Die Staatsbrauerei Weihenstephan trägt auch ihr Scherflein zur Bewältigung der Krise bei: Am Freitagvormittag wurden auf dem Nährberg 1500 Flaschen Desinfektionsmittel abgefüllt, die für die bayerischen Zahnärzte bestimmt sind. „ Hauptzutat“ ist dabei Alkohol, der bei der Herstellung von alkoholfreien Bieren übrig bleibt. Normalerweise ist ein Hektoliter Überschussalkohol mit 1303 Euro zu versteuern – was jetzt wegfällt. Leo Hofmeier (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) hofft, dass bayernweit Brauereien dem Beispiel folgen. „So können wir die Basisversorgung der Bevölkerung durch die Zahnärzte in den nächsten schwierigen Wochen sicherstellen“, betont Hofmeier, „also vor allem Schmerzbehandlungen.“ Zahnärzte müssen nach jeder Behandlung ihr Sprechzimmer und ihren Arbeitsbereich desinfizieren. Der Bedarf an Desinfektionsmitteln ist daher sehr hoch.