EU setzt Sanktionen gegen Burma aus"Nach Angaben von EU-Diplomaten vom Freitag in Brüssel reagiert die EU damit auf Anzeichen für mehr Demokratie in dem lange Zeit von einer Militärjunta beherrschten südostasiatischen Land. Nachdem die Opposition in Burma jahrzehntelang unterdrückt wurde, verfolgt die formal zivile Regierung unter Präsident Thein Sein seit geraumer Zeit eine Politik der Öffnung.
Die EU werde im Frühherbst prüfen, ob die Sanktionen weiterhin ausgesetzt bleiben könnten, hiess es. Dies hänge vom Fortgang der Demokratisierung in Burma ab. Am 1. Juli durfte die Partei NLD der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bei Nachwahlen zum Parlament antreten und gewann 43 von 45 Sitzen.
Suu Kyi und ihre politischen Freunde werden aber voraussichtlich nicht wie geplant am Montag ihre Sitze einnehmen. Sie verweigern den Amtseid auf die Verfassung, die dem Militär ein Viertel der Abgeordnetenmandate reserviert. «Ich bin 90 Prozent sicher, dass sie an der Parlamentssitzung am Montag nicht teilnehmen», sagte NLD-Sprecher Nyan Win am Freitag...."
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/bruessel-belohnt-rangun_1.16543255.html