Vor vielen, vielen Jahren, ich war damals 35, noch nicht lange verheiratet und noch keine Kinder, erhielt ich mal das Angebot, nach Brasilien zu gehen, für eine dortige Firma zu arbeiten. Eine gute Firma, ein hervorragender Job, ich kannte das Land bereits - trotzdem habe ich nach langer Überlegung abgelehnt.
Warum? Es war mir zu weit weg von Deutschland, politisch zu abenteuerlich und ich wollte meinen damaligen Freundeskreis nicht aufgeben. Auch hatte eine wichtige Rolle gespielt, dass ich zwar sehr gut Spanisch, nicht jedoch Portugiesisch sprach - eine Sprache, die ich noch nie mochte.
Nun lese ich immer wieder von jüngeren Expats, so zwischen 30 und 45, die sich ganz offensichtlich hier für einen Daueraufenthalt eingerichtet haben. Ich verstehe das nicht. Wie kann so etwas funktionieren? Was ist mit der Karriere in Deutschland bzw. Europa? Was ist mit der Rentenversicherung? Was ist mit der Ausbildung der Kinder, falls vorhanden? etc. etc. Sehr gerne würde ich hier einmal ein paar konkrete Angaben von Betroffenen hierzu lesen.
Ich meine hier natürlich keine von ihren Firmen geschickten und bezahlten Mitarbeiter, sondern diejenigen, die sich selbst hier durchschlagen müssen.