Hm,
ich sag auch mal was.
Ich kann leider nichts über Grundstückspreise in der Gegend von Korat aussagen, aber da läasst sich sicher etwas finden.
Ganz grundsätzlich teile ich die Meinung, dass Seniorenwohnanlagen mit entsprechender betreung eine gute Geschäftsidee sind.
Viele Senioren leiden nicht nur unter dem doch etwas kühleren Klima in Mitteleuropa, es wird auch immer schwerere, mit 1000 bis 1500€ im Monat ein Haus zu unterhalten und dabei noch ordentlich zu leben. Aussichtslos wird die ganze Sache, wenn man erst einmal auf Personal angewiesen ist.
Viele alte Herrschaften enden heutzutage im Altenheim, zusammengsperrt mit einem Zimmergenossen, den man sich natürlich nicht aussuchen konnte, behält im Monat 50€ Taschengeld, den ganzen Rest der Rente und ehemaligen Vermögens fressen die Altenheimkosten auf.
Seniorenresidenz - da bleibt mir das Lachen im Hals stecken!
Ich habe als Notarzt häufig in solchen Residenzen zu tun gehabt, ich war jedesmal froh und dankbar, wenn ich diesen Einrichtungen den Rücken zukehren konnte. Danke bestens für die Aussichten, in solchen Einrichtungen als mehr oder weniger entmündigter "Heiminsasse" ausgeliefert zu werden.
Das gegenteilige Konzept besteht in der Tat darin, eine Wohnanlage zu errichten, in der alte und zunehmend hilfsbedürftige Menschen selbstbestimmt ihren Lebensabend verbringen können, ohne die Zügel aus der Hand zu geben. Sie treten in der Gruppe oder einzeln als Arbeitgeber auf und haben so erheblich mehr Einfluss auf Stellenbesetzung und Leistung der Angestellten.
Ich stelle es mir auch nicht ausgesprochen schwierig vor, im Isaan Krankenschwestern aus den großen Kliniken abzuwerben, die niedrigen Löhne der durchschnittlich gut ausgebildeten Krankenschwestern sollten das leicht ermöglichen.
Machen wir ein kleines Planspiel:
Der Hausverkauf in Deutschland soll 200000€ erbringen, das Einkommen aus Rentenzahlungen betrage im Monat 1200€.
Im Projekt sollen 12 Eigentümer-oder Mieterparteien leben.
Ich schätze, dass es möglich sein müsste, im Isaan ein Haus in einer Wohnanlage 100qm groß in guter Bauart und Ausstattung anteilig für 80000€ zu erwerben. Darin sollten die Kosten für erforderliche Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte für einheimisches Personal schon enthalten sein.
Das Gesamt-Geschäftsvolumen betrage als etwa 1Million €.
Die "Architekten" oder Besitzer von Grund- und Haus im Isaan können etwas darüber aussagen, ob diese Kalkulation zu blauäugig ist.
Jede Eigentümer - oder Mieterpartei sollte pro Person und Monat 100€ an Nebenkosten zur Unterhaltung der Anlage incl. der Wohn- und Wirtschaftshäuser aufbringen.Wenn wir davon ausgehen, dass von 24 möglichen Bewohnern der Anlage 16Personen real existieren, so beträgt die monatliche Kriegskasse, aus der die Kosten für den Gesamtunterhalt der Anlage zu entrichten sind, 1600€, das sollte doch im Durchschnitt ausreichen.
Setzen wir weitere 200€ pro person in Ansatz für Hilfs-und Pflegekräfte, so kommen dafür im Monat noch einmal 3200€ zusammen, zur Zeit 145000Baht, sicher ausreichend, um 4 erfahrene Krankenschwestern, einen Hausmeister und und mindestens 4 Reinugungskräfte/Gärtner angemessen zu entlohnen.
Waren wir von 1200€ pro Partei ausgegangen so bleiben in jedem fall 600 oder mehr Euro übrig, von denen die alten Herrschaften leben können sollten.
Da wir davon ausgegangen waren, dass der Erwerb der Immobilie in der Anlage 80000€ kosten sollte, verbleiben bei den vorausgesetzten 200000e aus dem Verkauf des Hauses in der alten Heimat Reserven von 120000€.
Davon sollte es doch möglich sein, Extraausgaben wie Arzt- oder Krankenhauskosten zu bezahlen, wenn man sich keine teure ausländische Krankenversicherung leisten will.
Eines steht natürlich fest: Wenn jemand über noch größere Resourcen verfügt, hat er es noch leichter.
Ich sehe einen interessanten Ansatz darin, dass in einer solchen Anlage deutschsprachige Bewohner zusammenwohnen können und so auch leichter einen guten Teil des vorher gewohnten Lebensstils in ihren Lebensabend mitnehmen können.
So, jetzt können alle Anfangen, einen solchen Geschäftsplan in jeder Hinsicht auseinander zu nehmen.

Wolfram