu Termin fast kostenlos durchzusaufen. Daß Journalisten mit 58 Jahren neben den Wirten die niedrigste Lebenswerwartung in Deutschland haben, hängt ganz und gar nicht überwiegend mit Streß zusammen.
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