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Autor Thema: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten  (Gelesen 217971 mal)

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hmh.

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Re: Samak
« Antwort #45 am: 10. Dezember 2009, 15:37:30 »

Wollte man diese willkürliche Übertragung zulassen, dann wäre es สมัคร sà¿ màg kO:n Samakkhon *,
oder, im Rachasap, wohl สมัคร sà¿ màg ká¿ rá¿ Samakkhara

oder jedenfalls so ähnlich...

Aber das nur als kleiner Spaß unter uns Tipianern am Lagerfeuer.  ;D


* Nicht zu verwechseln mit zahlreichen Siedlungen in Thailand, die so heißen:
สัมมากร sam ma: gO:n Sammakon (Farang-kauderwelschisch: "Sammakorn")
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emsfeld1

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #46 am: 10. Dezember 2009, 16:51:56 »

Bin bei weitem kein Thaiexperte. Meinte nur wenn ich สมัคร irgendwo gelesen haette, waere mir nicht sofort klar gewesen, dass dieses sich auf den Vornamen Samak bezieht und haette es eben so auch ausgesprochen sà¿ màg kO:n. Inwieweit das richtig oder falsch ist, weiss ich nicht. Wieso ist das in diesem Falle ein stiller Konsonant? Das waere doch in der Regel dann so ร์ geschrieben, oder nicht? Ich kann zwar Thai lesen und richtig aussprechen, verstehe aber zu einem grossen Ausmass nicht unbedingt was ich gerade gelesen habe :D. Der Wortschatz dazu fehlt mir einfach (noch).
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2009, 16:57:49 von emsfeld1 »
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hmh.

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #47 am: 10. Dezember 2009, 17:16:31 »

Das bleibt manchmal auch ohne "Totschlagprügel" darüber stumm. Sogar mittendrin, siehe zum Beispiel ศรี si:?  si ("sri")
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emsfeld1

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #48 am: 10. Dezember 2009, 17:28:29 »

Das mit dem si:? war mir bekannt. Soweit ich weiss gibt es keine grammatikalischen Regeln die besagen wann ein Konsonant stumm bleibt, oder? Bleibt also nur auswendig lernen bzw mit der Zeit ein Gespuer dafuer zu entwickeln :(
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hmh.

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Saphan Phut ("Memorialbrücke", Phutthayodfa Brücke)
« Antwort #49 am: 10. Dezember 2009, 21:30:17 »

สะพานพุทธ sà¿ pa:n púd Saphan Phut "Phutthayodfa Bridge", "Buddhabrücke", "Memorialbrücke" und was dergleichen in Reiseführern noch so alles steht.

Einer, der gerade anfängt, Thai zu lernen, fragte mich, wie man eigentlich dazu käme, dem Erleuchteten ein so schnödes Gewerk wie eine simple Stahlbrücke in Bangkok zu widmen. Bei "Saphan Phut", also "Buddhabrücke", müßte sich der erleuchtete Prinz Gautama, der dem Irdischen bekanntlich wenig bis nichts abgewann, ja wohl im Grabe umdrehen, falls das im Nirvana überhaupt ginge...

Eine gute Frage. Aber die Erklärung ist ganz einfach: Mit Buddha hat die bekannte "Saphan Phut" am gleichnamigen bekannten Pier der Engelshauptstadt nämlich nur indirekt etwas zu tun.

Auf Farang-Kauderwelschisch kursiert sie vor allem unter "Memorial Bridge", weil diese erste Bangkoker Brücke über den Chaophraya keineswegs dem Buddha, sondern dem Andenken an den ersten Chakri-Herrscher gewidmet war. Heute würde man sie analog zu allen anderen Bangkoker Brücken wohl einfach "Rama I Brücke" nennen, denn den wirklichen Namen des Kriegherren und Usurpators, der eigentlich ganz unerleuchtet Thong Duan hieß und an die Macht kam, weil er seinen jahrelangen Förderer König Taksin in seinem Beisein in einen Fesselsack stecken und dann mit einem Hartholzknüppel totschlagen ließ, nimmt offiziell niemand mehr in den Mund.

