@ ruio

Danke.
Ich fühle mich als Passagier auf einem Mototaxi extrem unsicher, weil die fahren wie die Blöden: Zickzack um die Autos, bei Rot über die Kreuzung, biegen nach rechts in die Hauptstrasse ab ohne zu gucken was da kommt. machen sie alle hier, rechts vor links ohne Rücksicht auf Verluste.
Jeden Morgen ab 5 Uhr kracht es hier an der grossen Kreuzung mehrfach, weil sie schlaftrunken einfach drüberbrettern.
Nur ein Bruchteil der Unfälle wandert in die Unfallstatistik, weil keiner auch noch an die Police zahlen will, solange er noch kriechen und weiterfahren kann, auch mit offenen Brüchen.
Habe ich selbst schon zigfach gesehen...
Ich komme als MotoTaxi-Fahrgast meist schweissgebadet an, da kann ich auch gleich selber strampeln und einfach an den roten Ampeln anhalten.
Weil mit dem Alter nimmt die Notwendigkeit der Verschnaufpausen ja zu.

Mein Freund aus Snookyville liegt mit 4 Rippen und Schulterblatt gebrochen hier in der Rattanak Klinik (Bangkok Pattaya-Ableger), eine Rippe steckt in der Lunge.
Wie passiert: Motorbike des Nachts gefahren, schnell natürlich, von Auto abgedrängt, erst im Krankenhaus aufgewacht.
Der wäre fast hops gegangen.
In Kambodscha muss man absolut defensiv fahren, vor allem während der Stosszeiten in Phnom Penh.
Es ist selbst verglichen mit Thailand ein brutales Chaos hier, das Recht des Stärkeren regiert, ein Spiegelbild der Gesellschaft hierzulande.
Das "Banana Kingdom of Wonder", wie es die Opposition nennt, lässt seine armen Bürger hier ohne jegliche Skrupel krepieren.
No money, no doctor, no medical treatment.
DAS ist Kambodscha ohne rosarote Brille:
Die Mutter meiner "Fast-Frau" hat nur für die Untersuchung und Medikamentierung ihrer Unterleibserkrankung im Bezirkskrankenahus von Takeo 150$ bezahlt. Dorthin ist sie extra angereist, 300 km, weil die dort recht gut ausgestattet sind. Spenden des Auslands.
Die 150$ haben ihre 6 Kinder noch gemeinsam aufbringen können.
Der Arzt hat sie dann aber nach Untersuchung und erfolgloser Medikamentation nach 10 Tagen nach Hause geschickt: Operation notwendig, 1500 $.
Was nun?
Hier greift der Buddhismus: Ertrage dein Schicksal, verhalte dich ruhig, stirb.
Du bist arm, weil du in einem vorherigen Leben schlechte Dinge getan hast.
Begehre jetzt nicht gegen deine Armut auf, dann wirst du im nächsten Leben besser gestellt werden.
Und schwupps haben wir die Religion als das erkannt was sie ist: Als ein Beherrschungsinstrument der Mächtigen über die Massen.
Und nein, ich werde das nicht bezahlen, weil es ein fass ohne Boden ist.
Klingt hart, ist aber so.
Ich kümmere mich um die Ausbildung der 6-jährigen Tochter, gute englische Schule, und um alles was sie zum Leben braucht mehr geht nicht.