«Es spricht nichts für mich»
Zum zwölften Mal insgesamt und zum vierten Mal schon in diesem Jahr trifft Roger Federer auf den Schweden Robin Söderling. Dieser schiebt die Favoritenrolle weit von sich.
In Madrid begegneten sich Federer und Söderling auf Sand – der Schweizer gewann 7:5, 6:1. Am French Open in Paris, ebenfalls auf Sand, hatte der Schwede sensationell Rafael Nadal eliminiert und sich so das Finalduell verdient. Er sei noch nie zehn Mal in Serie vom gleichen Spieler bezwungen worden sagte er vor der Partie. Er korrigierte auf elf Mal nach dem klaren Sieg Federers.
Doch auch den elften Vergleich entschied Federer in Wimbledon auf Gras für sich. Im Achtelfinal seines Lieblingsturniers hatte die Weltnummer 1 jedoch einige Mühe, um sich in drei Sätzen durchzusetzen; es brauchte zwei erfolgreiche Tiebreaks. Überhaupt gingen die beiden in ihren bisherigen Begegnungen zehn Mal in die Kurzentscheidung am Satzende.
Die Mission Impossible
Söderling, einst ungeliebter Gegenspieler mit grosser Klappe, ist mittlerweile bescheidener und ruhiger geworden. «Er ist für mich der beste Spieler aller Zeiten», erklärt Söderling vor seinem zwölften Spiel gegen Federer, das von «Aftonbladet» entsprechend als «Mission Impossible 12» bezeichnet wird.
Im Achtelfinal profitierte Söderling auch von der Verletzung seines Gegners. Nikolaj Dawydenko gab beim Stand von 5:7, 6:3, 2:6 mit Schmerzen im Bein auf.
«Es ist fantastisch wieder auf Federer zu treffen», freut sich der 25-Jährige aus Tibro. «Eigentlich spricht nichts für mich, aber wir hatten einige enge Partien. Er gibt einem nicht viele Chancen. Ich kann nur versuchen, so gut wie möglich zu spielen», erklärte Söderling der schwedischen Nachrichtenagentur TT.