@WaltiTH, mach mal bitte halblang!
2009 ist in meisten Industrieländern das BSP erheblich gesunken. Entscheidend ist, wie sie sich 2010 wieder bekrabbelt haben. Und da sieht Thailand nicht schlecht aus!
Für den Außenwert des Bahts, und davon reden wir ja, ist es völlig unerheblich, ob es in einigen Sektoren dauerhafte Einbrüche gegeben hat oder nicht. Nur mal zum Vergleich, von 1955 bis 1980 gingen in der Bundesrepublik Deutschland über 400.000 Arbeitsplätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie verloren, ohne dass das dem Außenwert der DM nennenswert geschadet hat.
Eine sektorale Betrachtung führt immer in die Irre. Entscheidend ist das Bild der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und die Erwartungen für die Zukunft.
Und natürlich auch die Binneninflation. Es ist kein Geheimnis, dass eine starke Währung eine erhebliche Inflationsbremse ist. Eine Abwertung des Bahts muss zu einer Erhöhung des Binnenpreisniveaus führen!
Selbstverständlich gibt es noch spekulative Momente, aber die können wir hier ruhig draußen vor lassen.
Noch ein Wort zum Staatsdefizit hier. Die Staatschuld Thailands beträgt 38% des BIP! Das ist etwa halb so viel, wie die Quote Deutschlands.
P.S. Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass bei der hier zitierten Statistik im Bereich Außenhandel die Position Öl fehlt?