Thong Duan, der Halbchinese war und ansonsten unter anderem einer alten Mon-Linie entstammte, die schon in Ayutthaya mit an den Töpfen der Macht gesessen hatte, ließ sich, mächtig geworden, erst mal den militärischen Ehrennamen "Phraya Chakri" bzw. "Chao Phraya Chakri" geben. Später, bei der Krönung kraft eigener Macht, nahm er kurzerhand den Namen des ersten überlieferten Herrschers des alten Ayutthaya an, Ramathibodi. Die Macht des untergegangenen Ayutthaya wollte er nämlich in Bangkok in noch größerem Glanz wieder erstehen lassen, weswegen er 1782 der alten Handelssiedlung Bangkok alias Thonburi auch gleich noch den alten Zungenbrecher-Namen gab, den einst schon Krung Kao, die "alte Hauptstadt" übergestülpt bekommen hatte. Dieser Name fing so an: "Krung Thep Phra Maha Nakon...

Aber zurück zum Usurpator Thong Duan: "Ramathibodi" schien den späteren hohen königlichen Geschichts-Umschreibern  (die noch bis ins 20. Jahrhundert ausschließlich den beiden Herrscherfamilien Chakri und Bunnag selbst entstammten) immer noch nicht hoch genug, weswegen man ihn später nochmals umbenannte. Und zwar — nein, wirklich kein Witz! — nach seiner posthum errichteten Statue (!), die einen ewig langen Namen hat, der hier nichts zur Sache tut (genaueres im TIP Führer Bangkok), aber jedenfalls mit "Phutthayodfa..." beginnt. Dadurch setzte man das Abbild des nun so benannten erleuchteten Herrn Yodfa nicht nur dem Abbild des Buddha gleich, sondern verwirrte in der Folge bis heute jede Menge Bangkok-Besucher, die spätestens mit beginnenden Thai-Kenntnissen fast ausnahmslos erst mal für lange Zeit glauben, die erste Brücke über den Chaophraya in Bangkok sei nach dem "Buddha" benannt...

Vielleicht war den Thais dieses Mißverständnis ja irgendwie peinlich, jedenfalls einigte man sich dann für Ausländer inoffiziell auf den für Ausländer offiziellen Namen "Memorial Bridge" (also "Brücke des Gedenkens", nämlich an den ersten Vertreter des Chakri-Clans auf dem Thron). In der Praxis erhöhte das die Verwirrung natürlich nur noch weiter...

Nur nicht für Tipianer, die solchen Dingen immer von Anfang an gleich richtig auf den Grund gehen...  8)

© 2009 Hans Michael Hensel und © TIP Zeitung für Thailand
« Letzte Änderung: 13. Januar 2010, 15:46:32 von hmh. »
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hmh.

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Mob
« Antwort #50 am: 12. Dezember 2009, 04:30:25 »

als der gelbe Mob die Strassen terrorisierte.

Das Wort "Mob" gehört übrigens seitdem zum Thailändischen Sprachschatz.

"Gelber Mob" kommt hier vor allem im Ausländer-Sprachschatz vor. Für Bangkoker gilt da eher: "Mob" ist "Mob".

ม็อบ mÓb Mob allgemein auf Thai ist überdies eine eher "gelbe" Erfindung, wenn man nach der maßgebenden politischen Farbe der Wortschöpfer geht.

Er kam bei der hochnäsigen Bangkoker Elite Ende des vorigen Jahrtausends auf. Die rümpften ihre gekühlten und gepuderten Stubsnäschen, als gewisse sonnengebräunte Provinzfürsten der Opposition endlich darauf kamen, daß es in Bangkok richtig schön nervt, wenn man für seine lokalen Habenichtse gelegentlich in gebührendem zeitlichen Abstand zur nächsten anfallenden Pflanz- oder Erntearbeit einen kleinen 4. Klasse Busausflug in die Engelshauptstadt organisiert.

Es erwies sich als viel erfolgreicher, da unmittelbar wirksam, als immer wieder bei irgendwelchen sowieso ständig wechselnden Ministern vorstellig zu werden und sich dabei mit der Zeit einfach nur noch blöd vorzukommen, nachdem man mit seinen Anliegen zehnmal aufgelaufen war.

Man läßt die "Urlauber" gegen eine Spende günstig im Wat Mahathat am Sanam Luang übernachten und organisiert dann eine strategisch geschickt geplante Demo für ein wichtiges örtliches Anliegen.

