Bald 70 Euro Strafe für Handy am Steuer
Minister Ramsauer verteidigt höhere Bußgelder
Von Christian Kerl
BERLIN. Automobilverbände laufen Sturm gegen die geplanten Bußgelderhöhungen, warnen vor Abzocke von Autofahrern - jetzt geht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in die Offensive. Seine Vorschläge zielten auf sicherheitsrelevante Vergehen und Rowdytum, verteidigte Ramsauer die Vorbereitung eines neuen Bußgeldkatalogs für Verkehrssünder. Ziel sei es, die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern zu erhöhen. Aber es stünden noch nicht alle Details fest.
Ramsauer bestätigte damit auch einen Exklusiv-Bericht unserer Zeitung über die Bußgeldpläne vom vergangenen Freitag. Beschlossene Sache sind höhere Strafen unter anderem für das Autofahren mit Handy am Ohr. Wer während der Fahrt ohne Freisprechanlage mit dem Handy telefoniert, bekommt nicht nur einen Punkt in Flensburg - auch das Bußgeld wird von heute 40 auf 70 Euro erhöht. Verstöße gegen die Winterreifenpflicht oder die Anschnallpflicht für Kinder kosten künftig ebenfalls mindestens 70 Euro statt bislang 40 Euro.
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2012