
"Dank Vizekanzler Sigmar Gabriel" ist der Traum der Münchner Muslime von einer repräsentativen Moschee im neuen Kreativquartier geplatzt.
Der Stadtrat hatte dem Münchner Forum für Islam (MFI) bis morgen Zeit gegeben, um die 4,5 Millionen Euro für den Kauf des 30 000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Dachauer Straße aufzubringen.
Die Stadt hatte die Nachweis-Frist drei Mal verlängert, zuletzt Ende 2015: Damals war ein Großspender aufgetaucht, der den Grundstückskauf übernehmen wollte. Laut Idriz hatte sich der reiche Privatmann aus Saudi-Arabien in München medizinisch behandeln lassen. Hier sei er auf das MFI und das Moschee-Projekt gestoßen. „Er hat uns schriftlich 18 Millionen Riyal zugesagt, das sind über vier Millionen Euro.“
Der saudische Spender ist abgesprungen
Einige Äußerungen von Vizekanzler Sigmar Gabriel hätten bei der saudischen Regierung jedoch für derartige Irritationen gesorgt, dass diese die Finanzspritze letztlich verboten habe, so der Imam weiter.
In einem Brief habe der Spender vor wenigen Tagen mitgeteilt: „Wir bitten zu entschuldigen, dass unsere Unterstützung zur Verwirklichung des Projekts des ,Münchner Forum für Islam’ nicht erfolgt, weil uns die Genehmigung der höchsten amtlichen Stellen versagt wird.“ Das Aus. ...
...Gülseren Demirel (Die Grünen/Rosa Liste) erklärte: „Dieses Projekt hätte eine integrative Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus entwickeln können, sein Scheitern ist auch ein Verlust für alle Menschen, die sich um Integration bemühen.“ Doch leider mache es die Flächenknappheit unmöglich, „Grundstücke von der Qualität wie in der Dachauer Straße unbefristet zu reservieren“.
Quelle:
http://bit.ly/291oGCK