Die Demo natürlich so, daß der Verkehr genau dann todsicher zusammenbricht, wenn die Großkopferten am späten Nachmittag aus dem Regierungsviertel nach Hause wollen.  
Bei anfänglichem Mißerfolg läßt sich das mit geringen Zusatzkosten notfalls wochen- und monatelang fast jeden Tag wiederholen. 8)

Ich bin in diesem Fall auf der Seite der Habenichtse aus den Provinzen, die in Thailand seit Jahrhunderten von einer im Grunde fremden, ja bei Licht betrachtet eigentlich fast schon ausländischen, selbsternannten und auf jeden Fall bis in die Knochen korrupten Bangkoker Elite bevormundet, versklavt, ausgebeutet, beraubt und unterdrückt werden.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die Habenichtse in Thailand nun immerhin endlich so ungefähr den Status unseres "Vormärz" oder vielleicht auch schon den von 1867-1870 erreicht, als sogar die eigentlich bürgerlichen Samuel Spier und Johann Jacoby von heute auf morgen von Schulze-Delitzsch ins Lasallsche Lager überwechselten und ab sofort "Rote" waren.

Die Parallelität zu Thailand heute läßt meiner Ansicht nach trotz aller Bespitzelung, Beleidungsgesetze, Zensur und drakonischen Strafen für das Aussprechen simpler Wahrheiten für Thailands Zukunft vorsichtig hoffen. :)

Ursprünglich kamen die Habenichtse in ihren einfachen Bauernkleidern und barfuß nach Bangkok.
Inzwischen kommen sie in roter "Uniform".
Ich hoffe nicht, daß sie irgendwann mit selbstgebastelten Bomben kommen, weil man sie im Namen einer egozentrischen, überlebten Machtelite dauerhaft für dumm verkaufen und eines wenigstens annähernd fairen Anteils am Volkseinkommen berauben will.
« Letzte Änderung: 13. Januar 2010, 15:48:23 von hmh. »
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Profuuu

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #51 am: 12. Dezember 2009, 04:41:34 »

Was meinst du mit: Mob ist eine gelbe Erfindung?

Falls die das Wort erfunden haben, sind sie allerdings dem "instant Karma" anheim gefallen, he he.  :D  "Mob" war zur Zeit des gelben Strassenterrorismus ein Synonym für diese selben in Bangkok.
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hmh.

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Maenam Khwae, Maenam Si Sawat, Maenam Mae Klong... ("River Kwai")
« Antwort #52 am: 12. Dezember 2009, 11:44:10 »

Die lateinische Schreibweise "kwai" ist ja filmverdorben.

Das von Ausländern oft als "River Kwai" bezeichnete Flußsystem entspringt im Bezirk สังขละบุรี sang? klà¿ bù ri: Sangkhlaburi der Provinz กาญจนบุรี ga:n dschà¿ ná¿ bù¿ ri: Kanchanaburi an der Grenze zu Birma.

Dort heißt der Fluß landläufig แม่น้ำแควใหญ่ mâe: ná:m kwae: jài Mænam Khwæ Yai
bzw. "offiziell" und eine Sprachebene "höher" auf thai-indisch eigentlich แม่น้ำศรีสวัสดิ์ mâe: ná:m si:? sà¿ wàd Mænam S(r)i Sawat.

Er fließt mit dem Khwae Noi zusammen und ist ab dort der แม่น้ำแม่กลอง mâe: ná:m mâe: glO:ng Mænam Mæ Klong
กลอง glO:ng Klong = (Tempel-)Trommel; nicht mit คลอง klO:ng Khlong = Kanal verwechseln;
Schreiber und Leser der Bangkok Post werden's nie kapieren...  --C

Von der Quelle des Khwæ Yai zur Mündung als Mæ Klong in Samut Songkhram sind es 380 Kilometer. Die Provinz Samut Songkhram wird im eigentlichen Thai Mæ Klong genannt, siehe den sehr empfehlenswerten Tagesausflug von Bangkok mit der Bummelbahn ("Mæ Klong Commuter") nach "Mæ Klong" im TIP Führer Bangkok.
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2009, 13:26:27 von hmh. »
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hmh.

