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Autor Thema: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?  (Gelesen 42506 mal)

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kulowanz

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #60 am: 06. Juli 2010, 08:56:51 »

Meine Herrschaften. Ich denke mal, dass ein grosser Prozentsatz schon mit Krankheiten behaftet nach Thailand übersiedelt. Viele mit Diabetes, Herz- oder Lungeneinschränkungen. Ein gefundenes Fressen für private KVs. Zahlen darf man, Leistung wird ausgeschlossen, kommt imer vom althergebrachten. Und wenn nicht, fällt denen schon was ein. Es wäre nur eine KV nach Schweizer Norm sinnvoll, die ALLES abdecken muss in der Grundversorgung, blos denke ich, das dürfte unbezahlbare Prämien verschlingen. Und einmal ist trotzdem alles beendet. Von daher hoffe ich, dass ein jeder sein restliches Leben geniessen möge im Rahmen seiner Möglichkeiten. Im Bedarfsfalle ist eine Nächtigung im Gouvernement Hospital gar nicht so schlimm, im Gegenteil, da ist wenigstens immer wer rum, wenn was sein sollte.
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rama-6

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #61 am: 10. August 2010, 11:58:55 »

Hier wird aber vergessen,das alle Beamten aus Deutschland die hier Pension beziehen mit ihrer Thaiehefrau und Kinder
70% ihrer Krankenkosten vom deutschen Staat erstattet bekommen.

Jeder Rentner in Thailand kann im Krankheitsfall nach Deutschland zurück und wird über seine Rente wieder bei der AOK versichert.
Dauert in Berlin so 2 Tage.

Zum Schmarotzertum möchte ich sagen,45 Jahre Arbeitsleben sind auch 45 Jahre Beiträge für die Kasse.

Was soll ein Rentner mit 70 Jahre in Thailand machen?Kennt hier einer eine Versicherung mit normalen Tarifen?
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Alex

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #62 am: 10. August 2010, 12:08:45 »

Mal eine simple Frage an die Mod`s hier :

wie viele Krankenversicherungs Threads sollen es denn noch werden ...... ????

Kann man die nicht alle im Forum Gesundheit mal zusammenfassen ?

Kann man die mal trennen ..... in Reise KV und KV für Expats hier , denn das eine hat mit dem
anderen absolut nichts zu tun und wird aber hier immer wieder vermischt !

Nur so eine Idee , bevor hier doppelt u. Dreifach Post`s zum selben Thema verfasst werden .

Nur ein Vorschlag ....

Alex
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Wir sind nicht auf der Welt , um so zu sein, wie andere uns haben wollen !

Ozone

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #63 am: 16. August 2010, 13:15:10 »

Mal eine simple Frage an die Mod`s hier :
wie viele Krankenversicherungs Threads sollen es denn noch werden ...... ????

kann man die mal trennen ..... in Reise KV und KV für Expats hier , denn das eine hat mit dem
anderen absolut nichts zu tun und wird aber hier immer wieder vermischt !

Die Anregung ist angekommen, Alex. Macht sicher Sinn, im Thema Gesundheit die 2 Paar Schuhe, Reise KV und Expat KV separat zu behandeln. Dazu kann man sicher auch noch ein paar Posts von hier hinüber beamen. Werde das in einer ruhigen Phase mal entrümpeln.

Zitat
Kann man die nicht alle im Forum Gesundheit mal zusammenfassen ?

Nein. In diesem Falle geht es um die Frage, ob eine Visums-Erteilung für Rentner mit einer obligatorischen KV gekoppelt werden soll. Ergo ist dieser Fred schon im richtigen Thema.

Siehe nächster Post:

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Farangs besitzen teure Uhren, Thais haben mehr Zeit

Ozone

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Dies ist eine wertefreie Information aus aktuellem Anlass.

Vor ca. 2 Stunden habe ich den deutschen Konsul auf Phuket, Herrn Dirk Naumann, getroffen und mich in einem kurzen Gespräch über dieses Thema unterhalten.

Seinem Standpunkt nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Thailändische  Einwanderungsbehörde eine Visaerteilung für Langzeitexpats an einen Versicherungsnachweis koppelt. Mein persönlicher Eindruck war, dass er dieses Bestreben  unterstützt.

