Heute ist der große Tag an dem die Griechen über den Fortbestand Europas abstimmen. Obwohl, dieses Pathos ist fehl am Platz. Stimmen die Griechen mit NEIN, lehnen sie die Reformen ab, die ihnen die Trojaner aufzwingen wollen. Wobei diese Reformen in den letzten fünf Jahren absolut nichts gebracht haben, nur Armut und Elend für jene Griechen, die ohnehin nicht mit den Reichtümern der Welt gesegnet sind. Stimmen die Griechen mit JA, so bewirkt das nichts, denn das Angebot, das mit diesen Reformen verknüpft gewesen war, ist offiziell zurückgenommen. Immerhin können sich dann die Trojaner gegenseitig auf die Schultern klopfen.
Ansonsten braucht Griechenland Geld, und davon jede Menge. Bei 240 Milliarden Euro offizieller Schulden, weiteren 120 Milliarden Stützungsgelder der EZB und etwa 100 Milliarden Target-III-Salden, also 460 Milliarden Gesamt-Miesen, kosten weitere 50 oder 100 Milliarden Euro bei den Gläubigern Überwindung. Die 460 Milliarden sind uneinbringlich, alles andere sind kosmetische Behauptungen. Sie stehen noch als Forderungen in den Büchern, doch diese Forderungen kann Griechenland bestenfalls dann bezahlen, wenn eine Unze Gold auf einer Milliarde Euro steht. Die Schulden müssen "wertberichtigt" werden, das heißt, sie werden gestrichen. Dann werden alle Bürgschaften schlagend, die eine Staatsratsvorsitzende Merkel so blauäugig eingegangen ist. Das heißt, die deutschen Steuerzahler bekommen diese Bürgschaften als neue Schulden aufgebürdet. Außerdem bekommen alle anderen Euro-Staaten ebenfalls ihren Anteil schlechtgeschrieben, also Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Belgien - die anderen Problemstaaten.
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