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Som Tam Bak Hung
« Antwort #53 am: 16. Dezember 2009, 21:02:54 »

papaya salad ... seltsam riechende Brühe ... mit überaltenden abgestanden Fischen

Die Rede ist offenbar von ส้มตำลาว sôm dtàm la:o "Som tam" lao, das ich nur vom Hörensagen, Wegschauen und Nasezuhalten kenne (das reicht mir vollauf).

In Kambodscha und in den kambodschanischen Teilen Thailands gibt es eine Variante von "Som tam" lao, die in etwa Pok lahong ausgesprochen wird.

Auf Farang-Thai-Khmer-Kauderwelschisch hört man durchaus nicht nur an Steintischen unter Blaudächern oft "Papaya pok-pok", was von der Sprachebene her dem "Som Tam" sicher ebenbürtig ist und wobei vor allem jedermann im Umkreis sofort weiß, wovon die Rede ist.  ;D

In Bangkok will außer den aus der Provinz zugewanderten ethnischen Laoten und Kambodschanern allerdings kaum jemand was von diesen Gerichten wissen.
Es ißt ja auch nicht jeder die dort als Mittagstisch üblichen Heuschreckenhintern, Ratten, oder gebratene sechsbeinige Hausfreunde.  >:

ส้มตำไทย sôm dtàm tai "Som Tam" Thai ohne stinkende Knusperkrebse hat es dagegen längst zur international gefeierten Köstlichkeit gebracht. Die holde Gattin macht es gerne als Salat oder bestellt es uns vom kleinen Restaurant in unserer Soi dazu, wenn ich uns — meine Spezialität — gelegentlich gaaanz langsam und schonend ein Lachsfilet brate.
Normalerweise ißt man aber auch in Bangkok, wie in Laos und in den laotischen Teilen Thailands, wo "Som Tam" herkommt, ไก่ย่าง gài jâ:ng und ข้าวเหนียว kâo niao? dazu, also gebratenes Huhn und Klebreis.

Kein Mensch ist gezwungen Som Tam Thai so scharf zu machen, daß es Löcher in den Magen brennt.
"Farang-Zungentauglich" findet man das Rezept unter anderem hier: http://www.realthairecipes.com/recipes/green-papaya-salad/

Im übrigen bedeutet ส้ม  sôm "sauer" und ตำ  dtàm "zerstoßen" sonst gar nichts.

http://ส้มตํา.th/ Eigentlich heißt das Gericht nämlich ตำบักหุ่ง dtàm bàg hùng

บักหุ่ง bàg hùng ist Lao-Dialekt für มะละกอ má¿ lá¿ gO: Malako, also "Papaya".
Da das ตำ dtàm in ส้มตำ sôm dtàm für "zerstoßen" steht, sind ตำบักหุ่ง dtàm bàg hùng also schlicht "zerstoßene Papaya".
Und mit dem ส้ม sôm davor werden sie sauer.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2009, 23:52:13 von hmh. »
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gam

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #54 am: 18. Dezember 2009, 16:48:33 »

Da wo ich lebe wird nicht nur der Ausdruck "som-tam" verwendet. Sondern man sagt manchmal auch "tam-som".
Ist das eigentlich thailandueblich, das man anstatt "som-tam" auch "tam-som" sagen kann ?
Oder ist das einfach nur "Phasah-Suedwest-Chiangmai".

Zitat
In Bangkok will außer den aus der Provinz zugewanderten ethnischen Laoten und Kambodschanern allerdings kaum jemand was von diesen Gerichten wissen.
Hier im Norden sind die Leute eigentlich auch der allgemeinen Ansicht, das der beste "som-tam" aus dem Isan kommt.

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hmh.

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Re: Som Tam Bak Hung
« Antwort #55 am: 18. Dezember 2009, 17:25:52 »

Da mußt Du erst genau wissen, was wirklich gemeint ist. Statt "tam" ("zerstoßen") vielleicht "tham" (= "machen", "tun")?

Falls aber wirklich das gleiche Wort gemeint ist, wäre es halt — für uns anschaulich übertragen — "gebratenes Geschnetzeltes" statt "geschnetzeltes Gebratenes". Thais lieben ja das Wortspiel.

Hier im Norden sind die Leute der allgemeinen Ansicht, das der beste "som-tam" aus dem Isan kommt.

Das ist ja verständlich und sei ihnen unbenommen. Das beste Som Tam für unsereinen im Sinne von Genießbarkeit dürfte aber wohl doch dauerhaft eher "Som Tam Thai" statt "Som Tam Lao" oder "Som Tam Kamen"  bleiben.

