Es ist nicht die Aufgabe eines Botschafters irgendwo auf der Welt, für Expats irgendwelche Serviceleistungen zu bieten, allenfalls in rudimentärem Umfang (Visa,Standes,Passangelegenheiten etc.) durch die angeschlossenen Konsularabteilungen. Warum sollte auch der Steuerzahler für sowas aufkommen? Das ist mal wieder die typisch deutsche PopoPuder-Vollkaskomentalität. Wenn sich der Botschafter/Konsul ausnahmsweise in die Legislative des Dienstlandes reinhängt, hat er das passiv, neutral und die allgemeinen Interessen seiner Landsleute wahrend zu tun, und sich nicht zum Erfüllungsgehilfen irgendwelcher Interessengruppen seines Dienstlandes zu machen. Wenn ein Konsul meint , derartige Fälle würden zu zusätzlicher Arbeit führen, hat er seinen Job verfehlt, das ist schliesslich seine Aufgabe. Mit dem gleichen Argument könnte man auch für eine Gesetzesinitiative plädieren, die den Aufenthalt von Rentnern ab 70 in Thailand verbietet, weil deren Mortaltität nunmal statistisch signifikant höher ist, und daher überproportional Arbeit verursachen.
Zusammenfassend möchte ich nochmal sagen, es gibt keinen Grund, ohne wirklich grosse Not, das Grundrecht der Freiheit der Lebensgestaltung durch derartige Massnahmen zu beschränken. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die des anderen anfängt, hier sehe ich aber nicht die Freiheit anderer tangiert. Überhaupt ist freiheitliches, eigenverantwortliches Denken in Deutschland nie kultiviert worden, die brauchten immer einen Obermacker der ihnen erzählt hat wo's langeht und wenn der auch aus Österreich kam, insofern ist ein solcher Thread mit einer derart tendenziösen, instinktlosen Überschrift nur in einem deutschen Forum möglich, zumindest was den ideologischen, nichttechnischen Teil der Statements angeht. In einem anglophonen Forum wäre das undenkbar. Man stelle sich eimal vor, dass Obama seit zwei Jahren vergeblich versucht etwas ähnliches in seinem vielfach zivilisierterem Land durchzusetzen, und da versucht ein Bananenkönigreich wie Thailand mit Hilfe deutscher Kollaborateure den ordnungspolitischen Vorreiter zu spielen, das ist lächerlich