Hallo Wolfram,
dass man nicht immer der gleichen Meinung ist, wird doch sicher nicht unsere nette Bekanntschaft gefährden, oder?
![Prost [-]](https://forum.thailandtip.info/Smileys/t3net/icon_prost.gif)
Ich denke, die Menschheit hat sich nur zu dem entwickelt, was sie heute ist (im Schlechten wie im Guten) durch Andersdenkende, oder wie es so schön im Neudeutsch heißt = Querdenker.
Hätte es z.B. keinen Galileo gegeben, würden wir wahrscheinlich heute noch glauben, die Erde sei eine Scheibe!

Also Thema Kambodscha:
Ich sehe die kambodschanische Regierung mit ihren Unterorganen als ähnlich unfähig, wie die thailändische. Obwohl aus unterschiedlichen Motiven.
Dort Spaß und Geld, hier Geld und Gedankenlosigkeit.

Wer regiert denn hier?
Norodom Sihanouk schon lange nicht mehr und sein Sohnemann ist ja nur noch eine Marionette.
Sihanouk war ein, zwar ein umstrittener, aber erfolgreicher Politiker, der zu Recht auch nach seinem Ableben von den Kambodschanern geliebt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/SihanoukH. S., der von 1975–1977 Kommandeur der Roten Khmer in Ost-Kambodscha war, ist wohl eher ein Despot als ein echter Ministerpräsident.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hun_SenEr hält wie ehedem ein Honecker alle Macht in den Händen und lebt, ähnlich dem lieben Erich auch in einem Glashaus.

Mal abgesehen von seinen ewig währenden Reden, auf irgendeinem Cambo TV-Kanal quatscht er jeden Tag stundenlang, macht er doch relativ wenig Positives für Kambodscha.
Ich weiß nicht, warum die Erfolgsmeldungen seiner Erlasse, Dekrete und/oder Anordnungen nicht an sein Ohr gelangen. Oder werden Misserfolge geschönt oder von ihm selbstgefällig ignoriert?
Selbstgefällig, oh ja, das ist er, mit seiner notdürftig zugekleisterten Glatze. (Ich stehe zu meinem „Hubschrauber Landeplatz“)
Wenn du seinen Reden folgen kannst, wirst du in jedem 3. Satz das Wort Knjom hören.
Knjom = Ich.
Ich habe dieses und jenes gemacht … Ich mache dieses und jenes …Ich werde diese und jenes machen. Und so weiter und sofort.
![Lachtot :]](https://forum.thailandtip.info/Smileys/t3net/icon_lachtot.gif)
Obwohl ausländische Regierungen der Meinung sind, dass er derzeit der einzige Politiker ist, der die Sicherheitskräfte, Justiz und Verwaltung unter Kontrolle hat, macht seine Exekutive und Legislative bis in die untersten Reihen was sie immer will.

So kommt es, wieder besseres Wissen und trotz bereitgestellter Gelder, immer wieder zu irrwitzigen Projekten.
Z.B. die Wasserversorgung in SHV, ein bekanntes Problem seit 2007, war dieses Jahr wieder auf Wochen ausgefallen.
http://ki-media93.blogspot.com/2007/02/sville-likely-to-face-major-water.html 
Ich habe kurzerhand meinen Brunnen wieder reaktiviert und war Gott sei Dank auf das immer teurer und schlechter werdende angelieferte „Trinkwasser“ nicht angewiesen.
Der nächste Schildbürger Streich,

die Regenwasser Kanalisation in der Omoi Street in SHV.
Die Omoi besser O Street hat 3 Abschnitte, O1, O2, O3 (O Moi oder Mui heißt eigentlich nichts anderes als O1)
Wer SHV kennt, weiß dass die O Street die 2wichtigste Hauptstraße in SHV ist, sich vom Aerobic Platz bis zum Wasserreservoir oberhalb der Don Bosko School hinzieht.
O1 geht von dem Aerobic Platz bergab am Markt vorbei bis hin zu einem kleinen, die O Street passierendem Gewässer. Eher einem Stinkbach, in dem alles landet, was die Cambos nicht mehr brauchen.
Dann langsam wieder bergauf über O2 und O3 bis um bis zum Wasserreservoir auf dem höchsten Punkt.
Die eingangs erwähnte, neu gebaute Regenwasser Kanalisation soll also die starken Wassermengen der Regenzeit von der Strasse wegbringen.
Das war auch schon ohne Kanalisation in der Vergangenheit so, denn jedes Kind weiß, dass Wasser nicht den Berg hinauf fließt.
Mit den Wassermassen hat sich bisher immer bergeweise der Müll die Strasse hinab bewegt und sich zu einer unpassierbaren Schlamm-, Abfall- und Kotbrühe in der Senke des „Stinkbaches“ gestaut.

Also, diese neue Kanalisation kann einen solchen Mist garnicht aufnehmen, ohne sofort zu verstopfen. Normales Wasser transportiert sie bergab, aber nur bis zum „Stinkbach“, wo sich dann wieder ein riesen See bildet.
Sinnvoller wäre es gewesen, diesen Bach auszubaggern zu verbreitern und zu begradigen, um die Fliessgeschwindigkeit zu erhöhen.
Das wäre billiger und effektiver gewesen. Aber dann wären die obligatorischen Schmiergelder sicher an etliche Taschen von Bauunternehmern vorbei geflossen.

Der neuste Streich des City Governors, die Cambos bezeichnen ihn vorsichtig als lablab (etwas plemplem)

Die Strasse um das Markt Karré herum war nur noch eine Kette von Schlaglöchern.
Was macht man? Nein, nicht die Strasse aufreißen, neu unterfüttern und asphaltieren.
Man baut eine ca. 15 cm dicke Betonschicht (mit Baumatten Armierung) auf die alte Strasse.
Das Kostet ein Heiden Geld, hält nur solange das alte Unterfutter nicht nachgibt, bringt den Anliegern massive Probleme mit dem Niveau ihrer Eingänge und Einfahrten und ist ein echter Felgenbrecher für Bikes. Die einmündenden Strassen hat man „natürlich“ auf dem alten, tieferen Niveau belassen.
Das staunt der Fachmann und der Laie wundert sich!

Trotzdem:
Für mich war, ist und bleibt Kambodscha DIE Alternative.
Eckie