Wobei die verantwortliche Zutaten-Choreographin aber in den meisten Fällen sowieso nur selten nicht aus dem Isan stammt.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2009, 23:53:24 von hmh. »
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gam

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #56 am: 18. Dezember 2009, 17:40:07 »

Zitat
Da mußt Du erst genau wissen, was wirklich gemeint ist. Statt "tam" ("zerstoßen") vielleicht "tham" (= "machen", "tun")?

Falls aber wirklich das gleiche Wort gemeint ist, wäre es halt — für uns anschaulich übertragen — "gebratenes Geschnetzeltes" statt "geschnetzeltes Gebratenes". Thais lieben ja das Wortspiel.

Es ist eigentlich schon das gleiche gemeint. Meine Frau sagt: som-tam , tam-som, das gleiche. Also nicht Tham(machen) .
Jedoch sagt sie auch, das das eher nur hier im Norden gebraeuchlich ist.
Hat mich einfach interessiert, ob das auch auf Thai korrekt ist. Aber anscheinend nur lokaler Slang. in CNX-City sagen sie naemlich auch "som-tam".
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gam

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #57 am: 18. Dezember 2009, 18:31:49 »

Apropos lokaler Slang. Hier noch ein schoenes Beispiel:

Wie allgemein bekannt, hat das Wort "Farang" 2 Bedeutungen. Naemlich: Westlicher Auslaender, und diese gruene Frucht hier (Gruafa).
Bei uns im Dorf (Und 2-3 Nachbardoerfern) wird das Wort Farang auch noch fuer was anderes verwendet. Und zwar fuer eine Fuchsschwanzsaege, auf Thai "Lüei".
Das kennt man nur hier. Im 45 km entfernten CNX haben die keine Ahnung davon.



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namtok

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #58 am: 18. Dezember 2009, 19:34:33 »

Das beste Som Tam für unsereinen im Sinne von Genießbarkeit dürfte aber wohl doch dauerhaft eher "Som Tam Krung Thep" statt "Som Tam Lao" oder "Som Tam Kamen"  bleiben.

Wobei die verantwortliche Zutaten-Choreographin aber in den meisten Fällen sowieso nur selten nicht aus dem Isan stammt.

Es ist eigentlich schon das gleiche gemeint. Meine Frau sagt: som-tam , tam-som, das gleiche. Also nicht Tham(machen) .
Jedoch sagt sie auch, das das eher nur hier im Norden gebraeuchlich ist.
Hat mich einfach interessiert, ob das auch auf Thai korrekt ist. Aber anscheinend nur lokaler Slang. in CNX-City sagen sie naemlich auch "som-tam".

Zitat
"gebratenes Geschnetzeltes" statt "geschnetzeltes Gebratenes"

Ich glaub, da geht was durcheinander,  „Tam Som“  meint die Tätigkeit, das sie vorhat oder gerade dabei ist, einen zusammenstampfen , während das Gericht immer noch Som Tam heisst.

Die  “saubere” Version ohne Stinkefisch bekommt man landesweit unter “Som Tam Thai”,  eine Bangkokversion kenn ich nicht. Dann schon eher “Tam Farang“

 Ganz auf der sicheren Seite ist man, wenn nur getrocknete Shrimps “Gung haeng“reinkommen, und auf den obligatorischen Löffel MSG ( “Phong Chu Rot” = Geschmacksverstärker) kann ich auch verzichten...
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gam

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Re: Thai lernen durch aktuelle Themen und Nachrichten
« Antwort #59 am: 18. Dezember 2009, 19:54:50 »

Zitat
Ich glaub, da geht was durcheinander,  „Tam Som“  meint die Tätigkeit, das sie vorhat oder gerade dabei ist, einen zusammenstampfen , während das Gericht immer noch Som Tam heisst.

Nein namtok, da liegst du falsch.
Ich weiss zwar was du meinst. Dem ist aber nicht so.
Hab das gerade mit meiner Holden besprochen. Auch das fertige Gericht wird hier Tam-Som genannt. Nicht nur die Zubereitung.

HMH hat es wohl richtig gesagt. Wortspielereien


« Letzte Änderung: 18. Dezember 2009, 19:58:38 von gam »
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