Auswanderern, die sich deren Prämien nicht leisten können, rät er zu Hause zu bleiben oder die Rückreise zu planen. Er betonte nochmals, dass die deutsche Botschaft in keinem Falle Hilfe leistet bei offenen Krankenhaus-Rechnungen,  noch eine allfällige Repatrierung finanziert. Leider häufen sich die Fälle von abgebrannten Expats diverser Herkunft.

Eine Thailändischer Versicherer kann einem Expat jederzeit kündigen, auch wenn anderes versprochen wurde  (Ist auch meine Erfahrung). Er machte darauf aufmerksam, das Versicherer aus Dänemark die ihm einzig bekannten sind, die eine Versicherungsgarantie auch übers Alter hinweg einhalten, weil dies der dänische Gesetzgeber so vorschreibt.  Diese Versicherungen kosten aber so einiges, wie man in den Threads im Thema Gesundheit nachlesen kann. 
 
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Isan Yamaha

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #65 am: 16. August 2010, 13:47:29 »

Genau so ist es!!!!
Wär kann sich eine Teuere K V  Leisten in Th ??????
Ich nicht,dann war die Flucht aus Th ja Richtig.
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sam

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #66 am: 16. August 2010, 20:42:34 »

Die  Lebenskünstler die kein Jahresvisum haben oder jemals bekommen würden, brauchten diese Zwangsversicherung nicht,

ob das die Ausländer Behörde hier das mal verlangen wird sei dahin gestellt, vielleicht um Ausländer los zu werden.

Ich halte von deutschen Botschaften sowieso nichts, in meinen 20 Jahren im Ausland habe ich sie nur für den neuen Pass  gebraucht.

Deutsche im Ausland sind von der deutschen Regierung abgeschrieben, schon A.H. hat gesagt: die Deutschen die nach Amerika

ausgewandert sind für Deutschland verloren.
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kulowanz

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #67 am: 16. August 2010, 23:07:16 »

Das hiesse, alle nichtversicherten chronischkranken müssten zurück, da ihre Vorerkrankungen ausgeschlossen von Leistungen sind. Auch all diejenigen, die nicht genügend Rente (ca 2000 Euro) mindestens haben, um sich eine ordentliche Versicherung leisten zu können. Wobei mit 70-75 Jahren dieser Satz aufgrund der Prämienexplosionen erheblich nach oben korrigiert werden müsste. Wobei anzumerken ist, dass eine Pflege im Alter im Kreise der Familie hier weitaus angenehmer wäre als ein Aufenthalt in Alters- und Pflegeheimen zu Abzockersätzen, die niemand mehr bezahlen kann.
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dart

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #68 am: 17. August 2010, 03:20:29 »

Auch all diejenigen, die nicht genügend Rente (ca 2000 Euro) mindestens haben, um sich eine ordentliche Versicherung leisten zu können.
Sorry, aber das ist doch Quatsch. Es wurden in div. Threads doch schon etliche Versicherungen genannt, bei denen man sich jährlich für 30- 60tsd Baht versichern kann.
Wo ist dann das Problem einen Versicherungsnachweis vorzulegen?

By the way, wer kassiert heutzutage mind. 2000 Teuro Rente??? >:
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kulowanz

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #69 am: 17. August 2010, 06:58:13 »

dart schrieb:

jährlich für 30- 60tsd Baht versichern kann.


Da würd mich mal interessieren, wo was vernünftiges zu solchen Preisen zu finden wäre. Bisherige Offerten ergaben keine Versicherungsmöglichkeit unter 100'000 Baht jährlich, adäquate starten bei 15'000 pro Monat.
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Ozone

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #70 am: 17. August 2010, 07:14:15 »

Mal objektiv gesehen:

Ein/e jede/r Thailänder/Thailänderin, der/die nur einen Urlaub in DACH verbringen will, muss bei der Visums Applikation den Nachweis einer  ausreichend deckenden Reiseversicherung erbringen.

