Zur Darmspiegelung: (Coloskopie;engl.:Colonoskopy)
Keine schlimme Untersuchung, es sei denn, dass der Dickdarm zum Untersuchungszeitpunkt hochgradig entzündlich verändert ist.
Die Darmvorbereitung, also das Trinken der Spülflüssigkeit vor der Untersuchung, ist durchaus lästig. Man darf aber die Spüllösung, die man trinken muss, mit allem möglichen mischen, dass sie etwas besser schmeckt.
Das Instrument zur Darmspiegelung - gern auch als "Schwarze Mamba" tituliert - ist etwas weniger als kleinfingerdick, mit weichem Gummi überzogen und vollflexibel. Das Gerät wird unter Sicht in den After eingeführt und langsam unter Sicht vorgeschoben, der Darm wird dabei durch Einblasen von Luft bei Bedarf aufgedehnt, sodass man das Gerät vorschieben kann, ohne den Darm zu verletzen.
Das Gerät wird durch den ganzen Dickdarm bis zur Einmündung des Dünndarms und - wenn möglich - noch einige Zentimeter in das Ende des Dünndarms vorgeschoben.
Die eigentliche Untersuchung erfolgt beim Zurückziehen des Gerätes, wobei der Darm rundum in Augenschein genommen wird. Von verdächtig aussehenden Darmabschnitten können dabei kleine Gewebeproben entnommen werden (schmerzfrei).
Wenn diese Untersuchung von einem geübten Untersucher vorgenommen wird, dauert sie nur wenige Minuten, der Patient spürt gelegentlich ein Druckgefühl wie bei Blähungen (eingeblasene Luft), sie sollte keine eigentlichen Schmerzen bereiten.
Man gibt dem Patienten gern ein leichtes Beruhigungsmittel, das aber eigentlich nicht erforderlich ist.
Patienten, die die Untersuchung kennen, brauchen meist keine Medikamente mehr.
Obwohl beim Rückziehen des Gerätes Luft abgesaugt wird, verbleibt im Darm genug Luft für einige Blähungen!! Also nach der Untersuchung nicht zum Tanztee gehen!
Die Darmspiegelung ist die einzige sinnvolle und aussagekräftige Untersuchung bei allen Erkrankungen des Dickdarms.Noch Fragen?
Wolfram