Seit Eisbär Knut zu groß zum knuddeln wurde, entstand ein Vakuum in der deutschen Sehnsuchtsseele, die nach trolliger Unbekümmertheit geradezu gierte.
Seit ein paar Wochen nun, gibt es ein neues Quietsche Entchen namens Lena M&L, das bei jedem drücken mehr oder weniger harmonisch quiekt und auch noch passend dazu eine schräge Grimasse zieht. Jung, unverbraucht, etwas frech - aber, bei Gott, nicht zuviel - den unbefleckten Charme eines Girlies versprühend, mit teils linkischem Gezappel - das dank dem Sexappeal aber nicht richtig Körperbehindert rüberkommt - bläst sie neuen Wind in die Europakrisengeschüttelten Wohnzimmer und Zeitungen.
Sie hat was!
Man darf sie sexy finden ohne Pädophil zu wirken, und irgendwie sprudelt nicht nur Blödsinn aus ihrem Blabbergöschchen.
Jetzt hat sie auch noch den Europasingsangspektakel gewonnen. Das verwundert um so mehr, als Deutschland im politischen Europa Contest, außer als Zahlerland, keine größeren Sympathiepunkte mehr sammeln konnte. Vielleicht sind ja doch nicht alle Menschen so verblödet wie es die Medien gerne heraufbeschwören, und lassen sich einfach vom natürlichen Charme eines Teenagers verzaubern, ohne dabei gleich einen politischen Aufstand zu vermuten.
Vielleicht ist das zierliche Persönchen, das mit (noch) völliger Unbekümmertheit ein neues Bewusstsein verkörpert, auch das, was andere Länder gerne bei den Deutschen sehen würden. So ein bisschen WM 2006.
Ich hoffe für das Quietscheentchen, dass ihr der Deutsche Medien Michel nicht nach dem ersten kleinen Ausrutscher den Kopf abbeißt.
Es steht allerdings die Hoffnung im Raum, dass Quitscheentchen kein Bock mehr hat, und im Schutz der verschmähten Presse zu einer zauberhaften Frau heranwächst, und erst wieder auftaucht, wenn sie mit “Gasss-Gerd” über eine rote Ampel tuckert.
Als Hannoveranerin hat man ja so seine Verpflichtungen….