Sollten sie/er sich z. Bsp. in der CH niederlassen wollen, ist er/sie von Gesetzes wegen verpflichtet, eine KV-Grundversicherung bei einer einheimischen Kasse abzuschliessen. In dem Punkt von Diskriminierung gegenüber Farangs zu sprechen, erübrigt sich also. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch, dass in der CH eine jede Kasse verpflichtet ist, Applikanten mit korrekten Niederlassungspapieren aufzunehmen. Aber auch hier zur Erinnerung: 99% der Langzeitexpats sind unter einem NON-IMMIGRANT** Status hier.


Meine subjektive Meinung:

Sollte es einmal zu so einer Visumsregelung kommen, was meiner Meinung nach durchaus denkbar ist, sollte es wenigstens eine "und/oder Lösung" geben. Heisst für mich. Kann jemand genügend Eigenmittel nachweisen, sollte es ihm überlassen sein, ob er in Thailand versichert ist oder nicht. Nun, wie hoch sollten solche Eigenmittel sein ? Hier scheiden sich die Geister. Ein siebenstelliger Baht Betrag sollte es meiner Meinung nach schon sein.

Dass sich die Auslandsvetretungen stark machen für einen verbesserten Versicherungsschutz von Expats, kann ihnen niemand verwehren. Es wäre allerdings begrüssenswert, wenn man sich auch in die Richtung stark machen würde, für in Thailand mittlerweile verwurzelte Ausländer einen besseren Status als das momentane  NICHT IMMIGRANT** Niveau zu erreichen.



Mir sind etliche Fälle bekannt, wo Farangs vom Alter her oder wegen diverser Vorerkrankungen keine Chance auf eine Aufnahme in eine einigermassen zahlbare KV haben. Selbst wenn sie über 100'000 Baht Jahres Prämie bezahlen. Ihnen bleibt nur die Lösung der im Versicherungsthread schon geposteten Angebote von z.Bsp. dänischen Versicherern. Für ein Ehepaar im Rentenalter sind das Kosten von 6-10000 Euro/Jahr, je nach Alter. Diesselbe Zahl wird übrigens auch von diversen Auslandsvertretern genannt.

Wie ich im vorgängigen Post bereits erwähnte, habe ich den deutschen Konsul diesbezüglich gesprochen. Grund meines Besuches (als CH) bei der deutschen Botschaft war die Begleitung eines befreundeten deutschen Rentnerpaares, das genau in dieser Situation steckt. Ich war selber dabei und habe mitbekommen, wie sie selbst von reinen Unfallversicherern abgelehnt wurden, weil eben sonst keine Reserven da sind. Bis anhin war es kein Problem, nur eine reine UV abzuschliessen. Auch hier werden die Zügel gespannt. Die Aufnahmekriterien variieren von Anbieter zu Anbieter. Die Allianz zum Beispiel lehnte das Paar ab, weil sie anscheinend über zuwenig Rücklagen in Thailand verfügen.

Die Allianz (Anmerk.: die thailändische) versichert selbst reine Unfallrisiken für "Neu-Farangs"  nur noch mit Condobesitz,  Workpermit  und/oder  ausreichend Rente. Dies war die offizielle Begründung. Persönlich glaube ich jedoch zu wissen, dass sich die an und für sich günstigen UV Prämien für die Versicherer schlichtweg als Minus-Geschäft erweisen. Hohes Alter = höheres Unfallrisiko. Der deutsche Konsul meinte, hätte das Paar  auch eine KV, wären sie seiner Meinung nach aufgenommen worden. Es sei in der Vergangenheit genug Schindluder getrieben worden mit der Vermischung von krankheitsbedingten Altlasten zu Ungunsten der Unfallversicherer.

Nochmals, ich gebe hier reine Fakten weiter und es wäre absolut kontraproduktiv, jetzt den deutschen Konsul in irgendeiner Weise zu kritisieren. Er ist der Uebermittler der Informationen. Seine persönliche Haltung diesbzüglich spielt absolut keine Rolle. Die Initiative, dass sich Expats besser schützen sollten, wird von dutzenden Auslandsvertretungen in Thailand gestützt.



By the way: Wer den deutschen Botschafter, Herrn Dr. Hans Heinrich Schumacher auf Phuket treffen will, kann ihn am 23. August 2010 vormittags auf dem deutschen Konsulat treffen.

