Ich habe jeden einzelnen Beitrag zu diesem Thema in mich hinein gesaugt.
Obwohl - - - manchmal ist das eine oder andere weit am ursprünglichen Thema vorbeigegangen!
Offensichtlich haben sich hier eine Menge Leute mit der gleichen Frage auseinander gesetzt - nämlich: Fühle ich mich hier (in Theiland) noch wohl?
Ich setze mich (hier in D) mit der gleichen Frage auseinander: Wieso lebe ich eigentlich noch hier (in D)?
Das Ergebnis meiner Überlegungen ist wie folgt:
Ich habe in meinem Reisepass inzwischen 41 Ein- und Ausreisen nach und von Thailand (behaupte aber trotzdem nicht von mir, "Thailandkenner" zu sein.)
Ich habe hier in D ca. 9 Jahre mit einer sehr jungen, sehr schönen Thai aus dem Isaan zusammen gelebt. (zum Glück nicht verheiratet - nur vor Buddha) Viele Nächte habe ich in ihrem kleinen Dorf in der Nähe von Udon Thani auf einer harten Pritsche zugebracht.
Viele Male bin ich von Pattaya nach Udon mit dem Auto gefahren (720 km ein Weg)
Als ich es dann geschafft hatte, für Sie die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung inkl. Arbeitserlaubnis etc. zu erhalten, war sie mit einem jüngeren weg.
Ich beschwere mich nicht, hatte ich doch 10 phantastische Jahre im letzten Drittel meines Lebens!
Das ist jetzt drei Jahre her.
Inzwischen bin ich Rentner und habe mich trotz eines Schlaganfalls (wie Roy), der mir mein Gleichgewichtszentrum im Stammhirn zerstörte (ich habe mir inzwischen halbwegs ein neues gebastelt) entschlossen, nach Thailand zu gehen.
Natürlich versuche ich, die Erfahrungen anderer (wohl gefiltert) in meine Überlegungen einfließen zu lassen.
Was hat mich zu diesem - endgültigen - Entschluss bewogen?
Durch eine 28-jährige Ehe und einer gescheiterten Selbstständigkeit bleibt mir nur
eine "mickrige"(Ausdruck eines Posters in diesem Thread) Rente von ca. 1100 Euro. Davon zahle ich allein für Wohnung (38 qm) , Strom Telefon etc. 520 Euro. (ca. 23.500 Baht)
Ich habe hier niemanden mehr.
Das Argument Familie etc. ist also kein Thema. "Alleiner" kann ich am Strand von Jomtien oder Sattahip auch nicht sein.
Ich verbringe hier mehr als die Hälfte des Tages am PC und die andere Hälfte mit meinem Haushalt oder auf dem Sofa beim Fernsehen.
Ich rauche nicht , trinke ab und zu nur ein paar Flschen Bier zu Hause.
Mit den Frauen hier habe ich auch nichts am Hut, weil ich mit den mir verbleibenden "alten Vetteln" nichts -aber auch gar nichts mehr anfangen kann. Die haben übrigens genau die gleichen Motivationen, wie die Thai-Mädels. Nur bieten die kleinen "Seidenraupen" doch wesentlich mehr

In Kneipen gehe ich auch nicht.
Das alles und mehr hat mich dazu veranlasst, mir auch die Frage zu stellen:
WIESO LEBE ICH NOCH HIER?Ich muss gestehen, dass ich ein Egoist bin, der in all diese Überlegungen zu keiner Zeit irgendwelche politischen, sozialen, oder gesellschaftlichen Probleme meines küftigen Gastlandes einbezieht.
DAS GEHT MICH NICHTS AN! ICH MÖCHTE NUR DAS BESTE AUS DEM REST MEINES LEBENS MACHEN!
Ich werde mich an die Gesetze und Gepflogenheiten in meinem künftigen Gastland halten und denke, dass mir dann nicht mehr passieren wird, als hier in "good old Germany und mir das Leben dann doch noch die eine oder andere Annehmlichkeit mehr bieten kann, als nur satt zu werden.
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Ich habe wegen einer besonderen Konstellation das Privileg, mich nicht an den "Visa-Runs " beteiligen zu müssen.
Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der mit mir einig ist - oder auch mich kritisieren möchte.
Ich bin offen!
Claus