Von gestern zwei Meldungen:
Ökonomin Kemfert: "Klimawandel führt zum Pinguinsterben in der Arktis"Die bekannte Ökonomin Claudia Kemfert hat in einem später gelöschten Tweet am Mittwoch
die eigentlich auf der Südhalbkugel lebenden Pinguine in der Arktis verortet. Die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schrieb wörtlich (Schreibung wie im Original):
"#KemfertsKlimaPodcast: heute geht es um den schockierenden Temperaturanstieg, den Klimaforschern gehen mittlerweile die Superlative aus. #Klimawandel führt zum Pingiunsterben in der Arktis. Hörerfrage: Passagierschiffe statt Flugzeuge? Hört gern rein"
Das ist ja schon mal ein Ding, das die Forschende da herausgefunden hat:"Pinguinsterben in der Arktis"Wikipedia:"Die Pinguine sind eine Gruppe flugunfähiger Seevögel der Südhalbkugel" 🤔 pic.twitter.com/GTRgCgZewf
— Andreas Müller 🌳🚵♀️🇮🇨 97%🌾 (@buerger18) October 18, 2023
#KemfertsKlimaPodcast: heute geht es um den schockierenden Temperaturanstieg, den Klimaforschern gehen mittlerweile die Superlative aus. #Klimawandel führt zum Pingiunsterben in der Antarktis. Hörerfrage: Passagierschiffe statt Flugzeuge? Hört gern rein 👇🏻
— Claudia Kemfert (@CKemfert) October 18, 2023
Nach einer Vielzahl von spöttischen Kommentaren löschte die als Verteidigerin des gegenwärtigen gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umbaus auch in den Medien sehr präsente Professorin den Tweet und schrieb einen neuen, in dem sie von der Antarktis sprach.2:
Grüne Staatssekretärin aus dem Hause Habeck: Legasthenie keine Hürde für Karriere im BundestagLegasthenie, eine massive und lang andauernde Lese- und Rechtschreibstörung beim Erwerb der Schriftsprache, sollte kein Problem für die Arbeit als Mitglied des Deutschen Bundestages darstellen. Das vermittelte Franziska Brantner (Bündnis 90/Die Grünen) im Deutschen Bundestag als parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz während einer Fragerunde im Bundestag am 18. Oktober.
Die polemische Reaktion "Schön, dass sie jetzt dokumentiert haben, dass sie vorlesen können ..." des Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner (AfD) in Bezug auf Brantners Ablesen der Antwort zu einer Nachfrage über Inflation und Bürgersorgen kommentierte die Staatssekretärin wörtlich so:
"Und erlauben sie mir zu sagen, selbst wenn eine deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger nicht des Lesens mächtig sein sollte, hat er alle Möglichkeiten, auch in diesem Deutschen Bundestag zu sein, weil wir hier eben nicht darauf setzen, dass jemand irgendeine Art von Bildungsabschluss haben muss (...)" Dr.Franziska Brantner, " Die Grünen ".Erklärt so manches! pic.twitter.com/Vg7QnpVyic
— Fatboy Fips (@FatboyFips) October 18, 2023
Zuvor hatte sie noch ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass "wir es hier schaffen sollten, mit Respekt gegenüber zu diskutieren". Zudem wertete Brantner den Kommentar des AfD-Politikers eher irritierend als potentielle Unterstellung: "...man kann nicht lesen oder ist des Lesens nicht mächtig".
Die anwesende Abgeordnete Renate Künast von den Grünen wurde in dieser "Debatte" mit zwei Ordnungsrufen belegt, da sie sich offenbar zu lautstark über den AfD-Politiker echauffierte. Ein Nutzer bei X/Twitter kommentierte die Staatssekretärin nüchtern (und stellvertretend für die mehrheitliche Reaktion in den sozialen Medien):
"Sie sagt die Wahrheit und beschreibt die Realität im Bundestag."https://de.rt.com/gesellschaft/177846-taegliche-wahnsinn/ 