« Letzte Änderung: 17. August 2010, 08:27:04 von Ozone »
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Farangs besitzen teure Uhren, Thais haben mehr Zeit

damkaodaeng

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #71 am: 17. August 2010, 10:05:33 »

Und meine rein subjektive Sichtweise dazu:

Ein/e jede/r Thailänder/Thailänderin, der/die nur einen Urlaub in DACH verbringen will, muss bei der Visums Applikation den Nachweis einer  ausreichend deckenden Reiseversicherung erbringen.
Sollten sie/er sich z. Bsp. in der CH niederlassen wollen, ist er/sie von Gesetzes wegen verpflichtet, eine KV-Grundversicherung bei einer einheimischen Kasse abzuschliessen.

Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz gibt es, was die Krankenversicherung betrifft,  eine Versicherungspflicht. Somit werden Reisende und Einwanderer lediglich der einheimischen Bevölkerung gleich gestellt, indem auch von ihnen eine obligatorische Krankenversicherung gefordert wird.

Der korrekte Vergleich, wenn es um die Frage der Diskriminierung geht, ist nicht: 'Wie werden Thais in Europa und Europäer in Thailand behandelt?', sondern 'Wie werden Thais in Thailand und Europäer in Thailand behandelt?'. Wenn es für die einheimische Bevölkerung keine Versicherungspflicht gibt, dann ist es Diskriminierung von Ausländern wenn man diesen eine Versicherungspflicht auferlegt.

Kann jemand genügend Eigenmittel nachweisen, sollte es ihm überlassen sein, ob er in Thailand versichert ist oder nicht.

Völlig richtig. Allerdings sind die Leute mit Eigenmitteln in der Größenordnung von mehreren Millionen Baht in aller Regel darüber hinaus auch krankenversichert. Leute ohne Krankenversicherung haben fast immer auch unzureichende Eigenmittel.

Dass sich die Auslandsvetretungen stark machen für einen verbesserten Versicherungsschutz von Expats, kann ihnen niemand verwehren.

Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert dass die Auslandsvertretungen sich nicht für bürokratische Regelungen einsetzen, die letzten Endes nur Geld in die Kassen von Versicherungen spülen die sich dann doch um die Zahlung drücken können. Eine thailändische Versicherung die Vorerkrankungen und chronische Erkrankungen ausschließt, die dem Versicherten jederzeit kündigen kann, deren Leistungen häufig nach oben im Bereich von etwa 1 Million Baht limitiert sind, und gegen die man im Streitfall nur vor ein thailändisches Gericht ziehen kann, ist in vielen Fällen völlig wertlos.

es wäre absolut kontraproduktiv, jetzt den deutschen Konsul in irgendeiner Weise zu kritisieren. Er ist der Uebermittler der Informationen. Seine persönliche Haltung diesbzüglich spielt absolut keine Rolle. Die Initiative, dass sich Expats besser schützen sollten, wird von dutzenden Auslandsvertretungen in Thailand gestützt.

Der Konsul nun mal ist der Vertreter der deutschen Regierung. Warum soll ich die nicht kritisieren dürfen wenn sie eine Regelung befürwortet die mich, wenn sie durchgesetzt wird, Geld kostet, aber mir keinen Vorteil bringt?

Wenn die deutsche Regierung meint sich um das Wohl ihrer Staatsbürger im Ausland kümmern zu müssen, dann sollte sie bitte zunächst darauf hinwirken dass von der deutschen Versicherungswirtschaft entsprechende Angebote kommen, insbesondere von den gesetzlichen Krankenversicherungen. Wenn es bezahlbare Angebote gibt die einen echten Schutz bieten, dann ist auch eine Versicherungspflicht legitim. Aber wenn die deutsche Regierung, nur um bei den Botschaften und Konsulaten ein paar Problemfälle weniger zu haben, andere Regierungen zur Diskriminierung deutscher Staatsbürger ermuntert, dann darf man das als Betroffener auch mit deutlichen Worten kritisieren.

Leider häufen sich die Fälle von abgebrannten Expats diverser Herkunft.

