@AS2000
In erster Linie weder noch.
Nur ein Hinweis auf das Phaenomen,wie sich Unternehmensverant-
wortung geaendert hat,ohne dass wirtschaftliche Druecke vorrangig
vorhanden sind.
Zwei Beispiele,die die Extreme zeigen :
Herr Ackermann,so bei einer Hauptversammlung,kuendigt an,den Gewinn
auf 25 % des Eigenkapitals steigern zu wollen.Unterstuetzend dazu sollen
aber 5.000 Stellen abgebaut werden.
Bruno Kreisky ( in den 70 ern) : Eine Milliarde Schillinge Schulden mehr,machen
mir weniger schlaflose Naechte,als ein paar hunderttausend Arbeitslose.
Beide Aussagen sind kritisch zu betrachten.
Was sich seit den 60 ern geaendert hat ist,dass es damals als Schande galt,
arbeitslos zu sein und es als Verlust der Reputation gesehen wurde,wenn ein Be-
trieb Arbeitnehmer kuendigen musste.
Heute sieht man es anders. Von Zeit zu Zeit in der sozialen Haengematte zu liegen,
"Blaue Tage" zu machen und der betrieblichen Kalkulation entsprechen,indem man
die vorgesehenen Krankenstaende konsumiert,gilt als gesellschaftsfaehig.
Betriebe,die Auslagerungen vornehmen,Belegschaftsstaende radikal senken,Sozial-
leistungen abbauen,werden,wenn sie auf dem DAX oder anderen Aktienindexen ge-
listet sind,mit einem Kurssprung belohnt.
Ich wollte eigentlich nur auf die unterschiedliche Einstellung zwischen dem ange-
zogenen Unternehmen in Thailand und Siemens aufmerksam machen und fragen,
welche ist vernuenftiger,wenn man den Faktor Mensch mit einbezieht.
Jock