Ich bin mal gerade wieder fuer ein paar Wochen zurueck in Deutschland, so dass ich mir die Philippinen und seine Probleme aus der Entfernung betrachten kann. Meine Verbindungen zum Landbleiben intakt, die Buschtrommeln werden eiter funktionieren.
Zunaechst etwas zur Bevoelkerungszahl.
Bei Wikipedis spricht man von etwa 100 Millionen Menschen, Insider halten diese Zahl fuer zu gering, 110 oder 115 Millionen seien wahrscheinlicher.
Viele Gegenden in Bergregionen und auf kleinen Inseln seien einfach nicht hinreichend erfasst.
Die Geburtenkontrolle ist immer noch ein heisses Thema, nichtso sehr, weil die katholische Kirche alles tut, um sie zu blockkieren, sondern weil es auf den Phillippinen in den meisten Dingen des Lebens eine Wurschtigkeit gibt, die auch vor der Verhuetung nicht halt macht.
Kondome sind ueberall erhaeltlich, bei vielen NGOs gibts weitere Verhuetungsmittel kostenfrei.
Wenn man aber keine Verhuetungsmittel verwendet, weil man mal gerade wieder nicht daran gedacht hat oder weil die mangelhafte Aufklaerung dazu beitraegt, dass siegar nicht wirken koennen, dann gibt es halt doch immer wieder ungeplanten Nachwuchs.
Selbst unter sonst gebildeten Studentinnen und Schuelerinnen ist das Nichtwissen ueber Verhuetungsmassnahmen bestuerzend gross, ledige Muetter gibt es daher en masse.
Leider kommt dann oft auch die Ausbildung zum Erliegen.
Die aktuelle Regierung will auch hier Fortschritte und ist der katholischen Kirche bereits heftig auf die Zehen getreten.
Es wird propagiert, dass Bildung zwar nicht alles, ohne Bildung aber alles nichts ist.
Die Filipinos muesen vor allem rechnen lernen, von Mathematik will ich gar nicht reden.
Selbst einfache Grundrechnungen funktionieren selbst nei Lehrrnoft nicht, so dasses nichtverwundert, wenn man erfaehrt, dass etwa 90% aller Lehrer hoch verschuldet sind.
Dabei ist das Einkommen eines Lehrers an einer "GOVERNMENT SCHOOL" mit einem Anfangsgehalt von 21 000 pesos ro Monat gar nicht sooo schlecht, aber wenn Fernseher, teure Handies und andere Schnickschnack unbedingt erworben werden muessen, dann hilft halt doch nur der Geldverleiher, also die "Pawn Shops", die es an jeder Ecke gibt.
Dort leiht man dann Held fuer 5%, wenns sehr guenstig ist, auch mal fuer "nur" 3% pro Monat, es werden aber auch 20% pro Monat verlangt und bezahlt.
Kaum ein Filipino ist imstande, den Jahreszins auszurechnen. Wenn man das fuer sie uebernimmt, schwanken die Stimmungen zwischen unglaeubiger Ablehnung des Rechenergebnisses und blankem Entsetzen.
Auch der allerorten verfuegbare Taschenrechner hilft nicht weiter, wenn man gar nicht weiss, wie man den Jahreszinssatz berechnen muss.
Dieses Nichtwissen wurde bisher systematisch gefoerdert und erhalten. Wer davon profitiert, ist ja wohl auch klar.
Die entstehende Abhaengigkeit vom reichen Geldverleiher bringt Kritiker rasch zur Aufgabe jeder Protesthaltung.
Auf diese Weise werden die Reichen immer reicher, die Armen immer aermer und abhaengiger.
Man muss auf jede erdenkliche Art Geld beschaffen, wnns gar nkcht anders geht durch Kriminalitaet und Korruption.
Wolfram