Da würde mich schon interessieren um wie viele Fälle es sich bei den deutschen Auslandsvertretungen denn handelt. 10 im Monat? 100? Mehr als tausend doch sicher nicht. Denn dass es bei einigen tausend Deutschen mit Daueraufenthalt und mehr als einer halben Million Touristen im Jahr auch den einen oder anderen Problemfall gibt ist völlig normal, und ich halte - anders als der Herr Konsul - die Hilfe für in Not geratene Landsleute auch für eine ureigene Aufgabe der deutschen Auslandsvertretungen.

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dart

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #72 am: 17. August 2010, 10:27:15 »




Da würd mich mal interessieren, wo was vernünftiges zu solchen Preisen zu finden wäre. Bisherige Offerten ergaben keine Versicherungsmöglichkeit unter 100'000 Baht jährlich, adäquate starten bei 15'000 pro Monat.
@uwe49 hat doch vor ein paar Tagen ein Beispiel gepostet => http://www.actiswiss.com/de/int-krankenversicherung/asien-spezial.html
Das es durchaus bessere und weitaus teurere KV gibt steht außer Frage, aber das Angebot ist sicher deutlich besser als alle Angebote der thail. Versicherer.
Sollte eigentlich für jeden erschwinglich sein, und man hat dann auch den entsprechenden Nachweis, sollte es wirklich zur o.g. Regelung kommen.
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boehm

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #73 am: 17. August 2010, 10:31:56 »

@damkaodaeng

 }} }} }} }}
Deinem Posting ist nix mehr hinzuzufügen!!! ;} ;}
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madaboutsingha

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Re: Zwangskrankenversicherung fuer Deutsche in Thailand - Gute Idee?
« Antwort #74 am: 17. August 2010, 10:55:19 »

Der Druck kommt von den staatlichen Krankenhäusern. Während meiner Recherchen zu meiner Krankenhausserie wurde mir mit ziemlich verärgertem Unterton seitens des staatlichen Hospitals klargemacht, dass man es für einen älteren hier lebenden Ausländer für eine fahrlässige Verantwortungslosigkeit hält, wenn er keine Krankenversicherung abgeschlossen hat oder nicht privat Vorsorge getroffen hat.

Da die ausländischen Vertretungen der hier lebenden Expats nicht in die Bresche springen und der thailändische Staat keine Veranlassung sieht, die Krankenhäuser heraus zu pauken, bleiben die staatlichen Krankenhäuser auf den Behandlungskosten sitzen. Dennoch können sie einen kranken Notfallpatienten nicht einfach abweisen.

Ich habe im letzten Monat die Misere der Krankenhäuser an einem exemplarischen Fall hautnah miterlebt. Ein guter alter Freund von mir wäre in seinem Krankenhausbett fast verreckt. Nach einem zweiten Schlaganfall bekam er hohes Fieber, Lähmungen und schwere Erstickungsanfälle, und es sah danach aus, dass die bevorstehende Nacht seine letzte sein würde. Die Ärzte plädierten für eine Verlegung zur Intensivstation. Aber 10.000 Baht, die der Tag dort kostet, waren einfach nicht da. Die schmale Rente von 35.000 Baht war bereits weg, und die bestehenden offenen Krankenhausrechnungen beliefen sich bereits auf 24.000 Baht. Wir standen ums Bett und heulten. Die Ärzte des Krankenhauses willigten nach eindringlichen Bitten der Angehörigen dennoch ein, ihn zu retten, was auch geschah.

Inzwischen ist er an einem dritten Schlaganfall gestorben, doch das Krankenhaus sitzt noch immer auf einer offenen Rechnung von 54.000 Baht. Seine Schwägerin, die ihn monatelang gepflegt hat, hat für ihn gebürgt, aber bei der ist nichts zu holen.

Nach allem, was ich aus dem Krankenhaus hörte, ist dies kein Einzelfall. So kann man die Wut der staatlichen Krankenhäuser verstehen.


@damkaodaeng möchte ich meinen Artikel über das Hua Hin Krankenhaus empfehlen. Darin gehe ich auch auf die staatliche Gesundheitsversicherung in Thailand ein. Die allermeisten Thais sind nämlich sehr wohl krankenversichert. – Auch finde ich es – insbesondere nach dem oben Gesagten - schwer nachzuvollziehen wie aus einer Versicherungsregel keine Vorteile zu ziehen sein sollen.
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