Schaum vom Mund, ... wenn der Poebel regiert?
Den Schaum vor dem Mund haben die ebenso arroganten wie korrupten städtischen elitären Besitzenden und ihre nützlichen Idioten (wozu auch einige Ausländer gehören, bei denen mir besonders übel wird). Die sogenannte Elite, die Blut schwitzt und davor zittert, daß ihre "Felle" (also die seit Generationen zusammengetricksten und geraubten Pfründe) davonschwimmen, wenn der verachtete "Mob" vom Land an die Macht kommt.
Nur zur Erinnerung: Das Wort "Mob" für Menschen aus der Provinz ist in Bangkok bei der Elite völlig normal und längst in die Bangkoker Umgangssprache eingegangen. Man blickt auf diese Leute mit der gleichen Verachtung wie auf einen lästigen Kläffer und zwar nicht erst seit Thaksins Abtritt. Hört Euch nur mal um.
Die schon immer für Dumm verkauften Habenichtse aus der Provinz haben einfach nur gewählt.
Sie haben kein anderes Verbrechen begangen außer dem, daß sie nicht so gewählt haben, wie es der sogenannten "Elite" in den Kram paßt. Die hat HMH ziemlich korrekt beschrieben.
Die Habenichtse haben doch oft noch nicht mal genug Reis vor dem Mund. Und Schaum? Daß ich nicht lache!
Ich mag den Thaksin auch nicht, und gebe zu, daß ich mich auch schon bestens über die Isaan-Efahrungen einiger Mitglieder hier amüsiert habe und mir dann so etwas dachte wie "Gottseidank hat mir das Schicksal ne Bangkokerin beschert, die mich nicht in diese Wüste entführt hat". Das ist sicher in gewisser Weise auch arrogant. Mea Culpa.
Man lernt aber zum Glück immer wieder dazu. Prinzipiell hat GRUFFERT, wie ich heute finde, einfach schon vor vier Jahren mit seinen Kommentaren Recht gehabt. Thaksin war der EINZIGE, von dem endlich auch alle hungrigen Provinzmäuler mal was hatten. Wie lange und aus welchen Gründen interessiert insofern überhaupt nicht.
Und er war nun mal demokratisch gewählt. Die Militärs und Sondhis königstreu-patriotische Gelbhemden werden es nicht sein.
Wenn Samak, der Bluthund von 1976 und 1992, schlau ist (er war ab Mitte der 1970er 20 Jahre lang der beste Freund des Königshauses, insbesondere der Sirikit-Sippschaft), könnte er jetzt zum Abschluß seiner Karriere noch als großer Märtyrer der Demokratie in die Geschichte eingehen. Wenn ich er wäre, würde ich das auf alle Fälle durchziehen. Amazing Thailand.
Rückblickend zeigt sich jetzt auch, wie richtig seinerzeit die normalerweise bestens informierte Far Eastern Economic Review mit ihrer sehr frühen Berichterstattung lag, wonach Thaksin Art, die milden Gaben zum eigenen Ruhm zu verteilen und sie nicht, wie seine Vorgänger, kriechend bei den Stiftungen der allerhöchsten Familie abzugeben, bei Königs "Unmut" hervorrief.
Man kann hier eigentlich immer davon ausgehen, daß einer was Wahres geschrieben hat, wenn die Gelbhemden "Majestätsbeleidigung" schreien.
Ich gehe davon aus, daß Theo Gromberg auch daheim naserümpfend auf die Unterschicht blickt, wenn die nicht zu seiner Zufriedenheit und seiner "Klasse" gerecht wählt.
Ich hab mir in den letzten Jahren auch ein paar mal gedacht, daß die z. B. Wähler in Deutschland irgendwie beknackt sein müssen. Aber wenn man das dann hier von Theo Gromberg so richtig klar und deutlich geschrieben sieht
Sollen sich die Menschen in den Grosstaedten einer von Bauern gemachten Politik unterordnen?
Demokratie in Thailand - Nein Danke !
erschrickt man doch einigermaßen.